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Ford Explorer EV

Fahrzeug Übernahme

Neues Kapitel auf vier Rädern: Mein Ford Explorer im Alltagstest

Reiseblog24 | Fahrzeug Übernahme

Erfahrungsbericht mit meinem Explorer

Die ersten 50.000 km buchstäblich erfahren...

Da steht er nun – mein neuer, vollelektrischer Ford Explorer. Ein würdiger Nachfolger für meinen treuen Hyundai Elektro Kona, der mich die letzten vier Jahre zuverlässig begleitet hat. Jetzt beginnt ein neues Kapitel, und ich bin gespannt, wie sich der Explorer im Alltag schlägt. Wird er genauso zuverlässig und unkompliziert sein wie der Kona? Ich freue mich darauf, es herauszufinden!

Die technischen Daten:

  • Modell: Explorer BEV
  • Baujahr: 03/2025
  • Farbe: Lucid Red Metallic
  • Leistung: 79 kWh Elektromotor 150 kW (204 PS)
  • Getriebe: 1-Gang-Automatik-Getriebe
  • 19" Aero-Leichtmetallrädern
  • Fahrerassistenz-Paket
    • Head-Up-Display (Projektion an die Windschutzscheibe)
    • Aktiver Park-Assistent (mit 12 Ultraschallsensoren)
    • Fahrspurzentrierung mit Spurwechsel-Assistent
    • 360-Grad-Parkkamera
    • Heckklappe elektrisch, sensorgesteuert (Öffnen per Fußbewegung)
Ford Explorer EV

Potsdam ist meine Abholstation

Nach langem Hin und Her habe ich im März endlich meinen Abholtermin für den neuen Explorer erhalten. Ganze viermal wurde der Abholtermin verschoben – und jedes Mal brachte das nicht nur Nerven, sondern auch zusätzliche Kosten mit sich. Flüge mussten umgebucht, Urlaubstage storniert und neu geplant werden. Das hätte sicher etwas reibungsloser laufen können.

Einerseits muss ich sagen, dass die Kommunikation mit dem Autohaus Dinnebier in Berlin insgesamt recht gut war. Andererseits hinterlässt die ständige Verschiebung der Abholung doch einen faden Beigeschmack. Besonders frustrierend war das Gefühl, dass im Autohaus nicht jeder über den aktuellen Stand Bescheid wusste. Das ist schade, denn als Kunde möchte man sich gut aufgehoben fühlen – und das war hier leider nicht immer der Fall.

Zum Vergleich: Als ich damals meinen Hyundai Kona abgeholt habe, lief alles vollkommen reibungslos. Es gab einen festen Termin, und der wurde auch eingehalten. Genau so sollte es sein. Vielleicht gibt es hier also noch etwas Verbesserungspotenzial.

Schnörkellose Übergabe

Die Fahrzeugübergabe im Kundenzentrum, das im Auftrag des Autohauses Dinnebier agiert, war – um es freundlich auszudrücken – sehr nüchtern. Das riesige Gelände mit tausenden Neuwagen wirkte beeindruckend, doch mittendrin stand eine alte Fabrikhalle, die als Übergabeort diente. Schon im Vorfeld war mir klar, dass ich hier keine glamouröse Inszenierung à la Mercedes erwarten konnte. Aber dass die Aushändigung eines doch recht hochpreisigen Fahrzeugs so emotionslos und automatisiert ablief, war dann doch ernüchternd.

Ein kleines Highlight gab es immerhin: der Berliner Slang der Mitarbeiterinnen. Der brachte zumindest ein bisschen Humor in die ganze Angelegenheit. Für einen kurzen Moment überlegte ich, ob das vielleicht der berühmte Berliner Charme sein sollte – aber nein, so weit würde ich dann doch nicht gehen.

Da fällt mir nur der Titel "allein allein" von Polarkreis 18 ein

Als Kunde hatte ich nicht wirklich das Gefühl, willkommen zu sein – eher, als wäre ich nur eine weitere Nummer im System. Natürlich kann man das so handhaben, aber ein wenig mehr Wertschätzung hätte das Erlebnis für beide Seiten angenehmer gemacht. Ein freundliches Lächeln, ein paar persönliche Worte – es sind oft die kleinen Gesten, die einen großen Unterschied machen.

Der Vorraum wirkte wenig einladend: eine schlichte Theke, eine Sitzecke zum Warten – das war’s im Grunde. Funktional, aber ohne Atmosphäre. Die Fahrzeugübergabe selbst war ebenso nüchtern: Ein kurzer Blick in die Papiere, Unterschriften hier und da – und das war’s. Kein persönlicher Touch, keine besondere Begrüßung, einfach nur pragmatisch auf das Nötigste reduziert.

In der Übergabehalle hieß es dann: das Fahrzeug selbst finden. Dank des Nummernschilds war das nicht weiter schwierig, aber eine kleine Begleitung oder zumindest eine freundliche Erklärung hätten den Moment doch deutlich angenehmer gemacht. Ich hatte ein paar Minuten Zeit, meinen neuen Ford Explorer in Augenschein zu nehmen – aber viel mehr passierte nicht. Fragen wurden nur knapp beantwortet, eine Einweisung fand gar nicht erst statt. Und ganz ehrlich: Hätte ich vorher noch keinen Elektro-Pkw besessen, wäre ich wohl ziemlich ratlos dagestanden. Ein paar Worte zur Bedienung, ein kurzer Überblick über die wichtigsten Funktionen – das wäre wirklich hilfreich gewesen.

Etwas ernüchtert habe ich mir dann mein neues Auto so gründlich wie möglich angesehen und nach etwaigen Schäden gesucht. Wenigstens da gab es nichts zu beanstanden – alles wirkte einwandfrei. Ein Blick in die Papiere war dann doch beruhigend: Die Übergabe war sauber dokumentiert und mit einem Stempel quittiert. Auch die bestellten Ganzjahresreifen auf den 19-Zoll-Alufelgen waren da – inklusive der Schneeflocke als Symbol für den Winterbetrieb, was bei uns im Süden besonders wichtig ist.

Eine Frage und weg war sie...

Mein erster Moment im Explorer war … sagen wir mal, ziemlich amüsant. Ich ließ mich in den Fahrersitz sinken, überprüfte die Instrumente – und sah, dass der Ladezustand bei 97 % lag, aber die Reichweite nur 217 km betrug. Moment mal, das sollte doch die Long-Range-Variante sein?!

Verwundert sprach ich eine der beiden Damen darauf an. Doch sie zuckte nur mit den Schultern und meinte: „Rufen Sie doch mal beim Autohaus an.“ Und weg war sie …

Also blieb mir nichts anderes übrig, als selbst zum Telefon zu greifen. Die Antwort war zum Glück beruhigend: Alles vollkommen normal! Das Fahrzeug hatte gerade mal 11 Kilometer auf dem Tacho und war bisher nur auf dem Gelände bewegt worden. Nach den ersten gefahrenen Kilometern würde sich die Reichweite automatisch anpassen.

Und tatsächlich – kaum hatte ich 2–3 Kilometer hinter mir, sprang die Anzeige bei 97 % Ladezustand plötzlich auf satte 639 km. Na also, so hatte ich mir das vorgestellt!

Jetzt konnte die Überführungsfahrt losgehen: Rund 750 Kilometer von Potsdam nach Tübingen lagen vor mir. Meine Idee war, dass das Auto und ich uns auf dieser Strecke aneinander gewöhnen würden – ein kleines Kennenlernen auf Rädern sozusagen.

Also erst mal den Tempomat gesucht, eingerichtet, und dann ging es mit einer Richtgeschwindigkeit von 130 km/h in Richtung Süden. Klar, das ist nicht die optimale Geschwindigkeit für die Reichweite – denn hohe Autobahntempi liegen keinem Elektrofahrzeug besonders. Das Rekuperieren funktioniert einfach besser, wenn das Tempo öfter variiert.

Aber ich kann schon mal verraten: Am Ende benötigte ich einen Ladestopp weniger als mit meinem vorherigen Hyundai Kona.

Das war dann wohl die Übergabeprozedur

Tja, das war es dann wohl. Kein Mitarbeiter hat sich mal die Zeit genommen, mit mir ins Auto zu setzen, die Papiere auf dem Fahrersitz durchzugehen oder mir auch nur ein paar einfache Fragen zu beantworten. Immerhin – beim Herausfahren hat man mir das Rolltor geöffnet, und so konnte ich die ersten Meter mit meinem neuen Auto wenigstens für mich innerlich stolz genießen.

Minimalismus mag ja in vielen Bereichen der heutigen Zeit ganz nett sein, aber wenn man als Kunde überhaupt nicht wertgeschätzt wird und eher das Gefühl bekommt, im Weg zu stehen, hinterlässt das einen faden Beigeschmack. Da hätte ich mir auch gleich eine Tesla-Übergabe vorstellen können – Auto irgendwo auf dem Parkplatz abholen, fertig.

Schade. Aber ich hoffe, dass die nächsten Jahre mit meinem Ford den ersten enttäuschenden Eindruck wieder wettmachen und mir das Auto noch viel Freude bereitet.

Ein neues Kapitel auf vier Rädern!

Da saß ich nun – allein in meinem neuen, großen Auto. Ein vollkommen anderes Raumgefühl als in meinem Hyundai Kona, den ich die letzten vier Jahre gefahren bin. Viel mehr Platz, eine andere Perspektive – irgendwie fühlte sich alles noch ungewohnt an.

Ich fuhr langsam bis ans Ende des Geländes, parkte und nahm mir erst einmal einen Moment, um meinen knallroten Explorer in Ruhe zu betrachten. Ein neues Kapitel auf vier Rädern!

Mein erster Schritt: die Verbindung zur Ford-App herstellen. Überraschend unkompliziert – ein gutes Zeichen! Danach machte ich mich daran, die ersten Einstellungen und Setups im Fahrzeug anzupassen. Der Sitz? Super bequem. Und irgendwann fand ich dann auch den Schalter, um die Massagefunktion erst einmal auszuschalten – ein erwartetes, aber sehr willkommenes Feature.

Während ich dort saß und mich mit den Funktionen vertraut machte, wuchs meine Vorfreude. Ich glaube, dieses Auto wird mich in den nächsten Jahren wirklich begeistern. Besonders gespannt bin ich auf die Reichweite – ob die Angaben wohl in der Praxis wirklich halten, was sie versprechen? Das werde ich bald herausfinden.

Hier sind zehn interessante Fakten zum vollelektrischen Ford Explorer


Europäische Entwicklung und Produktion

Der Ford Explorer EV ist das erste vollelektrische Fahrzeug von Ford, das vollständig in Europa entwickelt und gebaut wird, genauer gesagt im Werk in Köln, Deutschland.

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