
Reisefotografie
Autor: Michael Lieder
Reise-Fotografie unterwegs – Zwischen Objektivwahl, Rückenschmerzen und Abenteuerlust
Jeder versteht unter Reisefotografie etwas anderes – und genau das macht sie so spannend. Denn jede Reise hat ihren eigenen Charakter und damit auch ganz unterschiedliche Anforderungen an die Fotoausrüstung. Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, kann bei Kameras, Objektiven und Zubehör meist etwas großzügiger planen. Anders sieht es aus, wenn Bus, Bahn oder Fähre die ständigen Begleiter sind. Dann zählt plötzlich jedes Gramm im Rucksack.
Doch die Kamera ist nur ein Teil der Geschichte. Auch die Frage, was unterwegs mit den Bildern passieren soll, spielt eine wichtige Rolle. Reicht es, die Aufnahmen zu sichten und misslungene Fotos direkt auszusortieren? Oder sollen die RAW-Dateien bereits auf Reisen entwickelt und bearbeitet werden? Spätestens dann werden Notebook, Speicherplatz und Datensicherung zu treuen Reisegefährten.
Und natürlich bleibt immer die Frage nach der Sicherheit. Mein Fotorucksack bringt auf Reisen meist rund zehn Kilogramm auf die Waage – bislang problemlos als Handgepäck. Doch was passiert, wenn unterwegs etwas kaputtgeht oder gestohlen wird? Lohnt sich eine Versicherung für mehrere hundert Euro im Jahr oder vertraut man darauf, dass schon alles gutgehen wird? Genau diese Überlegungen gehören zur Reise-Fotografie dazu. Denn zwischen Abenteuerlust, Technikbegeisterung und gesundem Pragmatismus liegt oft nur ein Reißverschluss im Kamerarucksack.

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