Rechts ab – jetzt wird es langsam Schwarzwald
Von Haigerloch aus geht es weiter Richtung Empfingen, über Neckarhausen und Schopfloch bis nach Hallwangen. Und irgendwo auf diesen Kilometern verändert sich die Landschaft ganz unauffällig. Die Felder werden weniger, die Wälder dichter, die Straßen schmaler. Man merkt ziemlich schnell: Jetzt bin ich auf dem Weg in den Nordschwarzwald.
Genau solche Übergänge mag ich beim Motorradfahren. Kein großes Schild verkündet feierlich: „Achtung, ab hier wird es schön!“ Die Landschaft macht das ganz alleine. Hinter der nächsten Kurve steht plötzlich mehr Wald als Haus herum, die Straße beginnt sich stärker dem Gelände anzupassen und aus dem gemütlichen Dahinrollen wird langsam wieder richtiges Motorradfahren.
Aussichtspunkte gibt es unterwegs einige, und normalerweise bin ich durchaus ein Freund davon, einfach mal anzuhalten und in die Landschaft zu schauen. Aber jetzt? Viel zu früh. Die Tiger ist warm, ich bin warm, die Straße passt – da unterbricht man doch nicht freiwillig den Betriebsablauf.
Also lieber das Helmvisier ein Stück nach oben. Nicht nur, damit etwas mehr Luft in den Helm kommt, sondern weil Motorradfahren für mich auch mit Gerüchen zu tun hat. Der Sommer riecht hier nach abgeernteten Feldern, trockenem Waldboden und Bäumen, die dringend auf den nächsten Regen warten. Dann kommt irgendwo ein Sägewerk dazu und plötzlich liegt dieser intensive Duft von frisch gesägtem Holz in der Luft. Kein künstlicher Schwarzwald-Raumduft könnte das besser hinbekommen.

Nord Schwarzwald - die Mineralwasser Tour






























































