Die Gibb River Road - legendär & spektakulär
Die Gibb River Road ist kein Versprechen – sie ist eine Ansage. Staub, Wellblechpisten und Flussdurchfahrten ersetzen hier Asphalt und Komfort. Wer sich auf diese legendäre Route einlässt, bekommt kein sanftes Sightseeing, sondern echtes Outback: Schluchten, Wasserfälle, Hitze, Weite und dieses leise Gefühl von Freiheit, das nur entsteht, wenn der nächste Ort sehr weit weg ist. Spektakulär ist nicht nur die Landschaft, sondern auch die Erkenntnis, wie wenig man eigentlich braucht. Die Gibb River Road fordert Respekt, Zeit und Geduld – und belohnt mit Momenten, die bleiben.


Wildnis und Abenteuer pur
Diese legendäre 660 Kilometer lange Schotterpiste im Herzen der australischen Kimberley-Region gilt als eine der schönsten und zugleich herausforderndsten Routen des Landes. Sie führt durch atemberaubende Landschaften, die so vielfältig wie spektakulär sind: von dramatischen Schluchten und tosenden Wasserfällen bis hin zu endlosen Savannen und uralten Felsformationen.
Wer die Gibb bereist, spürt den Puls des australischen Outbacks hautnah. Hier geht es nicht nur ums Ankommen, sondern vor allem um das Unterwegssein – um staubige Straßen, sternklare Nächte und die Magie eines Ortes, der sich mit Worten kaum beschreiben lässt. Die Gibb River Road ist ein Erlebnis, das Abenteuerlustige auf eine unvergessliche Reise durch eine der unberührtesten Regionen der Welt mitnimmt.
Bereit, dich von der Wildnis verzaubern zu lassen? Dann schnall dich an – die Gibb wartet auf dich!
Die Gibb River Road - legendär & spektakulär
Die Gibb River Road ist nicht einfach nur eine Strecke – sie ist eine Einladung zu einem Abenteuer, das du so schnell nicht vergessen wirst. Diese legendäre Route führt dich mitten durch die Kimberley-Region im Norden von Westaustralien, eine der unberührtesten und wildesten Landschaften der Welt. Mit rund 660 Kilometern voller roter Erde, schroffer Felslandschaften und tropischer Oasen ist sie ein Paradies für Natur- und Abenteuerliebhaber.
Auf deinem Weg triffst du auf tosende Wasserfälle wie die beeindruckenden Bell oder Mitchell Falls, kannst in versteckten Wasserlöchern wie den Manning Gorge Pools baden oder alte Felsmalereien der Ureinwohner entdecken. Jede Kurve hält neue Überraschungen bereit – sei es die reiche Tierwelt mit Kängurus, Emus und Greifvögeln oder die scheinbar endlose Weite, die einen unvergleichlichen Sternenhimmel verspricht.
Diese Reise ist jedoch nichts für Unvorbereitete: Die Gibb River Road ist größtenteils eine unbefestigte Piste, die Allradfahrzeuge und ein gewisses Maß an Abenteuerlust erfordert. Es ist wichtig, genügend Wasser, Ersatzteile und eine Karte dabeizuhaben, denn Handyempfang wirst du hier kaum finden. Aber genau das macht den Reiz dieser Reise aus – sie ist rau, echt und weit weg vom Alltag. Für Camper gibt es zahlreiche Stellplätze an Flüssen und unter uralten Boab-Bäumen – die perfekte Gelegenheit, abends ein Lagerfeuer zu machen und die Ruhe der Natur zu genießen.
Also, pack deine Ausrüstung, mach ein Allradfahrzeug startklar und lass dich von der Wildnis der Kimberleys verzaubern – dieses Abenteuer wartet nur darauf, von dir entdeckt zu werden!
Die Gibb River Road ist eine abenteuerliche Strecke, die du nur mit einem Geländewagen und zur Trockenzeit befahren solltest. Hier sind einige Tipps für das Fahren auf der Gibb River Road
Wie viel Zeit solltest du einplanen?
Die Gibb River Road ist keine Strecke, die man mal eben an einem Tag bewältigt. Um die schönsten Highlights entspannt erkunden zu können, solltest du mindestens vier bis fünf Tage einplanen – idealerweise mehr, wenn du auch die weniger bekannten Ecken entdecken möchtest. Viele Reisende nehmen sich sogar eine Woche oder länger Zeit, um tief in die Landschaft und Kultur der Kimberley-Region einzutauchen.
Abenteuer Gibb River Road: Tipps zur Planung und Übernachtung
Die Gibb River Road ist eine der legendärsten Offroad-Strecken Australiens – 660 Kilometer pures Abenteuer durch die beeindruckende Wildnis der Kimberley-Region. Hier erwarten dich zerklüftete Schluchten, natürliche Wasserfälle, alte Boab-Bäume und eine unvergessliche Outback-Atmosphäre. Doch damit deine Reise ein voller Erfolg wird, ist eine gute Planung unerlässlich.
Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Strecke
Es gibt eine Vielzahl an Optionen, um auf der Gibb River Road zu übernachten:
• Campingplätze: Diese sind oft rustikal, aber charmant und bieten meist einfache Einrichtungen wie Toiletten, Duschen und Feuerstellen. Einige der beliebtesten Plätze findest du in der Nähe von Highlights wie den Manning Gorge, Bell Gorge oder Windjana Gorge.
• Outback-Stationen: Viele ehemalige Viehstationen wie El Questro oder Home Valley Station haben sich in einzigartige Unterkünfte verwandelt. Sie bieten sowohl einfache Campingmöglichkeiten als auch komfortable Lodges, oft mit spektakulären Ausblicken.
• Wilde Stellplätze: Für Abenteuerlustige ist das Übernachten außerhalb der ausgewiesenen Campgrounds eine spannende Option. Ob auf Parkplätzen oder an abgelegenen Orten abseits der Straße – solange du die Regeln respektierst und keine Schäden hinterlässt, ist dies durchaus erlaubt.

Informationen sind extrem wichtig
Bevor du dich auf den Weg machst, solltest du unbedingt die aktuellen Straßenbedingungen und die Wetterlage checken. Die Gibb River Road ist nämlich ein Abenteuer für sich – je nach Regenfall kann sie gesperrt oder stark beschädigt sein. Verlässliche Infos findest du auf den offiziellen Seiten von Main Roads Western Australia oder Tourism Australia.
In unserem Fall mussten wir unsere Pläne kurzfristig umwerfen: Statt wie ursprünglich geplant in Richtung Broome zu fahren, wollten wir nun aus Broome heraus in den Norden starten, direkt über die Gibb River Road. Also haben wir uns im Tourist Office in Broome schlau gemacht – und die Infos waren ziemlich ernüchternd.
Trotz Juni, mitten in der Trockenzeit, sind viele Campgrounds und abseits der Hauptstrecke gelegene Sehenswürdigkeiten immer noch nicht zugänglich. Der Grund? Die Regenzeit hinterlässt ihre Spuren länger, als man denkt. Die gute Nachricht: Die Hauptstrecke der Gibb River Road war befahrbar! Nach kurzem Beratschlagen stand unser Entschluss fest: Wir packen das Abenteuer an und nehmen die Gibb River Road unter die Räder.

Gut Informiert zur Gibb River Road

Auch ein beliebtes Motiv für Stickerfans

Alle Wege offen das sieht man gerne

Endlich ist die Gibb River Road zum greifen nah

Es geht weiter auf der Road im Outback

Sogar Road Trains muss man auf der Strecke beachten

Aktuelle Infos des Tourist Office in Broome

Nicht immer ist auf der Gibb River Road alles in Ordnung

Wer die Beschilderung missachtet zahlt Strafen und macht riesige Umwege

Man sollte auf alles gefasst sein

Wunderschöne Walks locken besonders in den Stunden nach dem Sonnenaufgang

Unbedingt empfehlenswert eine Rast in der Galvans Gorge

Routenplanung am besten Offline

Sygic die Offline Navigation fürs Handy kennt alle Pisten im Outback

Immer spannend ob es weiter geht oder nicht

Hier war es eine Fehlinformation die uns ein paar Kilometer gekostet hat
- Gut Informiert zur Gibb River Road
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- Wer die Beschilderung missachtet zahlt Strafen und macht riesige Umwege
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- Hier war es eine Fehlinformation die uns ein paar Kilometer gekostet hat
Abenteuer Gibb River Road: Tipps für eine sichere und unvergessliche Offroad-Tour
Pack genug Essen, Wasser, Medikamente, Treibstoff und die richtige Ausrüstung ein – die Gibb River Road ist extrem abgelegen, und Versorgungsstationen sind rar gesät. Ein Grundvorrat an Lebensmitteln, Trinkwasser und Camping-Equipment ist hier ein absolutes Muss. Auch ein gut ausgestatteter Erste-Hilfe-Kasten, eine Landkarte, ein Satellitentelefon und ein Reifenwechselsatz gehören unbedingt ins Gepäck – schließlich will man auf einer Panne mitten im Nirgendwo vorbereitet sein.
Fahr vorsichtig und nimm dir Zeit! Die Gibb River Road ist eine unbefestigte Schotterpiste, die alles andere als glatt ist: Schlaglöcher, lose Steine und unzählige Flussdurchquerungen machen die Strecke zur Herausforderung. Halte ausreichend Abstand zu anderen Fahrzeugen, halte dich an die Geschwindigkeitsbegrenzung und sei aufmerksam – hier können jederzeit Tiere oder Fußgänger auftauchen. Und nicht zu vergessen: Der Staub und die Steinschläge! Der feine rote Staub, der von vorausfahrenden Autos aufgewirbelt wird, bleibt lange in der Luft hängen und macht die Sicht schwierig – besonders für Radfahrer oder Motorradfahrer. Apropos: Überraschenderweise trifft man hier draußen oft Radfahrer, die sich durch diese staubige, raue Wildnis kämpfen – Respekt!
Ein weiterer Tipp: Mit einem gewöhnlichen Fahrzeug hat man auf der Gibb River Road keine Chance. Ein geländetaugliches Allradfahrzeug mit hoher Bodenfreiheit ist hier Pflicht. Nur so kannst du die Herausforderungen dieser legendären Offroad-Strecke sicher meistern und die wilde Schönheit der Kimberley-Region in vollen Zügen genießen.
Du solltest auch immer die Tiefe und die Strömung der Flüsse prüfen, bevor du sie durchquerst. Wenn du dir unsicher bist, warte lieber auf ein anderes Fahrzeug, das dir helfen kann.
Nach der fünften Flussdurchfahrt ist das ganze nicht mehr so spektakulär, wie man es am Anfang erlebt hat. Aber für uns Europäer ist es schon ein Erlebnis, einen Fluss ohne Brücke durchqueren zu können. Wer unsicher ist, macht es wie wir. Bei der allerersten Furt haben wir einfach gewartet bis jemand vor uns gefahren ist und haben uns dann genauso durch den Fluss getraut. Diese Fluss Querung des Gibb River ist am Ende, wo es wieder auf die befestigte Straße geht. Das schöne links und rechts auf der gegenüberliegenden Flussseite sind zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten für eine ruhige Nacht am River.
Trotz allem, es macht einfach Spaß
Die Gibb River Road erstreckt sich über rund 660 Kilometer und führt durch eine der wildesten und entlegensten Regionen Australiens – ein echtes Outback-Abenteuer.
Die Landschaft entlang dieser ikonischen Route ist atemberaubend vielseitig: dramatische Schluchten, felsige Flussbetten, tropisch-grüne Regenwälder, trockene Savannen und paradiesische Wasserfälle wechseln sich ab. Die majestätischen Felsformationen und tief eingeschnittenen Schluchten bieten ein Panorama, das man so schnell nicht vergisst. Kein Wunder, dass die Gibb jedes Jahr Wanderer, Abenteurer und Naturbegeisterte in ihren Bann zieht.
Zu den Highlights entlang der Strecke zählen der Windjana Gorge National Park mit seinen spektakulären Kalksteinwänden, der geheimnisvolle Tunnel Creek, wo ein unterirdischer Fluss und faszinierende Höhlenformationen warten, sowie der Mitchell River National Park mit den berühmten Mitchell Falls – einer der beeindruckendsten Wasserfälle der Kimberley-Region.
Outdoor-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten: Wandern, Schwimmen in natürlichen Pools, Tierbeobachtungen und Camping unter einem endlosen Sternenhimmel – die Gibb River Road hat alles zu bieten. Aber Vorsicht: Die Straßenbedingungen können je nach Jahreszeit ziemlich herausfordernd sein. Gerade das macht den Reiz dieser Strecke aus. Wer sich darauf einlässt, wird mit unvergesslichen Landschaften und echtem Outback-Feeling belohnt.
Jeder einzelne Kilometer dieser legendären Straße ist es wert, gefahren zu werden. Auch wenn die Strecke heutzutage vielerorts entschärft wurde und nicht mehr ganz so rau und unberechenbar ist wie vor 15 oder 20 Jahren, bleibt sie eine echte Herausforderung – sowohl für Mensch als auch für Maschine.
Leider hatten wir bei unserem Besuch im Juni etwas Pech: Viele der Sehenswürdigkeiten waren wegen unpassierbarer Straßen oder Wanderwege gesperrt. Aber für mich steht fest: Ich komme wieder! Die Gibb River Road hat mich längst in ihren Bann gezogen, und abseits der Hauptstrecke warten noch so viele unentdeckte Schätze darauf, erkundet zu werden.
Was sind einige der besten Sehenswürdigkeiten entlang der Gibb River Road?
Die Gibb River Road bietet viele beeindruckende Sehenswürdigkeiten, die du auf deiner Reise durch die Kimberley Region in Australien entdecken kannst. Hier sind einige der besten:
- Die Windjana Gorge, wo du Süßwasserkrokodile, Vögel und Felsmalereien der Aborigines sehen kannst.
- Die Bell Gorge, die für ihre Wasserfälle, Schwimmbecken und Wanderwege bekannt ist.
- Die Mitchell Falls, die zu den spektakulärsten Wasserfällen Australiens gehören und die du am besten aus der Luft bewundern kannst.
- Der El Questro Wilderness Park, wo du in luxuriösen Lodges übernachten, heiße Quellen, Schluchten und Flüsse erkunden und an Aktivitäten wie Reiten, Angeln oder Helikopterflügen teilnehmen kannst.
Dies sind nur einige der Höhepunkte, die dich auf der Gibb River Road erwarten. Es gibt noch viel mehr zu sehen und zu erleben auf dieser abenteuerlichen Strecke, die dich durch die atemberaubende Landschaft des Outbacks führt. 😊
Fakten zu Australien (Outback)
Australiens Outback ist kein Ort für „mal schauen, wird schon“. Es ist Weite, Hitze, Staub – und dieses unglaubliche Gefühl, dass die Welt plötzlich ganz groß und du ganz klein wirst. Genau darin liegt der Reiz: echte Stille, rote Pisten, Sternenhimmel wie aus einer anderen Dimension. Wer hier Abenteuer will, bekommt es – aber nur, wenn Planung, Respekt und ein klarer Kopf mit im Gepäck sind. Diese Top Ten sind kein Spaßbremsen-Handbuch, sondern deine Eintrittskarte für ein Outback-Erlebnis, das wild bleibt, ohne dumm zu werden.
Im Outback gilt: Wasser ist Treibstoff für den Körper. Plane nicht mit „wird schon“, sondern mit Reserve. Rechne grob mit mindestens 4–6 Litern pro Person und Tag – plus Puffer für Hitze, Umwege, Pannen und einen Tag Stillstand. Trink regelmäßig, nicht erst wenn der Kopf pocht. Elektrolyte (Pulver/Tabletten) helfen, wenn du schwitzt wie ein undichter Wasserhahn. Wasser nicht nur im großen Kanister, sondern verteilt in mehreren Behältern – falls einer undicht wird. Und: Wasser für Kühler/Notfall ist nicht dasselbe wie Trinkwasser. Beides einpacken. Wer hier spart, spart am falschen Ende – nämlich am eigenen.
Tankstellen sind im Outback nicht „alle 20 km“. Manchmal sind es 200, 300, 500 km – und manchmal ist eine Station geschlossen oder leer. Plane konservativ: Verbrauch im Gelände, Gegenwind, Sand, Wellblechpiste = deutlich mehr als auf Asphalt. Nimm Reservekanister (sicher befestigt, dicht, nicht im Innenraum). Starte jeden längeren Abschnitt mit vollem Tank. Check Öffnungszeiten und rechne mit „kein Empfang, keine Zahlung“. Bargeld als Backup ist altmodisch, aber praktisch. Und: Wenn du unsicher bist, dreh um. Die Landschaft läuft dir nicht weg – dein Sprit leider schon.
Outback-Abenteuer heißt oft: Wellblech, Steine, Spurrillen, Sand. Reifen sind deine wichtigste Lebensversicherung. Nimm zwei vollwertige Ersatzreifen, Reparaturset, Kompressor, Manometer, Wagenheber, Unterlegplatte und Kenntnisse, wie man das alles nutzt. Reifendruck anpassen: Auf Schotter oft etwas runter, auf Sand deutlich runter – aber nur, wenn du weißt, was du tust, und danach wieder hoch. Schrauben, Riemen, Schläuche, Sicherungen, Tape, Kabelbinder – klingt nach Bastelkiste, rettet aber Tage. Und ganz wichtig: fahre langsamer, als dein Ego gern hätte.
Viele Abschnitte haben keinen Empfang. Punkt. Wenn du abseits der Hauptstraßen unterwegs bist, denke wie ein Profi: Satelliten-Notrufgerät/PLB, idealerweise auch ein Satelliten-Messenger. Hinterlege eine Route (Start, Ziel, geplante Stopps, Zeitfenster) bei einer verlässlichen Person und melde dich nach Plan. „Wir fahren einfach mal los“ ist romantisch, bis es real wird. UHF-Funk kann in Gruppen Gold wert sein. Und: Wenn du liegen bleibst, bleib beim Fahrzeug. Es ist größer, sichtbarer und bietet Schatten.
GPS ist gut, aber Outback ist besser darin, Technik zu demütigen. Lade Offline-Karten, speichere Wegpunkte (Wasserstellen, Roadhouses, Abzweige) und nimm eine echte Papierkarte als Backup. Notiere Distanzen zwischen Punkten – nicht alles ist ausgeschildert. Verlass dich nicht darauf, dass „kürzere Route“ auch die bessere ist: Tracks können gesperrt, ausgewaschen oder saisonal unpassierbar sein. Achte auf Road-Condition-Hinweise, Flussdurchfahrten und Umleitungen. Der wichtigste Skill ist nicht Navigieren – sondern früh merken, wenn du falsch bist, und ohne Drama zurück.
Im Outback gewinnt nicht der Härteste, sondern der Klügste. Fahre früh, mache Pause in der brutalen Mittagszeit, fahre später weiter. Schatten ist eine Ressource: Tarp, Markise, Notdecke, leichter Hut, lange Ärmel, Sonnencreme. Achte auf Zeichen von Hitzestress: Schwindel, Übelkeit, kalter Schweiß, Verwirrung. Das ist kein „stell dich nicht so an“, das ist ein Warnsignal. Schlafsetup: gute Belüftung, Insektenschutz, ausreichend Wasser griffbereit. Und ja: Alkohol und große Touren am selben Tag sind eine schlechte Kombi.
Dämmerung und Nacht sind die Hochzeit für Tiere auf der Straße: Kangaroos, cattle, emus – und sie sind nicht berechenbar. Nachts zu fahren spart vielleicht Zeit, kostet aber oft Nerven, Reifen und manchmal mehr. Wenn es sich vermeiden lässt: nicht nachts fahren. Wenn doch: Tempo runter, Fernlicht mit Hirn, Abstand erhöhen. Beim Campen: Schuhe ausschütteln, Taschenlampe nutzen, nicht blind in Spalten greifen. Schlangen und Spinnen sind kein Horrorfilm, aber auch keine Haustiere. Ruhig bleiben, Abstand halten, Erste-Hilfe-Grundlagen kennen. Respekt ist die beste Strategie.
Australien ist groß, und die Bedingungen kippen schnell. Regen kann Pisten in Schlamm verwandeln, Flüsse anschwellen lassen und dich von heute auf morgen isolieren. Hitzeperioden, Feuerwarnstufen, Rauch – alles real. Informiere dich vor Ort über Fire Bans und halte dich daran. Feuer nur dort, wo erlaubt, und immer komplett löschen. Plane saisonal: Manche Strecken sind in der Wet Season schlicht keine gute Idee. Und: Wenn Einheimische sagen „Don’t go“, ist das kein Smalltalk, sondern Erfahrung in einem Satz.
Outback ist kein Mülleimer mit schöner Aussicht. Nimm alles wieder mit, inklusive Essensreste. Müll zieht Tiere an und macht Plätze kaputt. Toilettenregel: Wo keine da sind, brauchst du einen Plan (Schaufel/Beutel je nach Gebietsvorgaben). Waschen/Spülen nicht direkt in Wasserläufen. Respektiere Stationen, Gates und Privatland: Gate so lassen, wie du es vorfindest. Wenn du jemanden triffst: freundlich, kurz, praktisch – Outback-Kontakte sind oft die besten Informationsquellen. Und: Lärm runter. Die Stille ist Teil des Erlebnisses.
Das Outback belohnt Vorbereitung. Packliste ist nicht nerdig, sondern smart: Erste Hilfe, Schmerzmittel, Verbandszeug, Dreiecktuch, Zeckenzange, Rettungsdecke, Stirnlampe, Powerbank, Werkzeug, Wasserfilter als Backup, Signalmittel. Fahre nicht „bis es knapp wird“, sondern bis es sicher bleibt. Setze klare Umkehrpunkte (Zeit, Sprit, Wasser, Tageslicht). Wenn du allein unterwegs bist, verdopple die Vorsicht. Und ganz wichtig: Mentalität. Nicht gegen das Land arbeiten, sondern mit ihm. Wer flexibel bleibt, hat am Ende nicht nur Geschichten – sondern auch das gute Gefühl, heil wieder rauszukommen.
Das Outback ist kein Gegner, den man „bezwingt“, sondern ein Raum, in dem man funktionieren muss: Wasser, Sprit, Reifen, Kommunikation, Timing – alles entscheidet. Wer vorbereitet startet, konservativ plant und bei Unsicherheit umdreht, erlebt genau das, wofür man kommt: Freiheit, Einsamkeit, Naturgewalt und dieses seltene Gefühl, wirklich unterwegs zu sein. Abenteuer entsteht hier nicht durch Risiko, sondern durch Kompetenz. Und wenn du am Ende staubig, müde und glücklich am Lagerplatz sitzt, weißt du: Das war nicht nur Reise – das war Realität.

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