Zum Hauptinhalt springen
Thailand Auszeit (Sabbatical)

Die Umgebung von Chao Fah erkunden

In der schwülen Hitze wird selbst Einkaufen zur kleinen Expedition. Der erste Stopp führt fast zwangsläufig zu 7‑Eleven – Thailands allgegenwärtigem Alleskönner. Gut sortiert wie ein Discounter, nur dichter, kälter und überraschend effizient. Alles Nötige ist da, plus die Option, sich das Mittagessen direkt frisch zubereiten zu lassen. Praktisch, schnell und erstaunlich gut. Also doch ein bisschen wie bei uns – nur mit Klimaanlage, warmem Essen und deutlich weniger Entscheidungsstress an der Kasse.

Reiseblog24 | Die Umgebung von Chao Fah erkunden

Ankommen, Staunen, Mitrollen

Meine ersten Schritte und Entdeckungen in Thailand

Da ich zum allerersten Mal in Thailand bin, laufe ich mit einer Mischung aus Neugier, Staunen und leichtem Kulturschock durch die Straßen. Alles ist neu, vieles fremd, manches überraschend vertraut – nur eben auf thailändische Art. Umso dankbarer bin ich für diese erste Woche, die mir Zeit gibt, anzukommen, durchzuatmen und mich langsam auf dieses andere Tempo einzulassen.

Was mir von der ersten Minute an auffällt, ist die fast schon selbstverständliche Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen. Kein aufgesetztes Lächeln, kein touristisches Pflichtprogramm – eher eine stille, warme Gelassenheit, die einem das Ankommen leichter macht. Kleine Gesten, kurze Blicke, ein Lächeln im Vorbeigehen. Dinge, die nichts kosten, aber unglaublich viel bewirken.

Und dann sind da diese kleinen Alltagsdetails, die einen schmunzeln lassen. Zum Beispiel die Verkehrsampeln. Eine echte Innovation, die ich mir zu Hause sofort wünschen würde: An großen Kreuzungen gibt es eine Sekundenanzeige, die gnadenlos ehrlich herunterzählt, wie lange die Rotphase noch dauert. Keine Spekulation, kein nervöses Vorrücken – einfach Klarheit. Fußgängerampeln fehlen zwar oft, aber mit einem Blick auf die wartenden Autos und Roller weiß man ziemlich genau, wann Bewegung ins Spiel kommt. Pragmatisch. Funktional. Irgendwie sehr Thailand.

Auf den Straßen selbst herrscht ohnehin eine eigene Dynamik. Mehr noch als in Italien scheint das Motorrollerfahren hier ein regelrechter Volkssport zu sein. Menschen jeden Alters düsen durch die Gegend, mal alleine, mal zu zweit, mal mit erstaunlich viel Gepäck. Und dann diese Geräusche: winzige Roller, die klingen, als hätten sie den Ehrgeiz eines ausgewachsenen Motorrads. Wie das technisch funktioniert, ist mir schleierhaft – aber es gehört einfach dazu. Ein wildes, chaotisches, dabei erstaunlich flüssiges Gewusel, das mich gleichermaßen überfordert und fasziniert.

Thailand fühlt sich in diesen ersten Tagen an wie ein großes, lebendiges Durcheinander mit Herz. Noch bin ich Beobachter, Staunender, Lernender. Aber genau das ist vielleicht der schönste Teil jeder Reise: der Moment, bevor alles selbstverständlich wird.

Thema: Thailand Auszeit (Sabbatical)
Autor: Michael Lieder
Aktualisiert: 19. Januar 2026
12894 Aufrufe

Thailand Auszeit (Sabbatical)
Ankommen, Durchatmen, Loslassen

Die ersten Tage im neuen Lebensrhythmus

Diese erste Zeit des Kennenlernens ist geprägt von ungläubigem Staunen und einem Tagesrhythmus, der sich ganz leise, aber bestimmt neu sortiert. Alles fühlt sich langsamer an, weicher, weniger getaktet. Und ja – ich gebe es gern zu – der Arbeitsstress rutscht schon jetzt erstaunlich weit in den Hintergrund. Fast so, als hätte jemand den inneren Lautstärkeregler ein paar Stufen nach unten gedreht.

Der Tag beginnt mit strahlendem Sonnenschein, der sich am Nachmittag einer dichten, fast dramatischen Bewölkung geschlagen geben muss. Tropisch eben. Bevor es zum Frühstück geht, erst einmal ein Sprung in den Hotelpool – nicht aus sportlichem Ehrgeiz, sondern zur mentalen Erdung. Danach folgt ein Frühstück, das mich ehrlich gesagt ein wenig überfordert zurücklässt. Und zwar im positiven Sinne.

Statt der üblichen europäischen Protocroissants und ein bisschen Marmelade wartet hier ein mehr als üppiges Buffet: frische Früchte in allen Farben, frisch gepresste Säfte, Aromen, die wach machen, bevor man überhaupt einen Schluck Kaffee genommen hat. Und dann Dinge, die ich bislang nicht mit Frühstück in Verbindung gebracht hätte: komplette warme Mahlzeiten, Suppen, asiatische und chinesische Gerichte, gebraten, gedämpft, gewürzt. Phänomenal. Um sich da wirklich durchzuprobieren, braucht man vermutlich mehrere Tage – oder sehr viel Disziplin. Beides ist im Urlaub bekanntlich schwierig.

Überraschung des Tages: sogar der Kaffee schmeckt. Und das ist in Hotels nun wirklich keine Selbstverständlichkeit.

Da der Jetlag sich heute endlich geschlagen gegeben hat und ich mir den Luxus langen Schlafens gegönnt habe, startet mein Tag draußen erst am frühen Nachmittag. Ein paar kleine Besorgungen, ein Spaziergang durch die Straßen und Sträßchen von Chao Fah, kein Plan, kein Ziel. Einfach schauen, beobachten, aufnehmen. Den Alltag hier auf sich wirken lassen, ohne ihn gleich verstehen zu wollen.

Noch bin ich Gast, Beobachter, Lernender. Aber genau diese Zwischenphase – irgendwo zwischen Staunen und Ankommen – fühlt sich gerade verdammt richtig an.

In der schwülen Hitze einkaufen und bummeln

In der schwülen Hitze durch die Gegend zu bummeln fühlt sich hier ganz anders an als zu Hause. Mein erster Thailand-Einkauf führte mich standesgemäß in einen Seven Eleven – eine Art Discounter, nur eben auf thailändisch. Gut sortiert, erstaunlich effizient und mit allem ausgestattet, was man zum Leben braucht. Und wenn man möchte, nimmt man sein Mittagessen gleich mit. Frisch zubereitet, versteht sich.

Ähnlichkeiten zu unseren Discountern gibt es durchaus – aber nur auf den ersten Blick. Denn hier ist vieles konsequenter gedacht. Schnell rein, schnell raus, alles da. Unsere Läden in Europa haben da ehrlich gesagt noch ordentlich Luft nach oben. Kein Wunder eigentlich, sie heißen ja auch nicht „Convenience Store“. Genau das ist es nämlich: bequem, pragmatisch, alltagstauglich. Mir gefällt dieses System ausgesprochen gut.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich meine ersten Tage bewusst weit außerhalb des Zentrums von Phuket verbringe. Keine Neonlichter, kein Dauertrubel, keine Reizüberflutung. Stattdessen kleine Wege, Nachbarschaften, Alltag. Für mich fühlt sich das genau richtig an. Ich habe es jedenfalls keine Sekunde bereut, diesen Einstieg ruhig anzugehen – Schritt für Schritt, ohne Hektik, ohne Erwartungsdruck.

So kann ich mich langsam orientieren, ein Gefühl für die Umgebung entwickeln und mich Stück für Stück herantasten. In den nächsten Tagen, sobald ich meinen Mietwagen am Flughafen abhole, wird sich der Radius erweitern. Dann geht es raus, tiefer hinein in die Umgebung, weiter weg vom Gewohnten.

Noch ist alles neu, noch ist vieles ungewohnt. Aber genau darin liegt der Reiz. Thailand erklärt sich nicht auf den ersten Blick – man muss es erlaufen, erleben und aushalten. Selbst bei 30 Grad im Schatten und einem Einkauf im Seven Eleven.

Powered by GetYourGuide
Thailand, das ideale Reiseziel

Hier sind 10 gute Gründe, warum eine Reise nach Thailand fast immer eine richtige Entscheidung ist – und warum es sich lohnt, sich wirklich auf dieses Land einzulassen:

Thailand empfängt dich mit echter Herzlichkeit

Freundlichkeit ist hier kein Marketingbegriff. Lächeln, Hilfsbereitschaft und ehrliches Interesse an Menschen gehören zum Alltag.

Das Land funktioniert – auch wenn nicht alles perfekt ist

Transport, Essen, Unterkünfte: Selbst abseits der Touristenrouten kommt man erstaunlich unkompliziert zurecht.

Du bestimmst dein Tempo selbst

Thailand lässt dir die Wahl: Abenteuer oder Hängematte, Großstadt oder Dorf, Action oder Stille. Alles geht, nichts muss.

Essen ist hier kein Nebenschauplatz

Straßenküche, Märkte, kleine Garküchen – Essen ist Kultur, Begegnung und Lebensfreude in einem.

Natur in allen Varianten

Traumstrände, Dschungel, Berge, Nationalparks, Inseln – kaum ein Land bietet so viel Abwechslung auf vergleichsweise kurzer Distanz.

Thailand erdet

Der Blick auf das Wesentliche kommt hier fast automatisch. Weniger Besitz, mehr Leben. Weniger Tempo, mehr Moment.

Alleine reisen fühlt sich hier richtig an

Thailand ist eines der besten Länder, um allein unterwegs zu sein – sicher, offen, verbindend.

Du lernst Gelassenheit

Dinge dauern manchmal länger. Und genau darin liegt eine Lektion, die man mit nach Hause nimmt.

Begegnungen bleiben hängen

Gespräche mit Einheimischen, Mitreisenden, Zufallsbekanntschaften – vieles ist flüchtig, manches überraschend tief.

Thailand verändert Perspektiven

Wer sich wirklich einlässt, reist nicht nur durch ein Land, sondern auch ein Stück durch sich selbst.


Kurz gesagt: Thailand ist kein Ziel, das man „abhakt“.

Es ist ein Land, das etwas mit einem macht – leise, nachhaltig und oft genau dann, wenn man es am wenigsten erwartet.

Michael Lieder | Reiseblog24

Meine Empfehlungen (*), hier habe ich gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht....