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Nordirland

Herbst mit Wind, Weite & rauen Küsten

Oktober in Irland – Nordirland ist wie ein launischer Reisebegleiter: mal charmant, mal anstrengend, aber nie langweilig. Der Himmel wechselt seine Stimmung schneller als wir die Regenjacke schließen können, irgendwo zwischen dramatischem Licht, sanftem Niesel und überraschenden Sonnenmomenten. Alles, was wir erwartet haben, war da: Wind, Weite, raue Küsten und dieses besondere Gefühl von Freiheit. Nur der Schnee ist ferngeblieben. Irland eben – unberechenbar, ehrlich und genau deshalb so verdammt schön.

Reiseblog24 | Herbst mit Wind, Weite & rauen Küsten

Anreise weitgehend ohne Probleme

Die ersten Tage unserer Nordirland-Reise liegen hinter uns, und es fühlt sich bereits an, als hätten wir eine kleine Weltreise gemacht. Die Anreise verlief weitgehend reibungslos – unser Flug nach Dublin war pünktlich, und die Landung war sanft. Die Übernahme des Mietwagens am Dubliner Flughafen gestaltete sich ebenfalls unkompliziert. Natürlich durfte die obligatorische Frage nicht fehlen, ob wir nicht doch eine zusätzliche Versicherung abschließen möchten. Diese Frage kann einem nach so vielen Reisen doch ein wenig auf die Nerven gehen, aber das gehört wohl einfach dazu, wenn man einen Mietwagen nimmt.

Nordirland
Die ersten Tage in Nordirland
Nordirland Roadtrip – Regen, Gastfreundschaft & Gelassenheit auf vier Rädern

Kaum war der Mietwagen abgeholt, ging es ohne großes Zögern los Richtung Dundalk. Erste Nacht, erstes Ziel, erstes kleines Abenteuer. Statt anonymer Hotelketten hatten wir uns ganz bewusst für ein Bed & Breakfast entschieden – schließlich beginnt eine Reise nicht mit dem Zimmerschlüssel, sondern mit dem Gefühl, angekommen zu sein. Und genau das hat funktioniert. Ein charmantes Haus etwas außerhalb von Dundalk, ruhig gelegen, mit dieser unaufgeregten Herzlichkeit, die man nicht buchen kann, sondern erlebt. Freundliche Gastgeber, gemütliche Zimmer, ein Frühstück, das nicht fragt, ob man noch einen Toast möchte, sondern einfach einen bringt. So startet man gerne in einen Roadtrip.

Am nächsten Morgen dann: Weiterfahrt Richtung Belfast. Die Route klang vielversprechend, die geplanten Stopps ebenso. Landschaft, kleine Abstecher, ein bisschen Entdeckerlust am Straßenrand. Der Plan war gut. Das Wetter… sagen wir: eigenwillig. Irland zeigte uns sehr deutlich, wer hier das letzte Wort hat. Regen, der nicht fällt, sondern arbeitet. Mit Nachdruck. Besichtigungen wurden gestrichen, Pausen verkürzt, der Scheibenwischer zum wichtigsten Reisebegleiter befördert.

Natürlich ist das im ersten Moment enttäuschend. Wenn man sich auf Aussichtspunkte freut und stattdessen Wolken serviert bekommt. Aber genau hier beginnt dieser spezielle Zauber, den Roadtrips manchmal haben: Man lernt loszulassen. Nimmt das Tempo raus. Fährt weiter. Schaut durch die nasse Windschutzscheibe und denkt sich: Auch das gehört dazu. Irland eben. Unberechenbar, ein bisschen stur – und gerade deshalb so sympathisch.

Die ersten Tage in Nordirland waren also voller Gegensätze – von Regen und grauen Wolken bis hin zu strahlendem Sonnenschein, der uns die Schönheit dieses Landes in all seiner Pracht offenbarte. Und das Abenteuer hat gerade erst begonnen!

Michael Lieder | Reiseblog24
Das Wetter wird besser
Nordirland Roadtrip – Sonne, Stein und ein Schluck Trost

Es gibt diese Momente auf Reisen, da fragt man sich leise, ob das mit dem Abenteuer gerade wirklich eine gute Idee war. Regen, Wind, grauer Himmel – Nordirland hatte uns zunächst eher die raue Schulter gezeigt als die offene Umarmung. Doch wie so oft: Am Ende des Tunnels wartet nicht nur Licht, sondern manchmal gleich ein ganzer Sonnenaufgang.

Schon am nächsten Morgen war alles anders. Blauer Himmel, klare Luft, diese Art von Licht, bei der man automatisch langsamer fährt, weil man nichts verpassen will. Unser Ziel: zwei Ikonen der nordirischen Küste – der Giant’s Causeway und die Dark Hedges.

Der Giant’s Causeway lag vor uns wie aus einer anderen Zeit. Diese perfekt geformten Basaltsäulen wirken selbst bei schlechtem Wetter surreal – im Sonnenschein allerdings fast unverschämt schön. Das Meer glitzerte, die Steine leuchteten, und ich stand da mit Kamera und einem breiten Grinsen im Gesicht. Einer dieser Orte, an denen man merkt, wie klein man ist – und wie gut sich das anfühlen kann.

Am Nachmittag ging es weiter zu den Dark Hedges. Diese knorrige Baumallee ist längst mehr als nur ein Fotospot, sie ist Stimmung, Mythos und leiser Gänsehautmoment. Die tief stehende Sonne brach durch die Äste, Schatten tanzten auf der Straße, und für einen kurzen Augenblick fühlte es sich an, als würde gleich etwas Magisches passieren. Vielleicht ein Drache. Vielleicht nur ein Reisebus. Zum Glück blieb es ruhig.

Was auf einem Nordirland-Roadtrip ebenfalls nicht fehlen darf: ein Abstecher nach Bushmills. Irgendjemand musste ja das Whiskey-Tasting übernehmen – und ich habe mich selbstlos geopfert. Die älteste lizenzierte Whiskey-Brennerei der Welt atmet Geschichte, Geduld und Handwerk. Zu sehen, wie aus Wasser, Gerste und Zeit etwas entsteht, das später ganze Abende rettet, ist erstaunlich beruhigend. Nach Wind, Regen und rauer Küste fühlte sich dieser Besuch an wie ein warmer Händedruck.

Nordirland kann fordernd sein. Aber wenn es dich lässt, schenkt es dir genau die Momente, die bleiben. Und manchmal sogar mit Sonnenschein.

Nordirland Roadtrip im Herbst
– zwischen Regenjacke, Weitblick und einer Portion Gelassenheit

Der Herbst in Nordirland ist nichts für Kontrollfreaks – und genau deshalb perfekt für einen Roadtrip. Schichtkleidung ist dein bester Freund. Morgens beißt die Kälte ein wenig, mittags lacht die Sonne überraschend freundlich, nachmittags kommt der Wind um die Ecke und erinnert dich daran, wo du bist. Zwiebellook ist hier kein modischer Trend, sondern pure Überlebensstrategie. Ein guter Regenmantel und wirklich wasserfeste Schuhe sind Pflicht. Nicht optional. Der Regen taucht oft unangekündigt auf, bleibt kurz, intensiv – und verschwindet wieder, als wäre nichts gewesen. Mit der richtigen Ausrüstung bleibt die Stimmung stabil, selbst wenn der Himmel Drama probt.

Plane flexibel. In Nordirland ist das Wetter der heimliche Reiseleiter. Manchmal gewinnt es die Tagesplanung, manchmal du. Beides ist okay. Wenn es regnet, gehst du nicht verloren – du gehst in den Pub. Oder ins Café. Oder beides. Diese Orte sind keine Notlösungen, sondern Teil der Reise: warm, herzlich, ein bisschen rau, genau richtig nach einer windigen Küstenstraße.

Vergiss die Kamera nicht. Die Lichtwechsel sind spektakulär, die Wolken spielen Theater, und jede Kurve fühlt sich an wie ein neues Bühnenbild. Perfekte Bedingungen für Bilder, die mehr erzählen als Postkartenidylle – ehrlicher, kantiger, nordirischer.

Fazit – der Herbst als perfekter Reisebegleiter:

Nordirland im Herbst ist unberechenbar. Und genau das macht es so großartig. Das Wetter ist kein Hindernis, sondern Mitspieler. Es formt die Landschaft, schärft die Sinne und schenkt dir Momente, die sich nicht planen lassen. Ich habe gelernt, dem Wetter hier nicht zu misstrauen, sondern es einzuladen. Also pack Regenjacke und Sonnenbrille ein, lass Erwartungen zu Hause – und fahr los. Nordirland kümmert sich um den Rest.

Die Flugverbindungen von Deutschland nach Irland sind vielfältig und gut ausgebaut, da es zahlreiche Direktflüge zwischen den beiden Ländern gibt.

Michael Lieder | Reiseblog24

Flugverbindungen ab Deutschland

Deutschland bietet gute Direktflugverbindungen nach Irland, insbesondere nach Dublin. Flugzeiten sind relativ kurz, und die Qualität des Fluges hängt von der gewählten Airline ab. Gepäckregelungen sind besonders bei Low-Cost-Carriern streng, und Reisende sollten sich über eventuelle Zusatzgebühren informieren. Die meisten Flüge bieten praktische Ankunftszeiten, und es ist empfehlenswert, eine Reiseversicherung abzuschließen, um unvorhergesehene Kosten zu vermeiden.

Die meisten Flüge gehen zum Dublin Airport, dem größten Flughafen Irlands. Andere Flughäfen wie Cork und Shannon werden seltener direkt angeflogen. Die durchschnittliche Flugzeit zwischen Deutschland und Irland beträgt:

  • Von Berlin oder München nach Dublin: etwa 2,5 Stunden
  • Von Frankfurt oder Hamburg nach Dublin: etwa 2 Stunden
  • Flüge in den Süden Irlands (z.B. nach Cork) können etwas länger dauern, aber meist nicht mehr als 3 Stunden.

Freiheit mit dem Mietwagen

Wenn du planst, in Irland einen Mietwagen zu nehmen, kannst du das Land in deinem eigenen Tempo erkunden und hast die Freiheit, auch abgelegene Orte zu entdecken, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwer erreichbar sind.

Mietwagenpreise können stark schwanken, insbesondere in der Hauptreisezeit zwischen Juni und August. Wenn du Geld sparen möchtest, ist es ratsam, den Mietwagen so früh wie möglich zu buchen. Schau dir verschiedene Anbieter an und vergleiche die Preise online. Denke auch daran, dass zusätzliche Kosten für Versicherungen, Jungfahrergebühren oder Einwegmieten anfallen können.

Ein Mietwagen in Irland bietet dir die Möglichkeit, die atemberaubende Landschaft, wie die Cliffs of Moher, den Ring of Kerry oder den Giant's Causeway in Nordirland, ganz in deinem eigenen Rhythmus zu erleben.

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Infos rund um den Aufenthalt

Eine Reise nach Nordirland im Herbst ist ein besonderes Erlebnis, da die Landschaft und das kulturelle Angebot zu dieser Jahreszeit eine einzigartige Atmosphäre schaffen. Hier sind 10 interessante Fakten, die deine Reise inspirieren könnten.

Farbenspiel der Natur

Im Herbst erstrahlen die Wälder Nordirlands in leuchtenden Rottönen, Orange und Gelb. Besonders spektakulär ist der Glenariff Forest Park, wo Wanderwege durch malerische Herbstlandschaften führen.

Milde Temperaturen aber viele Regentage

Der Herbst in Nordirland ist milder als in anderen nördlichen Regionen. Mit Temperaturen um 10-15 Grad Celsius kannst du auch im Oktober oder November angenehm wandern und die Natur genießen.

Weniger Touristen

Die Hochsaison für den Tourismus ist vorbei, was bedeutet, dass Sehenswürdigkeiten wie der Giant’s Causeway oder die Dark Hedges weniger überlaufen sind. Du kannst diese Orte in Ruhe erkunden.

Traditionelle Herbstfeste

Halloween, das ursprünglich aus Irland stammt, wird in Derry/Londonderry mit einem großen Festival gefeiert. Es gilt als eines der besten Halloween-Feste Europas, mit Paraden, Feuerwerken und Gruseltouren.

Whiskey-Touren

Im Herbst bietet sich eine wärmende Whiskey-Verkostung in einer der historischen Destillerien an, wie der Bushmills Distillery, die zu den ältesten der Welt gehört. Der Geschmack des Whiskeys ist in der kühlen Herbstluft besonders intensiv. Ich habe mich geopfert und ein Whiskey Tasting bei Busmills gemacht, das kann ich nur empfehlen, es ist sehr beeindruckend zu sehen wie der Whiskey hergestellt wird der bei uns im Regal landet.

Stürmische Küstenlandschaften

Der Herbst bringt manchmal dramatische Wetterumschwünge, die die Küsten Nordirlands in ein wildes und faszinierendes Schauspiel verwandeln. Orte wie der Giant's Causeway oder die Carrick-a-Rede-Hängebrücke bieten in dieser Jahreszeit atemberaubende Aussichten auf den Atlantik. Das sollte auf jeden Fall bei der Auswahl der Reisegarderobe berücksichtigt werden, neben windfesten Sachen sollte auch regenabweisende Kleidung mit dabei sein.

Herbstliches Comfort Food

Die traditionelle irische Küche passt perfekt zum Herbst: Gerichte wie Irish Stew, Soda Bread und Kartoffelsuppe wärmen nach einem Tag in der frischen Herbstluft und lassen dich die herzliche Gastfreundschaft Nordirlands spüren.

Meine Empfehlungen (*), hier habe ich gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht....