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Thailand Auszeit (Sabbatical)

Chiang Mai die malerische Umgebung

Chiang Mai macht es leicht, anzukommen – und schwer, wieder loszulassen. Goldene Tempel blitzen zwischen Garküchen und Cafés, die Bergluft fühlt sich an wie ein leiser Neustart. Die Altstadt taugt perfekt als Basis: morgens Räucherstäbchen statt Wecker, abends Nachtmärkte, die wirklich liefern (ja, auch kulinarisch). Dazwischen ein Tagesausflug zu ethischen Elefantenschutzprojekten – erdet mehr als jede Yoga-App. Und wenn man glaubt, alles gesehen zu haben, sitzt man plötzlich mit Mango Sticky Rice da und merkt: Genau

Reiseblog24 | Chiang Mai die malerische Umgebung

Chiang Mai, weiter geht es hoch im Norden Thailands

Zum Durchatmen. Zum Nachdenken – oder eben zum bewussten Nicht-Nachdenken

Chiang Mai war nie als Flucht gedacht. Und doch fühlt es sich genau so an. Weg vom Dauerrauschen, von Kalendern, die wichtiger sind als Sonnenaufgänge, von To-do-Listen, die selbst im Urlaub nicht leiser werden. **Chiang Mai** liegt im Norden Thailands wie ein freundlicher Gegenentwurf zum Alltag: etwas ruhiger, etwas grüner, etwas ehrlicher. Kein Ort, der sich aufdrängt – eher einer, der wartet.

Diese Reise ist kein klassischer Trip mit Häkchenliste. Sie ist eine Auszeit. Ein Sabbatical im Kopf, manchmal auch im Körper. Chiang Mai bietet dafür genau den richtigen Rahmen: Tempel, die nicht beeindrucken wollen, sondern beruhigen. Gassen, in denen man sich verlaufen darf, ohne etwas zu verpassen. Und Berge am Horizont, die still daran erinnern, dass die Welt größer ist als der eigene Terminkalender.

Hier beginnt der Tag nicht mit Hektik, sondern mit Kaffee irgendwo zwischen Straßenküche und Hinterhof. Abenteuer fühlt sich in Chiang Mai nicht laut an. Es ist leise, fast unauffällig. Es steckt im Gespräch mit Fremden, die plötzlich vertraut wirken. In Mopedausflügen ins Umland, bei denen der Plan irgendwann egal wird. Und manchmal auch im bewussten Nichtstun – was erstaunlich anstrengend sein kann, wenn man es nicht gewohnt ist.

Natürlich ist Chiang Mai kein perfekter Sehnsuchtsort. Auch hier gibt es Trubel, Touristen, Widersprüche. Aber genau das macht es ehrlich. Diese Stadt tut nicht so, als wäre sie ein Postkartenmotiv. Sie ist ein Zwischenraum. Zum Ankommen. Zum Durchatmen. Zum Nachdenken – oder eben zum bewussten Nicht-Nachdenken.

Diese Station der Reise ist deshalb weniger ein Ziel als ein Zustand. Eine Einladung, langsamer zu werden. Mit ein wenig Mitgefühl für sich selbst. Mit Abenteuerlust, die nicht schreit, sondern lächelt. Und mit der leisen Hoffnung, dass man von hier nicht nur mit Fotos zurückkehrt, sondern mit etwas mehr Gelassenheit im Gepäck.

Thema: Thailand Auszeit (Sabbatical)
Autor: Michael Lieder
Aktualisiert: 22. Januar 2026
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Thailand Auszeit (Sabbatical)
Namtok Bua Tong (Sticky Waterfalls)
Der Weg ist (nicht) das Ziel

Der Namtok Bua Tong, der unter dem Namen Sticky Waterfalls bekannt ist, ist kein Ort, an dem man laut um Aufmerksamkeit bitten muss. Eher einer, der leise winkt – und genau deshalb so hängen bleibt. Ein unaufgeregter Naturpark, ein echter Insider-Tipp rund um Chiang Mai, der ohne Eintrittsdrama, Zeitfenster oder Instagram-Gedränge auskommt. Man kommt an, zieht die Schuhe aus – und der Rest passiert von selbst.

Eine geführte Tour? Kann man machen. Das muss man aber nicht. Der Reiz liegt gerade darin, den Weg selbst zu nehmen. Roller oder Mietwagen reichen völlig, die Strecke ist entspannt und in gut anderthalb Stunden erledigt. Und sobald die letzten Stadtgrenzen verschwinden, beginnt der eigentliche Film: Grün statt Grau, Kurven statt Kalender. Die Landschaft übernimmt das Steuer, der Kopf schaltet langsam in den Urlaubsmodus. Badesachen einpacken, etwas Neugier dazu – fertig ist der Plan.

Der Name „Sticky Waterfall“ ist übrigens keine Marketingidee, sondern ziemlich wörtlich zu nehmen. Das kalkhaltige Gestein fühlt sich rau an, fast klebrig, und macht das Unmögliche möglich: Wasserfälle hinaufklettern, ohne akrobatische Vorkenntnisse. Abenteuer, aber mit Sicherheitsnetz. Rutschfestes Staunen inklusive.

Auf halber Strecke wartet eine Pause, die man nicht planen kann – sie passiert einfach. Am Straßenrand steht plötzlich ein Flugzeug der Air Diamond. Daneben ein Haus auf dem Kopf, alte Maschinen, Autos aus allen Jahrzehnten. Kein Museum, kein Konzept, keine Erklärungstafeln. Eher ein Sammelsurium aus Ideen, die jemand einfach umgesetzt hat. Charmant chaotisch. Thailand eben. Gerade an diesem Punkt wird deutlich: Der Weg mag zwar nicht das Ziel an sich darstellen, er ist jedoch dessen unabdingbarer Bestandteil. Wer nur ankommt, verpasst die halbe Geschichte. Wer sich treiben lässt, bekommt mehr als einen Wasserfall. Nämlich einen dieser Tage, die leise bleiben, aber lange nachwirken.

Namtok Bua Tong (Sticky Waterfalls)

Der Namtok Bua Tong ist nicht einfach nur ein schöner Wasserfall – er ist ein kleines Naturwunder mit Aha-Effekt. Schon beim ersten Blick wirkt alles fast zu perfekt: helle, beinahe weiße Felsen, tiefgrüner Dschungel und dazwischen Wasser, das nicht stürzt, sondern fließt. Sanft. Ruhig. Und irgendwie unwirklich. Das eigentliche Highlight kommt aber erst mit dem ersten Schritt ins Wasser. Oder besser: auf den Felsen. Denn hier darf – und soll – man klettern. Hoch und runter. Ganz ohne Kletterausrüstung, Heldenpose oder Lebensversicherung. Die extrem kalkhaltige Quelle hat über Jahre hinweg eine dicke, hellgraue Kalkschicht gebildet, die für erstaunlich viel Halt sorgt. Genau deshalb trägt der Wasserfall seinen Namen: *Sticky Waterfall*. Klebrig im besten Sinne.

Auf knapp 200 Metern Höhe haben sich mehrere Kaskaden gebildet, die in drei große Absätze unterteilt sind. Durch den Kalküberzug wirkt der gesamte Wasserfall fast weichgezeichnet, als hätte jemand den Kontrastregler zu weit runtergedreht. Nichts fällt hier senkrecht in die Tiefe, alles gleitet, schmiegt sich, fließt. Ein Anblick, der eher beruhigt als spektakulär sein will – und genau darin liegt seine Stärke. Rund um den Wasserfall führen verschiedene Wanderwege durch den Dschungel. Holztreppen und Podeste verbinden die Terrassen miteinander, sodass man sich treiben lassen kann: mal klettern, mal schauen, mal einfach stehen bleiben und zuhören. Vögel, Wasser, Blätter. Mehr braucht es nicht.

Für mich ist der Bua Tong Wasserfall einer der absoluten Höhepunkte in der Umgebung von Chiang Mai. Ich war ehrlich begeistert. So etwas hatte ich vorher noch nie gesehen. Dieses spielerische Klettern, dieses Staunen über die Natur, dieses Gefühl, Teil der Landschaft zu sein – ohne Absperrband und Warnschild. Ein Ort, der nicht laut beeindruckt, sondern still hängen bleibt. Und genau deshalb lange wirkt.

Auf einer Chiang Mai Rundreise darf er nicht fehlen

Doi Inthanon Nationalpark

Der Berg, der dem Nationalpark seinem Namen gegeben hat, Doi Inthanon ist, mit 2565 m Höhe, der höchste Berg des Landes und wird oft auch das Dach Thailands genannt. Erhabene Wasserfälle, pittoreske Wanderwege durch den Dschungel und abgeschiedene Bergdörfer zeichnen den 482 km² großen Naturpark aus.

Man sollte den Doi Inthanon Nationalpark in Form einer privaten Thailand Rundreise oder eines Tagesausfluges besuchen. Dadurch erhält man Insiderwissen, muss sich um nichts kümmern, aber bleibt ohne weitere Teilnehmer dennoch flexibel. Alternativ nimmt man sich einen Mietwagen in Chiang Mai, mit dem Roller ist die Anreise recht lang und nicht zu empfehlen. Die Anreise zum Gipfel ist an einem großen Parkplatz am Scheitelpunkt des Berges, hier kann ich links hinten das kleine Café empfehlen, der Bio-Kaffee der hier frisch gebrüht in verschiedensten Varianten angeboten wird ist fantastisch.

Je nach Saison leuchten die malerischen Reisterrassen des Bergdorfes Mae Klang Luang in saftig grünen oder golden Farben. Insbesondere bei Einheimischen, die ein anderes Klima gewohnt sind, ist der Nationalpark mit kühlen Temperaturen sehr beliebt. Als ich am höchsten Punkt meiner Reise angekommen bin, war der Berg in kühlende Nebel gehüllt und hat mir gezeigt wie es zu Hause wieder sein könnte. Im Dorf Mae Klang Luang wohnt das Bergvolk der Pgagan Yaw (auch Karen Sakor genannt). Seit 1870 leben Karen in diesem Dorf. Ursprünglich wahrscheinlich aus Tibet und der Wüste Gobi kamen sie über Burma, wo sie über Jahrhunderte gelebt hatten, bevor sie in die heutige Region Nordthailands zogen. Die Reisfelder um die Dörfer der Region und die Wasserbüffel sind schon eine sehr sehenswerte Kombination.

Nicht vorbeikommt man neben den herrlichen Wäldern und Wasserfällen an Phra Mahathat Naphamethanidon und Nophamethanidon. Diese beiden Pagoden sind ein paar Kilometer vor dem Gipfel zu finden und sind moderne Gedenkstätten, die in einer üppigen Park- und Gartenanlage liegen. Leider konnte ich wegen des Wetters die Aussicht nur bedingt genießen. 

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Thailand, das ideale Reiseziel

Hier sind 10 gute Gründe, warum eine Reise nach Thailand fast immer eine richtige Entscheidung ist – und warum es sich lohnt, sich wirklich auf dieses Land einzulassen:

Thailand empfängt dich mit echter Herzlichkeit

Freundlichkeit ist hier kein Marketingbegriff. Lächeln, Hilfsbereitschaft und ehrliches Interesse an Menschen gehören zum Alltag.

Das Land funktioniert – auch wenn nicht alles perfekt ist

Transport, Essen, Unterkünfte: Selbst abseits der Touristenrouten kommt man erstaunlich unkompliziert zurecht.

Du bestimmst dein Tempo selbst

Thailand lässt dir die Wahl: Abenteuer oder Hängematte, Großstadt oder Dorf, Action oder Stille. Alles geht, nichts muss.

Essen ist hier kein Nebenschauplatz

Straßenküche, Märkte, kleine Garküchen – Essen ist Kultur, Begegnung und Lebensfreude in einem.

Natur in allen Varianten

Traumstrände, Dschungel, Berge, Nationalparks, Inseln – kaum ein Land bietet so viel Abwechslung auf vergleichsweise kurzer Distanz.

Thailand erdet

Der Blick auf das Wesentliche kommt hier fast automatisch. Weniger Besitz, mehr Leben. Weniger Tempo, mehr Moment.

Alleine reisen fühlt sich hier richtig an

Thailand ist eines der besten Länder, um allein unterwegs zu sein – sicher, offen, verbindend.

Du lernst Gelassenheit

Dinge dauern manchmal länger. Und genau darin liegt eine Lektion, die man mit nach Hause nimmt.

Begegnungen bleiben hängen

Gespräche mit Einheimischen, Mitreisenden, Zufallsbekanntschaften – vieles ist flüchtig, manches überraschend tief.

Thailand verändert Perspektiven

Wer sich wirklich einlässt, reist nicht nur durch ein Land, sondern auch ein Stück durch sich selbst.


Kurz gesagt: Thailand ist kein Ziel, das man „abhakt“.

Es ist ein Land, das etwas mit einem macht – leise, nachhaltig und oft genau dann, wenn man es am wenigsten erwartet.

Michael Lieder | Reiseblog24

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