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Sulawesi

Sulawesi unsere Reiseroute

Sulawesi belohnt alle, die bereit sind, langsamer zu reisen. Mit Staub auf der Straße, Zeit im Herzen und der leisen Einsicht, dass man nie alles sehen kann – aber genau genug, um bleiben zu wollen. Wer hier unterwegs ist, lernt Geduld nicht als Tugend, sondern als Geschenk kennen. Wege dauern länger, Pläne lösen sich auf, Begegnungen bleiben. Und genau darin liegt der Zauber dieser Insel: nicht im Abhaken von Orten, sondern im Ankommen – irgendwo zwischen Chaos, Herzlichkeit und diesem Gefühl, dass man eigentlich viel zu früh wieder geht.

Reiseblog24 | Sulawesi unsere Reiseroute

Mein Plan fürs Abenteuergefühl

Vieles bewusst offen lassen: Sulawesi belohnt Spontanität.
Route & Timing (realistisch planen)
  • Mindestens 2–3 Wochen, sonst hetzt du nur von Highlight zu Highlight.
  • Nord & Süd sind zwei unterschiedliche Welten – interne Flüge sparen Nerven.
  • Puffer-Tage einbauen: Wetter, Fähren, Straßen = Überraschungspaket.
Transport (Sulawesi ist kein „mal eben“-Ziel)
  • Fahrer/Auto ist oft entspannter als selbst fahren (Straßen + Verkehr + Navigation).
  • Mietwagen, auch wenn ich auf einen Fahrer hinweise, einige Strecken lohnen sich im eigenen Mietwagen.
  • Inlandsflüge früh buchen, gerade auf beliebten Strecken.
  • Roller nur, wenn du wirklich sicher bist – Asphalt kann plötzlich „Dekoration“ sein.
Unterkunft (ein Mix macht’s)
  • In Städten: zentral & praktisch.
  • In Naturregionen: homestays/lodges für echte Begegnungen.
  • Immer checken: Warmwasser, Moskitonetze, Stromausfälle – willkommen in der Realität.
Gesundheit & Sicherheit (vernünftig, nicht panisch)
  • Reiseapotheke: Durchfallmittel, Elektrolyte, Pflaster, Desinfektion, Mückenschutz (hochprozentig).
  • Mückenschutz ernst nehmen (lange Sachen abends, Repellent, ggf. Moskitonetz).
  • Reiseversicherung inkl. Rücktransport – klingt langweilig, ist aber Gold wert.
Thema: Sulawesi
Autor: Michael Lieder
Aktualisiert: 05. Januar 2026
22616 Aufrufe

Sulawesi
Indonesien

Sulawesi - Norden & Süden

Schon mit dem Flug nach Sulawesi entscheidest du, ob du die Insel von Norden in den Süden erkundest (Dann fliegst und startest du von Manado) oder vom Süden in den Norden (Dann fliegst und startest du von Makassar). Am besten ist es, wenn du via den einen Flughafen einreist und via den anderen ausreist. Da wir im Urlaub gerne unkompliziert und möglichst mobil unterwegs sein möchten, haben wir uns jeweils im Norden und Süden für einen Mietwagen entschieden. Leider gibt es momentan keine Möglichkeit der Einwegmiete, das wäre ideal, wenn man in Manado einen Mietwagen bekommt und diesen in Makassar wieder abgeben könnte.

In unserer Route (April/Mai) starten wir vom Norden und nach einer Rundreise geht es mit dem Flieger in den Süden. Möchtest du im Süden anfangen, musst du Route einfach nur von unten nach oben gehen. Wir haben insgesamt einen Aufenthalt von einem Monat geplant, dabei haben wir darauf geachtet, dass die An- und Abreise außerhalb unserer Aufenthaltsdauer auf Sulawesi fällt. So haben wir gute 4 Wochen zur Verfügung, dass das nicht für gesamt Sulawesi reicht war uns schnell klar.

Die meisten fahren wie wir nach Sulawesi, um ein Stück von dem unberührten und noch ursprünglichen Indonesien zu erfahren und gleichzeitig die unglaubliche Natur zu erkunden. Die beliebtesten Ziele derzeit sind die Bunaken Inseln, das Tana Toraja Hochland, die Togian Inseln und das Tangkoko Nature Reserve. 

Reiseroute

Start in Manado Ende in Makassar

Dieses Mal werden wir Sulawesi im
Norden und nach einem kurzen Flug
von Manado nach Makassar im Süden
besuchen.

Nord Sulawesi

Rundtour ab und bis Manado

Von Manado aus geht es ein
ein paar Tage nach Bunaken
und dann auf eine Rundreise
mit dem Mietwagen.

Süd Sulawesi

Ab und bis Makassar

Von Makassar aus geht es nach
Rammang Rammang und Toraja
dann weiter auf eine Rundreise
mit dem Mietwagen.

In vier Wochen ist eine komplette Umrundung von Sulawesi ohne Stress nicht möglich, deswegen haben wir unseren Aufenthalt in Nord und Süd Sulawesi aufgeteilt.

Michael Lieder | Reiseblog24

Mietwagen in Sulawesi

Abenteuer mit Lenkrad und leichtem Nervenzucken

Autofahren in Sulawesi ist… sagen wir: eine sehr direkte Form der Persönlichkeitsentwicklung. Laut Reiseberichten gibt es Straßen, die nicht nur Schlaglöcher haben, sondern teilweise gleich das komplette Konzept „Straße“ infrage stellen – absacken, einbrechen, verschwinden. Dazu kommt Überholen nach dem Motto: Wenn ich’s fühle, ist es richtig. Defensive Fahrweise ist hier keine Empfehlung, sondern eine Lebenseinstellung. Wenn du dir einen Mietwagen nimmst, wird oft zu einem größeren Fahrzeug mit Automatik geraten. Nicht, weil man damit besonders cool wirkt, sondern weil die Schlaglöcher teils so tief sein sollen, dass du sonst Gefahr läufst, deine Ölwanne in einem Paralleluniversum zu parken. Und in Städten ist Stop-and-Go praktisch der Grundzustand – du fährst also selten schnell, aber sehr häufig.

Das Spannende: Als Ausländer im Mietwagen bist du vielerorts eine kleine Attraktion. Du ziehst Aufmerksamkeit auf dich, manchmal neugierig, manchmal amüsiert, manchmal einfach nur nach dem Prinzip: „Was macht der denn hier?“ Das ist nicht zwingend unangenehm – nur eben ungewohnt. Sulawesi ist ehrlich. Auch im Straßenverkehr.

Und dann die LKWs. Der Tipp, mindestens 50 Meter Abstand zu halten, klingt erstmal übertrieben – bis man versteht, dass Ladung hier gelegentlich nicht als „fest verzurrt“, sondern als „ungefähr in der Nähe“ gilt. Abstand ist also keine Höflichkeit, sondern Selbstschutz.

Kurz gesagt: Ja – das hört sich nach einem richtigen Spaß an. So einem Spaß, bei dem man am Ende des Tages sehr dankbar ist, wenn man heil ankommt, und sich dann plötzlich über Dinge freut wie „funktionierende Stoßdämpfer“ und „ein Leben ohne Gegenverkehr auf der eigenen Spur“. Aber genau das ist Sulawesi auch: ein bisschen wild, ein bisschen fordernd – und verdammt echt.

Mietwagenrückgabe: Das war ein besonderes Erlebnis, keine Probleme, das sei schon mal vorab gesagt. Aber als wir an der Vermietstation in Makassar waren, wurde erst mal der Chef geholt - denn da will ein Ausländer einen Wagen zurück geben. Dann folgte noch nach der Frage wie unsere Reiseroute war erfurchtsvolles staunen bei den Mitarbeitern, als ich sie ihnen gezeigt habe.

Die Rückgabe des Mietwagens in Makassar war… besonders. Und zwar im besten Sinne. Vorab: keine Probleme, keine Diskussionen, kein Kleingedrucktes mit Überraschungseffekt. Aber das Erlebnis an sich war fast schon eine kleine Inszenierung.

Michael Lieder | Reiseblog24

Mietwagenrückgabe in Makassar

Applaus statt Übergabeprotokoll

Kaum standen wir an der Vermietstation, wurde erst einmal der Chef gerufen. Nicht wegen eines Schadens, nicht wegen einer Verspätung – sondern weil da ein Ausländer einen Wagen zurückgibt. Offenbar kein alltäglicher Vorgang. Während wir warteten, sammelten sich neugierige Blicke, höfliches Lächeln, ein leichtes Knistern in der Luft. Man merkte: Hier passiert gerade etwas Erwähnenswertes.

Dann kam die Frage, die alles veränderte: Wie unsere Reiseroute denn gewesen sei. Ich zeigte sie auf der Karte – Süden Pur, Küste, Landesinnere, Regenwald, zurück. Und plötzlich wurde aus Routine ehrfürchtiges Staunen. Mitarbeiter beugten sich über die Route, zeigten auf Orte, wechselten Blicke, nickten anerkennend. So nach dem Motto: Das seid ihr wirklich gefahren?

In diesem Moment war klar: Wir hatten Sulawesi nicht nur bereist, wir hatten es ernst genommen. Keine Kurzstrecke, kein Alibi-Ausflug, sondern echte Kilometer, echte Straßen, echte Geduld. Und genau das wurde uns hier, zwischen Schreibtisch und Autoschlüssel, still bestätigt. Die Schlüsselübergabe selbst war dann fast nebensächlich. Ein Lächeln, ein paar freundliche Worte, Respekt in den Augen. Kein offizieller Applaus – aber gefühlt war er da. Und selten hat sich eine Mietwagenrückgabe so sehr wie ein kleiner Ritterschlag angefühlt.

Sulawesi unterwegs zu zweit

Wie aus einer Idee ein gemeinsames Abenteuer wurde

Ich hatte es bereits angedeutet, deshalb jetzt ganz offen: Dieses Jahr bin ich auf Sulawesi nicht allein unterwegs. Sabine aus Berlin hat sich auf meinen Pinnwand-Eintrag bei einer Reiseplattform für Gleichgesinnte gemeldet – und manchmal reicht genau so ein Moment, damit aus einer Idee plötzlich ein echtes Projekt wird.

Nach einem kurzen Besuch und ersten Gesprächen in Berlin war schnell klar: Das passt. Kein großes Tamtam, kein Reise-Casting, sondern ehrliches Kennenlernen, Neugier und die gleiche Lust auf unterwegs sein. Also haben wir unsere Pläne zusammengelegt, Routen diskutiert, Zeitachsen verschoben und beschlossen, die Sulawesi-Reise gemeinsam anzugehen.

Ich freue mich wirklich darüber, Sabine kennengelernt zu haben. Nicht nur, weil Reisen zu zweit oft leichter sind, sondern weil sich schon in der Planungsphase gezeigt hat, wie wertvoll ein gemeinsamer Blick auf Karten, Ideen und Erwartungen ist. Mal pragmatisch, mal verträumt, mal mit gesundem Respekt vor dem Unbekannten – eine ziemlich gute Mischung für Indonesien.

Gemeinsam zu reisen, heißt nicht, immer einer Meinung zu sein. Es heißt, Entscheidungen zu teilen, Umwege zuzulassen und sich auch mal gegenseitig zu bremsen oder anzuschieben. Genau das fühlt sich für diese Reise richtig an.

Sulawesi wird kein Solo-Trip, sondern ein gemeinsames Abenteuer. Und allein diese Erkenntnis macht die Vorfreude größer – und die Planung schon jetzt zu einem Teil der Reise.

Die geplante Route im Norden

Unsere Reise startet in Manado der Hauptstadt von Nord Sulawesi. Von hier aus geht es ein paar Tage zum Entspannen, Schnorcheln, Tauchen und Inselerlebnis nach Bunaken. Danach geht es wieder zurück aufs Festland und wir starten unsere Rundreise mit dem Mietwagen. Ausgangs- und Zielpunkt ist hier wieder Manado. Der erste Teil der Reise führt uns weiter in den Norden immer entlang der Küstenstraße durch kleinere und größere Orte bis zum Tangkoko Naturreservat. Hier werden wir auch wieder einige Tage verbringen, um das Naturreservat und den Regenwald mit seinen Tieren zu erkunden. Wenn wir hier genug gesehen haben wollen wir weiter zum Lokon Mountain View und in das Landesinnere nach Tomohon. Hier wartet die Blumenstadt Tomohon mit seinem exotischen Markt auf uns. Neben Katze am Spieß werden gegrillte Hunde, Ratten, Fledermäuse und Schlangen angeboten. Aber die Gegend hat mehr zu bieten als diesen „Schreckens-Markt“, auf den die Stadt gerne reduziert wird. Anschließend verlassen wir das Landesinnere, nehmen noch ein wenig etwas von der Gegend und dem Regenwald mit und fliegen von Manado aus weiter nach Makassar. Für diese Rundtour haben wir circa 14 Tage Reisezeit eingeplant.

Unsere Highlights im Süden

Nach unserer Ankunft in Makassar werden wir ein paar Tage die südliche Inselhauptstadt erkunden und anschließend auch wieder mit dem Mietwagen zu einer gemütlichen Tour in das Landesinnere und an die Küste starten.

Noch weniger bekannt sind die nördlich von Makassar liegenden Karstberge von Rammang Rammang. Ein traumhaftes Idyll, zu dem man nur mit einem Holzboot durch dichten Mangroven- und Palmenwald hinfahren kann. Der Begräbnisfelsen von Suaya liegt ein wenig weiter und ist mit Rantapao unser nächstes Reiseziel. Die Umgebung rund um Rantapao bietet optimale Voraussetzungen für lange Roller- oder Wandertouren, vorbei an etlichen Toraja Häusern, Büffeln und Reisfeldern. Weiter geht es dann zu dem Tempe-See und anschließend gemütlich mit ein paar Abstechern wieder nach Makassar. Auch für diese Tour haben wir ca. 14 Tage eingeplant.

Unsere Rundreise

  • Reiseroute: inkl. Inlandsflug von Manado nach Makassar:  29 Tage   28 Orte 924 km auf der Straße mit dem Mietwagen

  • Reiseplanung: die Reiseplanung haben wir auch diesmal wieder über tripline.net vorgenommen, hier kann man hervorragend seine Reisen planen und auch mit mehreren Personen organisieren.

  • Zur Vorplanung der Unterkünfte haben wir eigentlich nur an den Eckpunkten, wo wir uns länger aufhalten würden, im Voraus über booking.com die Aufenthalte fest eingeplant. In unserem Fall sind, dass Manado, Bunaken National Maritime Park, Tangkoko Nature Reserve, Makassar und Rammang Rammang. Alles, was dazwischen ist, werden wir uns von dem Reiseverlauf inspirieren lassen und suchen uns Unterkünfte direkt vor Ort.

  • Vor Ort: Weiterhin werden wir vor Ort direkt Reiseleiter, Einheimische mit Ortskenntnissen, Ranger oder Reiseführer buchen, um in den Nationalparks, dem Regenwald oder auf den Inseln ein wenig mehr zu sehen als das, was Touristen sonst zu sehen bekommen.

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Fakten zu Sulawesi

Sulawesi ist eine der größten Inseln in Indonesien und liegt östlich von Borneo. Hier sind einige Reisefakten zu Sulawesi:

  • Geografie: Sulawesi hat eine ungewöhnliche geografische Form, die an einen Seestern erinnert. Die Insel ist von den Sulawesi-Meeren umgeben und besteht aus vier Halbinseln: Minahasa, Nord-, Ost- und Süd-Sulawesi.

  • Hauptstädte: Die Hauptstadt von Sulawesi ist Makassar auf der Halbinsel Süd-Sulawesi, während Manado die Hauptstadt von Nord-Sulawesi ist.

  • Ethnische Vielfalt: Sulawesi ist für seine ethnische Vielfalt bekannt. Es beherbergt verschiedene ethnische Gruppen, darunter die Bugis, Makassar, Toraja und Minahasa.

  • Kulturelle Sehenswürdigkeiten: Die Region Toraja in Sulawesi ist bekannt für ihre einzigartige Kultur und Traditionen, darunter aufwendige Bestattungsrituale und traditionelle Architektur.

  • Tauchen und Schnorcheln: Sulawesi bietet einige der besten Tauch- und Schnorchelplätze der Welt, insbesondere in den Gewässern um Bunaken und den Togian-Inseln. Die Unterwasserwelt ist reich an Korallenriffen und marinem Leben.

  • Nationalparks: Der Bunaken-Nationalpark vor der Küste von Manado und der Lore Lindu Nationalpark im Zentrum von Sulawesi sind bekannte Schutzgebiete mit einer beeindruckenden Artenvielfalt, sowohl an Land als auch im Wasser.

  • Essen: Die kulinarische Szene in Sulawesi ist vielfältig und spiegelt die verschiedenen ethnischen Gruppen wider. Die lokale Küche umfasst Gerichte wie Coto Makassar, einen würzigen Rindfleischeintopf, und Bubur Manado, einen Reisbrei mit verschiedenen Beilagen.

  • Religion: Sulawesi ist religiös vielfältig, wobei Islam, Christentum und animistische Glaubensrichtungen vertreten sind.

  • Verkehrsmittel: Die wichtigsten Verkehrsmittel auf Sulawesi sind Flugzeuge, Fähren und Busse. Die Infrastruktur variiert je nach Region, und Reisen zwischen den abgelegenen Gebieten können manchmal herausfordernd sein.

  • Naturwunder: Neben den Unterwasserattraktionen bietet Sulawesi auch beeindruckende Landschaften, darunter Berge, Seen und tropische Regenwälder.

Meine Empfehlungen (*), hier habe ich gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht....