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Thailand Auszeit (Sabbatical)

Der Khao Lak Nationalpark

Der Khao Lak Nationalpark überrascht mit angenehmer Zugänglichkeit und viel Ruhe. Die Anfahrt ist unkompliziert, Parkplätze finden sich sowohl vor als auch im Park – mit etwas Glück sogar im Schatten. Drinnen wartet kein überinszeniertes Naturtheater, sondern ehrlicher Dschungel, Wege, Wasser und dieses satte Grün, das sofort entschleunigt. Besonders unterwegs lohnt ein kurzer Stopp: versteckte Badestellen laden zum Abkühlen ein und wirken wie zufällig platziert. Fazit für die Planung: Badesachen einpacken. Wer sie vergisst, ärgert sich. Wer sie dabeihat, bleibt länger.

Reiseblog24 | Der Khao Lak Nationalpark

Thailand Auszeit (Sabbatical)

Abflug Richtung Fernweh, nach der langen Pause

So richtig hatte ich den Nationalpark von Khao Lak gar nicht auf dem Schirm. Er tauchte nicht auf meiner inneren To-do-Liste auf, nicht auf irgendwelchen Merkzetteln. Aufgefallen ist er mir ganz banal – während der Fahrt mit dem Auto zum Hotel. Ein Hinweisschild, viel Grün, dieser typische Moment von Moment mal… was ist das denn? Genau solche Zufallsfunde mag ich.

Natürlich wollte ich nicht einfach nur faul am Pool liegen. Dafür bin ich nicht hier. Also kurz recherchiert: wie groß, wie lang, wie schön, was muss man beachten, lohnt sich das überhaupt? Die Antworten waren eindeutig genug, um Neugier in Tatendrang zu verwandeln. Ziel war der Khao Lak–Lam Ru National Park.

Die Strecke dorthin war angenehm kurz, kein großer Aufwand, kein logistischer Kraftakt. Und wie so oft im Leben gilt: Wenn die Anfahrt entspannt ist, steigen die Erwartungen automatisch ein kleines bisschen. In den Rezensionen im Netz las ich fast ausschließlich positive Berichte. Viel Natur, wenig Trubel, gut machbar. Klingt immer gut – muss aber überprüft werden. Internetlob ist geduldig, eigene Erfahrungen sind es nicht.

Schon auf dem Weg wurde klar: Hier geht es nicht um spektakuläre Selfie-Spots oder durchgetaktete Besucherströme. Alles wirkt grüner, dichter, ursprünglicher. Kein Event, kein Lärm, keine Dauerbespaßung. Eher ein stilles Versprechen, dass hier draußen noch etwas anderes wartet als Liegestuhl und Cocktail.

Ich mag genau diese Momente. Wenn ein Ort nicht geplant war, sondern sich quasi selbst eingeladen hat. Wenn man nicht weiß, was einen erwartet – außer, dass man es erleben will. Der Nationalpark von Khao Lak fühlte sich genau so an: kein Pflichtpunkt, sondern eine spontane Entscheidung. Und oft sind es genau diese Entscheidungen, die später hängen bleiben.

Thema: Thailand Auszeit (Sabbatical)
Autor: Michael Lieder
Aktualisiert: 19. Januar 2026
14536 Aufrufe

Thailand Auszeit (Sabbatical)
Durch den Wald an der Küste entlang

– klein, aber fein

Der Khao Lak–Lam Ru National Park ist klein, übersichtlich – und genau deshalb so angenehm. Mit dem Auto ist er hervorragend zu erreichen, direkt vor und im Park gibt es ausreichend Parkplätze. Mit etwas Glück erwischt man sogar einen im Schatten, was bei den Temperaturen durchaus als kleines Erfolgserlebnis durchgeht.

Mein ganz klarer Tipp: Badesachen einpacken. Wirklich. Entlang des Weges gibt es mehrere wunderschöne Badestellen, die sich perfekt für eine Abkühlung eignen. Der Eintrittspreis für Ausländer liegt bei 200 Baht, Einheimische zahlen 20 Baht. Ja, das ist ein Unterschied. Und ja, für umgerechnet rund 5,50 Euro bekommt man hier locker ein komplettes Abendessen. Aber ganz ehrlich: Für das, was man hier geboten bekommt, ist das absolut fair investiert.

Der Nationalpark selbst ist logisch und unkompliziert aufgebaut. Im Eingangsbereich stehen ein paar Hütten, ein kleines Restaurant sowie die Parkplätze. Weiter unten gibt es Übernachtungsmöglichkeiten und sogar einen Campingbereich – entweder für das eigene Zelt oder für feste Zeltunterkünfte. Toiletten sind ausreichend vorhanden und erfreulich gepflegt. Ein Detail, das man unterwegs sehr zu schätzen weiß. Und wo wir gerade dabei sind: Bei Hitze unbedingt an genügend Wasser denken.

Apropos Hitze: Als ich dort unterwegs war, zeigte das Thermometer 39 Grad in der Sonne. Klingt brutal – ist es auch. Zum Glück schützt das dichte grüne Blätterdach im Wald ziemlich gut. Immer wieder öffnen sich kleine Stellen, an denen man den Blick aufs Meer freigibt und eine leichte Brise vom Wasser herüberweht. Diese Momente fühlen sich an wie eine kleine Belohnung zwischendurch.

Auch wenn die eigentliche Runde nur etwa zwei Kilometer lang ist, sollte man sich Zeit nehmen. Anderthalb bis zwei Stunden sind realistisch – mit Badepausen entsprechend länger. Und genau das ist der Punkt: Hier geht es nicht ums Durchmarschieren, sondern ums Gehen, Schauen, Anhalten.

Kein spektakulärer Nationalpark, kein Pflichtprogramm. Aber ein wunderbarer Ort, um Natur, Küste und Bewegung entspannt miteinander zu verbinden. Klein, ruhig – und genau richtig.

Michael Lieder | Reiseblog24

Kein großer Park. Keine spektakulären Superlative. Aber ein Ort, der zeigt, wie intensiv Natur sein kann, wenn man ihr Raum lässt – und sich selbst ein bisschen Zeit.

Michael Lieder | Reiseblog24
Als wäre man miniaturisiert durch seine Zimmerpflanzen unterwegs – Natur pur

Am Eingang des Khao Lak National Park gibt es eine kleine Übersichtskarte zum Mitnehmen. Unspektakulär, aber extrem hilfreich. Sie sorgt dafür, dass man sich sofort orientieren kann – und dann einfach losläuft. Der Wanderweg führt zu Beginn der Tour immer in Sichtweite des Meeres entlang. Hinter jeder Biegung wartet etwas Neues. Ein anderer Blickwinkel, eine andere Pflanze, ein anderes Licht. Ich hatte mehrfach das Gefühl, als würde ich miniaturisiert durch meine eigenen Zimmerpflanzen laufen. Nur eben in echt. Hier sieht man, wie diese Grüngewächse aussehen können, welche Formen sie annehmen und welche Blüten sie entwickeln, wenn man sie einfach wachsen lässt – ohne Blumentopf, ohne Fensterbank, ohne Limits. Der Weg selbst ist naturbelassen. Und das ist wörtlich zu nehmen. Kein Komfort, keine glattgebügelten Pfade. Teilweise ist der Verlauf nur schwer zu erkennen, weil sich der Dschungel Zentimeter für Zentimeter zurückholt. An besonders kniffligen Stellen helfen gespannte Halteleinen, um sicher voranzukommen. Genau das macht den Reiz aus. Es fühlt sich echt an, unverstellt, nicht inszeniert.

Was mich besonders beeindruckt hat: die Ruhe. Auf dem gesamten Rundweg bin ich vielleicht vier oder fünf Menschen begegnet. Mehr nicht. Dadurch kann man die Natur viel intensiver wahrnehmen. Die unzähligen Grüntöne, die feuchte Erde, der Geruch von Pflanzen, das Zirpen, Rascheln, Rufen. Alles wirkt näher, lauter und gleichzeitig beruhigend.

Wichtig und fairerweise zu sagen: Dieser Weg ist nicht geeignet für Menschen mit Handicap, Kinderwagen oder Rollstühle. Wer hier unterwegs ist, sollte gut zu Fuß sein und Trittsicherheit mitbringen.

Für alle, die – so wie ich fast – vergessen haben, ausreichend Wasser mitzunehmen: Im zweiten Drittel des Weges gibt es direkt an einem Strand eine kleine Hütte. Dort sitzt ein Park Ranger, der nicht nur den Strand im Blick hat, sondern auch Getränke verkauft. Ein eiskaltes Getränk an diesem Punkt fühlt sich ehrlich gesagt nach purem Luxus an. Nach der letzten Bucht geht es dann bergauf in Richtung Ausgang. Der liegt allerdings nicht beim Eingang des Nationalparks. Zurück zum Startpunkt läuft man noch etwa einen Kilometer entlang der Straße.

Ein unerwarteter Abstecher
– Lost Place am Straßenrand

Eigentlich hatte ich mich schon damit abgefunden, auf dem Rückweg entlang der Hauptstraße wieder bis zum Eingang des Parks zu laufen, um dort mein Auto aufzugabeln. Das gehört manchmal einfach dazu. Was ich allerdings überhaupt nicht auf dem Schirm hatte – und ich gebe offen zu, beim Vorbeifahren auch nicht gesehen habe – war dieser Ort. Direkt am Straßenrand: ein ehemaliger, verlassener Kletterpark. Ein Lost Place. Offen. Still. Und genau deshalb unfassbar einladend. Also Kamera raus, Gedanken an Zeitpläne über Bord geworfen und rein in dieses kleine, vergessene Abenteuerparadies.

Wenn ich die zurückgelassenen Briefe richtig deute, ist dieser Ort seit Jahren verlassen. Post liegt noch immer auf einem Silbertablett an der Theke. Ungeöffnet. Staubig. Skurril. Es fühlt sich an, als hätte hier jemand eines Abends einfach das Licht ausgemacht, die Tür nicht abgeschlossen und wäre nie zurückgekehrt. Das letzte Bier steht noch herum, die letzte Lieferung kam offenbar an – und blieb liegen. Zeit konserviert auf thailändisch. Man kann sich hier ohne große Hindernisse umsehen, vorsichtig natürlich. Überall finden sich spannende Fotomotive. Verfall, der nicht brutal wirkt, sondern leise. Kein Vandalismus, kein Chaos. Eher dieses stille „Hier war einmal Leben“. Holz, Seile, Schilder, Theke – alles wartet, ohne zu wissen worauf.

Diese kleinen Orte erzählen oft mehr als große Sehenswürdigkeiten. Sie lassen Raum für eigene Gedanken, für Interpretationen. Warum wurde aufgegeben? Wann genau? Und warum so plötzlich? Antworten gibt es keine. Und vielleicht ist genau das der Reiz. Eine seltsame, fast unwirkliche Welt direkt am Straßenrand. Kein Highlight im Reiseführer, kein offizieller Stopp – aber definitiv ein Moment, der hängen bleibt. Wer so etwas entdeckt, sollte mit Respekt und Vorsicht hineingehen. Und dann einfach wirken lassen.

Manchmal findet man die spannendsten Orte genau dann, wenn man glaubt, eigentlich schon auf dem Heimweg zu sein.

Michael Lieder | Reiseblog24
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Thailand, das ideale Reiseziel

Hier sind 10 gute Gründe, warum eine Reise nach Thailand fast immer eine richtige Entscheidung ist – und warum es sich lohnt, sich wirklich auf dieses Land einzulassen:

Thailand empfängt dich mit echter Herzlichkeit

Freundlichkeit ist hier kein Marketingbegriff. Lächeln, Hilfsbereitschaft und ehrliches Interesse an Menschen gehören zum Alltag.

Das Land funktioniert – auch wenn nicht alles perfekt ist

Transport, Essen, Unterkünfte: Selbst abseits der Touristenrouten kommt man erstaunlich unkompliziert zurecht.

Du bestimmst dein Tempo selbst

Thailand lässt dir die Wahl: Abenteuer oder Hängematte, Großstadt oder Dorf, Action oder Stille. Alles geht, nichts muss.

Essen ist hier kein Nebenschauplatz

Straßenküche, Märkte, kleine Garküchen – Essen ist Kultur, Begegnung und Lebensfreude in einem.

Natur in allen Varianten

Traumstrände, Dschungel, Berge, Nationalparks, Inseln – kaum ein Land bietet so viel Abwechslung auf vergleichsweise kurzer Distanz.

Thailand erdet

Der Blick auf das Wesentliche kommt hier fast automatisch. Weniger Besitz, mehr Leben. Weniger Tempo, mehr Moment.

Alleine reisen fühlt sich hier richtig an

Thailand ist eines der besten Länder, um allein unterwegs zu sein – sicher, offen, verbindend.

Du lernst Gelassenheit

Dinge dauern manchmal länger. Und genau darin liegt eine Lektion, die man mit nach Hause nimmt.

Begegnungen bleiben hängen

Gespräche mit Einheimischen, Mitreisenden, Zufallsbekanntschaften – vieles ist flüchtig, manches überraschend tief.

Thailand verändert Perspektiven

Wer sich wirklich einlässt, reist nicht nur durch ein Land, sondern auch ein Stück durch sich selbst.


Kurz gesagt: Thailand ist kein Ziel, das man „abhakt“.

Es ist ein Land, das etwas mit einem macht – leise, nachhaltig und oft genau dann, wenn man es am wenigsten erwartet.

Michael Lieder | Reiseblog24

Meine Empfehlungen (*), hier habe ich gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht....