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Sulawesi

Autofahren und Mietwagen in Sulawesi

Sulawesi wirkt wie Indonesiens „vergessene Perle“ – nicht, weil sie klein oder leise wäre, sondern weil sie sich dem Massentourismus ziemlich konsequent entzieht. Genau das macht den Reiz aus: dramatische Landschaften, herzliche Begegnungen, Kultur mit Ecken und Kanten. Und ja: Ein Mietwagen klingt nach Freiheit pur – ist es auch, nur eben auf Sulawesi-Art.

Reiseblog24 | Autofahren und Mietwagen in Sulawesi

Der Weg ist das Ziel...

Wer selbst fährt, taucht tiefer ein.

Wer selbst fährt, taucht tiefer ein. Man hält an, wo die Karte nichts hergibt, rollt durch Dörfer, entdeckt Märkte, Reisfelder, Küstenstreifen. Gleichzeitig sollte klar sein: Straßen sind nicht „Europa-Standard“, Etappen dauern oft viel länger als gedacht, und ein weggespülter Hang kann den Tag spontan umschreiben. Planung hilft – aber Flexibilität rettet die Nerven. Mit dem Mietwagen erkundest du die Insel auf eigene Faust und tauchst tief in die Seele dieses magischen Ortes ein.

Kurz gesagt: Mietwagen in Sulawesi ist Abenteuer mit Lenkrad. Wer Geduld, Puffer und eine Prise Humor einpackt, bekommt dafür echte Nähe zur Insel – und Geschichten, die keine Pauschalroute liefert.

Freiheit und Flexibilität: Ein Mietwagen schenkt dir die Freiheit, deine Reiseroute selbst zu gestalten. Abseits der ausgetretenen Pfade entdeckst du versteckte Dörfer, einsame Strände und vergessene Tempel. Spontane Stopps an Orten, die dein Herz berühren, sind jederzeit möglich.

Informiere dich vor deiner Reise über die aktuelle Sicherheitslage in Indonesien. Beachte die Straßenverkehrsregeln und fahre umsichtig. Vermeide es, nachts allein unterwegs zu sein.

Sulawesi mit dem Mietwagen – ein unvergessliches Abenteuer erwartet dich!

Tipp: Plane deine Reiseroute im Voraus, aber sei offen für spontane Abstecher. So erlebst du Sulawesi am intensivsten.

Thema: Sulawesi
Autor: Michael Lieder
Aktualisiert: 07. Januar 2026
17634 Aufrufe

Sulawesi

Sulawesi ist die größte Insel Indonesiens außerhalb von Java – und eine der vielseitigsten. Atemberaubende Landschaften, unterschiedlichste Kulturen und eine Tierwelt, die man so kein zweites Mal findet. Klingt nach Roadtrip, oder? Ist es auch. Allerdings einer, der Vorbereitung, Geduld und ein gewisses Maß an Gelassenheit verlangt. Denn Sulawesi ist nicht nur schön, sondern auch straßentechnisch anspruchsvoll.

Mietwagen sind Mangelware

Mietwagen gibt es vor allem in den größeren Städten wie Manado, Makassar oder Palu. Die Auswahl ist vorhanden, aber nicht grenzenlos – und genau das ist der Punkt. Spontan vor Ort etwas Passendes zu finden, kann funktionieren, muss es aber nicht. Gerade in der Hochsaison wird es schnell eng. Preislich bewegen sich Mietwagen je nach Anbieter und Fahrzeugtyp meist zwischen 20 und 50 Euro pro Tag. Entscheidend ist weniger der letzte Euro als die Seriosität des Anbieters. Mietbedingungen sollten genau gelesen werden, insbesondere Versicherung, Selbstbeteiligung und Zustand des Fahrzeugs. Sulawesi verzeiht technische Schwächen nur selten.

Eine klare Empfehlung: den Mietwagen bereits von Deutschland aus buchen. Die Erfahrung zeigt, dass das nicht nur entspannter ist, sondern auch transparenter. Die Reservierung über booking.com lief problemlos, zuverlässig und ohne böse Überraschungen. Die Fahrzeuge – in diesem Fall Toyota Avensis – waren in einem nahezu neuwertigen Zustand, gepflegt und absolut roadtrip-tauglich.

Der lokale Anbieter hinter den Buchungen war TRAC Astra, ein etablierter Name in Indonesien. Die Preise lagen bei etwa 46 Euro pro Tag, inklusive Vollkaskoversicherung. Kein Schnäppchen, aber fair – und vor allem beruhigend, wenn man bedenkt, was Sulawesis Straßen manchmal bereithalten.

Unterm Strich gilt: Ein Mietwagen auf Sulawesi ist Freiheit pur, aber keine spontane Idee. Wer vorbereitet startet, mit realistischen Erwartungen und einem soliden Fahrzeug, wird mit unvergesslichen Strecken, großartigen Ausblicken und genau der Art von Abenteuer belohnt, die man nicht planen kann – nur erleben.

Autofahren auf den Straßen von Sulawesi
Nichts für Ungeduldige

Autofahren auf Sulawesi ist kein beiläufiger Urlaubszeitvertreib. Es fordert Erfahrung, Konzentration und die Bereitschaft, sich auf lokale Gegebenheiten einzulassen. Linksverkehr gehört hier zur Grundausstattung, ebenso wie ein defensiver Fahrstil und die Einsicht, dass Verkehrsregeln eher als grobe Orientierung denn als unumstößliches Gesetz verstanden werden. Grundsätzlich ist das Straßennetz auf Sulawesi besser, als man es vielleicht erwartet. Gleichzeitig ist es extrem wechselhaft. In den Städten herrscht oft chaotischer Verkehr, Mopeds kommen aus allen Richtungen, und vorausschauendes Fahren ist keine Empfehlung, sondern Pflicht. Auf dem Land sieht es nicht viel entspannter aus – nur anders. Unbefestigte Straßen, tiefe Schlaglöcher und ausgewaschene Passagen gehören hier zum Alltag.

Das Besondere – und Anstrengende – ist der ständige Wechsel. Nach ein paar Kilometern auf gut ausgebautem Asphalt fühlt sich das Fahren fast luxuriös an. Genau dann folgt meist der Bruch. Der Straßenbelag verabschiedet sich kommentarlos, und übrig bleibt eine Strecke, die eher an einen Hindernisparcours erinnert als an eine Straße. Tiefe Schlaglöcher, Spurrillen und lose Passagen machen jeden Kilometer zur Konzentrationsübung.

Der Toyota Avensis schlägt sich tapfer und bietet für sulawesische Verhältnisse eine ordentliche Bodenfreiheit. Trotzdem kommt auch er stellenweise an seine Grenzen. Landschaft genießen? Nur eingeschränkt. Der Blick klebt an der Fahrbahn, denn jede Unachtsamkeit rächt sich sofort. Dazu kommen andere Verkehrsteilnehmer, die eigene Regeln haben und jederzeit auftauchen können.

Eine realistische Zeitplanung ist entscheidend. Als grobe Faustregel gilt: 60 Kilometer entsprechen etwa drei bis vier Stunden Fahrzeit. Unsere längste Etappe führte über rund 360 Kilometer von Makassar nach Rantepao. Frühmorgens gestartet, weit nach Einbruch der Dunkelheit angekommen. Diese Tour würde ich kein zweites Mal so fahren. Die permanente Anspannung, das Ausweichen vor unzähligen Hindernissen und die fehlenden Pausen machen solche Distanzen extrem ermüdend.

Fazit: Autofahren auf Sulawesi ist möglich, aber fordernd. Wer sich darauf einlässt, sollte Etappen bewusst kurz halten, genug Puffer einplanen und akzeptieren, dass der Weg hier oft anstrengender ist als das Ziel. Dafür wird man mit Eindrücken belohnt, die man so nur hinter dem Lenkrad erlebt.


Noch schlimmer als Fahrer auf den Straßen unterwegs sein muss es für den Beifahrer sein, das ständige Geschaukel, ausweichen, Bremsen, Beschleunigen fordert schon enorm. Meine Hochachtung an Sabine, die es weitgehend unbeschadet überstanden hat, das war schon eine enorme Herausforderung.

Michael Lieder | Reiseblog24
Autofahrer auf Sulawesi

Tipps für das sichere Fahren

  • Führerschein: Du benötigst einen gültigen internationalen Führerschein, um auf Sulawesi Auto zu fahren.
  • Versicherung: Stelle sicher, dass du eine umfassende Kfz-Versicherung hast, die Schäden an deinem Mietwagen und an Dritten abdeckt.
  • Tankstopp: Tanke regelmäßig, da Tankstellen in abgelegenen Gebieten rar sein können.
  • Geschwindigkeitsbegrenzung: Halte dich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen und sei besonders vorsichtig in Ortschaften.
  • Hupen: Hupen ist auf Sulawesi üblich, um andere Fahrer auf deine Anwesenheit aufmerksam zu machen.
  • Tiere: Sei vorsichtig beim Fahren in der Nacht, da Tiere die Straße überqueren können.
  • Parken: Parken kann in Großstädten schwierig sein. Achte auf die Parkgebühren und Parkverbote.
  • Polizei: Die indonesische Polizei ist im Allgemeinen freundlich und hilfsbereit. Wenn du von der Polizei angehalten wirst, sei höflich und respektvoll.
Fazit: Selbst fahren oder nicht?

Autofahren in Sulawesi ist ein echtes Abenteuer. Wer es wagt, wird mit spektakulären Landschaften und authentischen Begegnungen belohnt. Allerdings braucht man gute Nerven, eine flexible Planung und am besten eine robuste Wagenversicherung.

Weitere Informationen:

Es gibt durchaus schöne, gut ausgebaute und abwechslungsreiche Straßen...

Meine Empfehlungen (*), hier habe ich gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht....


Autofahren auf Sulawesi kann eine großartige Möglichkeit sein, die Insel zu erkunden. Mit etwas Vorbereitung und Vorsicht kannst du deine Reise sicher und angenehm gestalten.

  • Fahre defensiv und sei geduldig.
  • Halte dich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen.
  • Sei besonders vorsichtig in Kurven und Überholmanövern.
  • Vermeide es nachts zu fahren.
  • Trinke kein Alkohol, wenn du Auto fährst.
  • Informiere dich über die aktuellen Straßenverhältnisse.

Sulawesi bietet eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, die du mit dem Mietwagen erkunden kannst. Zu den Highlights gehören:

  • Der Bunaken Nationalpark: Ein Taucherparadies mit einer atemberaubenden Unterwasserwelt.
  • Das Tana Toraja-Gebiet: Bekannt für seine einzigartigen Begräbnisrituale und hängenden Gräber.
  • Der Danau Toba: Ein riesiger Vulkansee, der zu Wanderungen und Bootsfahrten einlädt.
  • Die Wakatobi-Inseln: Ein weiteres Taucherparadies mit einer vielfältigen Unterwasserwelt.

Plötzlicher Regenguss, nach ein paar Minuten ist der Spuk vorbei...

Malerisch zwischen Palmen und Meer...

Bei der Übernahme des Fahrzeugs:

  • Prüfe das Fahrzeug: Nimm dir Zeit, um das Fahrzeug gründlich auf mögliche Schäden zu untersuchen. Notiere diese im Übernahmeprotokoll, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden.
  • Fotoprotokoll: Fotografiere bei der Übernahme und bei der Rückgabe alle Seiten des PKW und auch das Dach nicht vergessen.
  • Versicherungsdokumente: Lasse dir alle Versicherungsdokumente aushändigen und vergewissere dich, dass du den Versicherungsschutz verstanden hast.
  • Tankfüllung: Merke dir den Kilometerstand und den Füllstand des Tanks bei der Übernahme. Gebe den Wagen im gleichen Zustand zurück, um zusätzliche Gebühren zu vermeiden.
  • Technische Ausstattung: Prüfe, ob die gesamte technische Ausstattung (z.B. Licht, Radio, Klimaanlage) funktioniert.
  • Ersatzrad: Lass dir das Ersatzrad und den Wagenheber zeigen.
  • Kommunikation: Wichtig ist auch, wie du im Schadenfall den Vermieter erreichen kannst. In der Regel wird in Sulawesi über den Messengerdienst WhatsApp kommuniziert. Den solltest du auf jeden Fall auf deinem Smartphone haben.
  • Rechtsverkehr: Das ist Gewöhnungssache und wenn du es dir zutraust wirklich kein Problem, im Zweifelsfall schaue immer das jemand vor dir fährt, das macht es einfacher.

Während der Mietdauer:

  • Fahrstil: Passe deinen Fahrstil den Straßenverhältnissen an. In Indonesien herrscht oft Linksverkehr und die Straßen können holprig und unübersichtlich sein.
  • Verkehrsregeln: Beachte die lokalen Verkehrsregeln und sei besonders vorsichtig beim Überholen und an Kreuzungen.
  • Parken: Achte auf die Beschilderung und parke nur an erlaubten Stellen. In Großstädten kann es schwierig sein,einen Parkplatz zu finden.
  • Sicherheit: Lasse dein Auto niemals unbeaufsichtigt mit Wertgegenständen im Inneren.

Rückgabe:

  • Rückgabebedingungen: Halte dich an die im Mietvertrag vereinbarten Rückgabebedingungen (z.B. Zeit, Ort,Tankfüllung).
  • Schadenskontrolle: Lasse das Fahrzeug bei der Rückgabe erneut auf Schäden untersuchen und protokolliere diese gemeinsam mit dem Vermieter.

Zusätzliche Tipps:

  • Mietwagenanbieter: Empfehlenswerte Mietwagenanbieter auf Sulawesi sind TRAC Astra und Avis.
  • Kreditkarte: Halte für die Kaution und etwaige Zusatzgebühren eine Kreditkarte bereit.
  • Sprache: Englisch ist in touristischen Gebieten relativ weitverbreitet. Grundlegende Kenntnisse der indonesischen Sprache sind jedoch hilfreich.

Tiefe Schlaglöcher und schlechte Fahrbahnen...

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Autofahren in Sulawesi – Was du wissen solltest

Sulawesi ist eine faszinierende indonesische Insel mit atemberaubender Natur, kultureller Vielfalt und spektakulären Küstenstraßen. Doch Autofahren dort kann eine echte Herausforderung sein. Hier sind einige wichtige Fakten, die du für deinen Reiseblog nutzen kannst:

1. Linksverkehr & Fahrstil
• In Indonesien herrscht Linksverkehr – also genau das Gegenteil von Deutschland.
• Der Fahrstil ist oft chaotisch: Autos, Motorräder, Fahrräder und Fußgänger teilen sich die Straße.
• Hupen ist eine Art Kommunikation – es bedeutet meist „Achtung, ich komme!“, nicht unbedingt eine Beschwerde.

2. Straßenverhältnisse
• Die Hauptstraßen zwischen Städten sind meist asphaltiert, aber oft schmal und kurvig.
• Viele Straßen haben Schlaglöcher, besonders in abgelegenen Gegenden.
• Nach starken Regenfällen können Straßen in Bergregionen schwer passierbar sein.

3. Mietwagen & Alternativen
• Mietwagen sind in großen Städten wie Makassar oder Manado erhältlich, aber oft nur mit Fahrer.
• Selbstfahren ist möglich, aber viele Touristen bevorzugen private Fahrer oder Motorräder (Scooter).
• Tipp: Wer sich selbst ans Steuer setzt, braucht einen internationalen Führerschein!

4. Verkehrsregeln & Polizei
• Die Polizei hält Touristen gerne für kleine „Vergehen“ an und erwartet oft ein kleines „Trinkgeld“.
• Es gibt Tempolimits (z. B. 40–60 km/h innerorts, 80 km/h außerorts), aber sie werden selten eingehalten.
• Helmpflicht auf dem Motorrad wird ernst genommen – wer ohne fährt, riskiert eine Strafe.

5. Entfernungen & Reisezeit
• Sulawesi ist riesig! Die Straßen winden sich durch Berge und Dschungel, daher dauert eine Strecke oft viel länger als erwartet.
• Beispiel: Die 1.100 km von Makassar nach Manado dauern mit dem Auto mindestens 30–40 Stunden.
• Nachtfahrten sind riskant wegen schlechter Beleuchtung, freilaufender Tiere und unvorhersehbarer Hindernisse.

6. Beste Fahrtrouten für Roadtrips
• Toraja-Land (Makassar – Rantepao): Spektakuläre Bergstraßen mit atemberaubender Aussicht und traditionellen Dörfern.
• Manado – Gorontalo – Togian-Inseln: Traumhafte Küstenroute mit Stopps für Taucherparadiese.
• Zentral-Sulawesi (Palu – Lore Lindu Nationalpark): Perfekt für Abenteuerlustige mit Interesse an Megalith-Kulturen.

Meine Empfehlungen (*), hier habe ich gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht....