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Outback

Stuart Highway - 1.963 km

Der Stuart Highway ist kein „mal kurz rüber“-Straßenstück, sondern ein Roadtrip-Ritual: von Coober Pedy bis Darwin, 1963 Kilometer geradeaus durch das australische Nichts – und genau deshalb so groß. Zwischen Opalstaub, endlosem Horizont und Roadhouses, die wie Fata Morganas wirken, wird jeder Halt zum kleinen Ereignis. Das Outback liefert hier keine Animationen, nur echtes Licht, echte Hitze und echte Entfernungen. Wer diese Strecke fährt, sammelt weniger Sehenswürdigkeiten – dafür mehr Gefühl von Freiheit, Demut und diesem leisen „Wow“, das lange bleibt.

Reiseblog24 | Stuart Highway - 1.963 km

Das schier unendliche Asphaltband

Der Stuart Highway erstreckt sich über beeindruckende 2.834 Kilometer von Darwin im Norden bis nach Port Augusta im Süden und gilt als eine der längsten und abenteuerlichsten Straßen der Welt. Ich konnte diese atemberaubende Strecke auf dem Teilstück von Coober Pedy bis Darwin selbst zu bereisen, und teile gerne meine Eindrücke, Gedanken und Erlebnisse mit euch. Während meines Road Tripps hatte ich auch die Möglichkeit, mit den Originalen in den abgelegenen Stations, Pups und Siedlungen entlang des Stuart Highway in Kontakt zu treten. Die Menschen waren herzlich, freundlich und stolz auf ihre Kultur. Es war faszinierend, ihre Geschichten zu hören und mehr über ihr traditionelles Leben im Outback zu erfahren.
Wenn du denkst, dass die Reise auf dem Stuart Highway langweilig ist, dann kann ich nur sagen, das stimmt überhaupt nicht. Jede Tageszeit, die ich auf dem Highway erlebt habe, ist eine besondere Zeit für sich gewesen, egal ob du am frühen Morgen die Sonne aufgehen siehst und das gesamte Land in deinem goldenen Licht getaucht siehst oder ob du am Abend auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz abseits des Highway kleinere Wunder entdeckst. Sicher ist nur, dass der Highway nicht so stark befahren ist wie Autobahnen bei uns in Europa, du wirst Stunden haben, an denen dir kein Fahrzeug entgegenkommt, genauso kann es aber auch beim Überholen der Road Trains zu interessanten Erlebnissen kommen. Mit ihren über 50 m Längen donnern diese Giganten der Landstraße den Highway entlang.

Für mich sehr interessant, auch der Umgang der Australier mit Unfallfahrzeugen, es sieht aus, als ob diese einfach am Highway liegen bleiben und so als Mahnmal dienen, dass man gefälligst vernünftig fahren soll. Mein Tipp: Schau, dass du nicht allein unterwegs bist, das ist wirklich ermüdend, lieber alle paar Stunden abwechselnd die Strecke bewältigen.​ 

Outback
On the Road

On the Road beginnt hier nicht mit einem Motorstart, sondern mit einem inneren Klick. In Coober Pedy, der Opal-Hauptstadt, verlasse ich die vertraute Welt aus Beton, Terminen und halbwegs funktionierenden Kaffeemaschinen. Vor mir liegt der Stuart Highway – eine Straße, die weniger verbindet als vielmehr prüft, wie ernst es jemand mit Freiheit meint.

Schon nach wenigen Kilometern wird klar: Das hier ist keine Strecke, das ist ein Zustand. Endlose Weite, flimmernde Hitze, Horizonte, die sich weigern näherzukommen. Das Outback stellt keine Fragen, es gibt Antworten – nur leider nicht immer die, die man hören möchte. Und genau das macht den Reiz aus.

Die Landschaft wechselt leise, fast unauffällig, aber mit Nachdruck. Die Katherine Gorge taucht plötzlich auf wie ein gut gehütetes Geheimnis: steile Felswände, klares Wasser, eine Ruhe, die fast schon respektlos laut ist. Weiter südlich steht er dann einfach da – Uluru. Monumental, still, unangreifbar. Beim Sonnenaufgang färbt sich der Fels rot, als würde er kurz zeigen wollen, wer hier wirklich das Sagen hat. Ein Moment, der nicht laut gefeiert werden will, sondern einfach bleibt.

Im Kakadu-Nationalpark übernimmt die Natur endgültig die Regie. Kängurus hüpfen mit einer Lässigkeit, die jeden Fitness-Influencer alt aussehen lässt, Krokodile liegen herum wie schlecht gelaunte Sicherheitsbeamte, und die Landschaft wirkt so ursprünglich, dass der Begriff „unberührt“ fast zu klein erscheint. Der Alltag? Irgendwo weit weg, vermutlich verdurstet.

Natürlich ist nicht alles romantisch verklärt. Straßen können sich spontan in Prüfungen verwandeln, Entfernungen sind hier eher philosophische Konzepte. Wer ohne Wasser, Sprit und Vorräte losfährt, lernt schnell Demut – oder Improvisation auf australisch. Das Outback verzeiht wenig, aber es belohnt Ehrlichkeit, Respekt und eine gesunde Portion Abenteuerlust.

Am Ende bleibt dieses Gefühl: klein zu sein, aber genau richtig platziert. Und die leise Erkenntnis, dass Freiheit manchmal einfach eine lange, gerade Straße ist – und der Mut, ihr zu folgen.

On the road durch die Wildnis „Vor Überraschungen ist man niemals sicher“ auch wenn man alles versucht zu planen.

Michael Lieder | Reiseblog24
Der Highway erwacht

Wenn die Motoren der Road Trains am frühen Morgen anlaufen, spürt man ihre Kraft bereits aus der Ferne. Die riesigen LKW-Züge, die aus mehreren Anhängern bestehen, sind das Rückgrat des Transports im australischen Outback. Sie wurden speziell dafür entwickelt, Waren über die endlosen, oft einsamen Straßen der Wüste zu befördern. Ich hatte schon viel über diese beeindruckenden Fahrzeuge gehört, aber sie in der Realität zu sehen, war etwas ganz anderes.

Die Landschaft war überwältigend – weite Ebenen, rotbraune Erde und ein Himmel, der sich endlos zu erstrecken schien. Inmitten dieser Kulisse wirkten die Road Trains fast wie eine natürliche Ergänzung, als wären sie genauso ein Teil des Outbacks wie die Termitenhügel und Eukalyptusbäume.

Während einer Pause kam ich mit Mark, einem Fahrer, ins Gespräch. Seit über zehn Jahren steuert er Road Trains durch die abgelegensten Gegenden Australiens. Er erzählte von den langen Strecken, auf denen er manchmal tagelang niemandem begegnet, und von Nächten, die er in seiner Fahrerkabine verbringt. Die Isolation sei oft herausfordernd, aber gleichzeitig liebe er die Freiheit und den weiten Horizont.

Mark sprach auch über die praktischen Herausforderungen seines Jobs. Die Straßen im Outback sind oft rau und unberechenbar. Schlaglöcher, lose Kiesel und plötzliche Wetterumschwünge wie Staubstürme oder sintflutartige Regenfälle können schnell gefährlich werden. Auch Wildtiere wie Kängurus, Emus und sogar Rinder, die die Straße überqueren, stellen ein Risiko dar.

Ich war beeindruckt von Marks Routine. Er prüft sein Fahrzeug vor jeder Fahrt sorgfältig, denn Pannen in dieser Abgeschiedenheit können schnell zu einem echten Problem werden. Ersatzteile und genügend Wasser gehören immer zur Standardausrüstung, genauso wie ein Satellitentelefon für Notfälle.

Es wurde mir schnell klar, dass Road Trains nicht nur beeindruckende Maschinen sind, sondern dass ihr Betrieb auch viel Planung, Können und Ausdauer erfordert. Sie verkörpern nicht nur den Transport im Outback, sondern auch die Anpassungsfähigkeit und den Überlebensgeist, der diesen Teil Australiens prägt.

Eine Institution der Barrow Creek Pup

Diese authentische Outback-Kneipe, die mitten in der trockenen und kargen Landschaft des Northern Territory liegt, war ein absoluter Höhepunkt meiner Reise über den Start Highway.

Die Kneipe liegt abgelegen an der Stuart Highway, der Hauptverkehrsader des Outbacks, und hat eine lange Geschichte als Treffpunkt für Reisende, Trucker und Einheimische. Es war fast wie eine Zeitreise in die Vergangenheit, in eine Zeit, in der das Leben noch einfacher und langsamer war.

Der Tag begann früh, als wir uns auf den Weg von Alice Springs aus machten. Die Fahrt durch das Outback war schon ein Abenteuer für sich - endlose Weiten, roter Staub und eine atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Berge. Nach einigen Stunden erreichten wir schließlich den kleinen Ort Barrow Creek, der nur aus wenigen Häusern und dem berühmten Pub besteht.

Als wir das Barrow Creek Pub betraten, wurden wir von der herzlichen Atmosphäre und dem rustikalen Charme sofort in den Bann gezogen. Die Wände waren mit historischen Fotos und Artefakten geschmückt, die die Geschichte des Pubs und der Region erzählten. Die Einrichtung war einfach, aber gemütlich, und es gab einen großen offenen Kamin, der an kalten Wintertagen sicherlich für wohlige Wärme sorgte.

Wir wurden von den Besitzern, einem freundlichen Ehepaar, herzlich begrüßt. Sie erzählten uns stolz von der Geschichte des Pubs, der bereits seit über 100 Jahren in Betrieb ist. Der Barrow Creek Pub diente einst als Übernachtungsstelle für Kamelkarawanen, die das Land durchquerten, und war später ein wichtiger Rastplatz für Lastwagenfahrer auf dem Stuart Highway.

Leider schlägt auch hier die Bürokratie zu, wir hatten uns seit unserer Abfahrt in Alice Springs auf die Mittagspause im Pub gefreut und wollten dort den weltberühmten "Bullshit Burger" essen. Leider mussten wir erfahren dass am Tag zuvor die australische Lebensmittelaufsicht dem Pub, wegen schlechter Wasserqualität, die komplette Küche geschlossen hat. So mussten wir mit unserer Bord Küche vorlieb nehmen, das war so nicht geplant und die Enttäuschung saß tief, gerne hätte ich den legendären Burger gekostet.

Der Besuch im Barrow Creek Pub war mehr als nur ein Zwischenstopp auf unserer Reise - er war eine Reise in die Vergangenheit, eine Verbindung zur Natur und eine Begegnung mit den Menschen, die das Outback Australiens zu dem machen, was es ist.

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Infos rund um den Aufenthalt
Geografische Lage

Der Stuart Highway ist eine Hauptverkehrsstraße in Australien, die den Süden und Norden des Landes miteinander verbindet. Er erstreckt sich über eine Länge von etwa 2.834 Kilometern von Adelaide in Südaustralien bis nach Darwin im Northern Territory.

Geografisch gesehen verläuft der Stuart Highway durch mehrere Regionen Australiens. Er beginnt in Adelaide, der Hauptstadt von Südaustralien, und verläuft von dort aus in nördlicher Richtung durch das australische Outback. Dabei durchquert er unter anderem die Bundesstaaten Südaustralien und das Northern Territory.

Um eine grobe geografische Vorstellung zu geben: Der Stuart Highway verläuft größtenteils durch arides und halbarides Gelände, mit weiten Wüstenlandschaften und flachen Ebenen. Auf seinem Weg passiert er Orte wie Port Augusta, Alice Springs und Tennant Creek, bevor er schließlich in Darwin an der Nordküste des Landes endet.

Es ist wichtig zu beachten, dass Straßenverläufe sich im Laufe der Zeit ändern können. Daher empfehle ich, bei aktuellen Karten oder Navigationssystemen nachzuschauen, um genaue Informationen über den genauen Verlauf des Stuart Highway zu erhalten.

Namensgebung

Die Straße wurde nach dem berühmten Entdecker John McDouall Stuart benannt, der als erster Europäer erfolgreich den Kontinent von Norden nach Süden durchquerte.

Verbindungen

Die Straße wurde nach dem berühmten Entdecker John McDouall Stuart benannt, der als erster Europäer erfolgreich den Kontinent von Norden nach Süden durchquerte.

Durchquerung

Der Stuart Highway führt größtenteils durch das australische Outback, eine entlegene und dünn besiedelte Region mit atemberaubenden Landschaften und einer reichen Tierwelt.

Bekanntheit

Der Stuart Highway ist für seine geraden Abschnitte bekannt. Tatsächlich gibt es auf einigen Teilen der Straße kilometerlange gerade Strecken ohne Kurven.

Versorgungslebensader

Der Highway ist die wichtigste Versorgungsroute für abgelegene Gemeinden und Stationen im Outback. Er spielt eine entscheidende Rolle beim Transport von Gütern und Dienstleistungen in die entlegensten Teile des Landes.

Tourismus

Entlang des Stuart Highway gibt es zahlreiche touristische Attraktionen, darunter der Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark, die Katherine Gorge, die Devil's Marbles und der Kakadu-Nationalpark.

Wetterbedingungen

Die Wetterbedingungen entlang des Stuart Highway können extrem sein. Im Sommer kann es zu hohen Temperaturen kommen, während es im Winter in einigen Gebieten zu Frost und sogar Schnee kommen kann.

Road und Abenteuer

Der Stuart Highway ist ein beliebtes Ziel für Roadtrips und Abenteuerlustige. Viele Reisende nehmen die Herausforderung an, die lange Strecke zu befahren und die Schönheit des australischen Outbacks zu entdecken.

Wildlife-Warnungen​

Reisende entlang des Stuart Highway sollten sich der Tierwelt bewusst sein, die die Straße überquert. Kängurus, Emus und andere Tiere können unerwartet auf der Fahrbahn auftauchen, was zu gefährlichen Situationen führen kann. Es wird empfohlen, besonders vorsichtig zu fahren und auf Warnschilder zu achten.

Meine Empfehlungen (*), hier habe ich gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht....