Whiskey Tasting bei und in Bushmills
Ein Whiskey-Tasting bei Old Bushmills Distillery ist mehr als nur Verkosten. Es ist eine Reise durch Zeit, Torfrauch und feine Nuancen – vom ersten Duft bis zum langen Abgang. Zwischen Kupferkesseln und Steinmauern erzählt jeder Schluck von Geduld, Handwerk und nordirischer Gelassenheit. Kein lautes Spektakel, sondern ehrlicher Genuss mit Haltung. Bushmills zeigt, dass guter Whiskey nicht beeindrucken will – er überzeugt ganz von selbst.

Auf den Spuren irischer Whiskey-Tradition
Mit einem Besuch der Bushmills Distillery in Nordirland tauchst du ein in die Welt eines der ältesten Whiskeys der Welt – und das in der ältesten, noch aktiven lizenzierten Brennerei! Die Bushmills Distillery, die seit 1608 in Betrieb ist, vereint jahrhundertealte Handwerkskunst mit einem unwiderstehlichen Hauch irischer Tradition. Hier an der Nordküste, nur einen Steinwurf vom legendären Giant’s Causeway entfernt, wird der Whiskey auf eine besondere Weise destilliert, die ihn sowohl mild als auch komplex im Geschmack macht.
Während der Führung bekommst du Einblicke in die Geschichte, die geheime Kunst der Destillation und die Traditionen, die den Bushmills Whiskey so einzigartig machen. Der Höhepunkt ist natürlich das Tasting – eine kleine Reise durch die Aromen und Geschmacksnuancen der verschiedenen Bushmills Whiskeys. Ob du die fruchtigen Noten des Originals oder die tiefen, rauchigen Nuancen der besonderen Editionen bevorzugst, hier gibt es für jede*n etwas zu entdecken.
Ein Roadtrip durch Nordirland ist ja ohnehin schon eine kleine Liebeserklärung an raue Küsten, wechselhaftes Wetter und diese ganz eigene Mischung aus Gelassenheit und Trotz. Und dann stehe ich plötzlich in Bushmills, vor einer Destillerie, die älter ist als so mancher Staat – und sich dessen sehr bewusst ist. Seit 1608 wird hier Whiskey gebrannt. Nicht als Marketingidee, sondern aus purer Überzeugung. Man spürt sofort: Das ist kein Besucherzentrum mit Souvenirshop, das ist gelebte Geschichte mit Kupferkesseln.
Die Führung fühlt sich an wie ein Spaziergang durch Zeit und Temperaturunterschiede. Vom Mahlen des Getreides über die Gärung bis zur Destillation wird alles erklärt – ruhig, sachlich, ohne Showeffekte. Dreifach destilliert, versteht sich. Das Ergebnis: ein Whiskey so weich, dass man fast vergisst, dass er Kraft hat. Genau wie Nordirland selbst. Hier wird nichts überhastet, jedes Fass bekommt Zeit. Und Zeit ist in Bushmills keine Ressource, sondern ein Prinzip.
Besonders hängen bleibe ich in den Warehouses. Dunkel, kühl, still. Millionen Liter Whiskey liegen hier und warten geduldig auf ihren großen Auftritt. Es riecht nach Holz, Malz und einem Hauch Ehrfurcht. Jeder Lagerraum ist auf bestimmte Sorten und Reifezeiten ausgelegt – Ordnung mit irischem Freiheitsdrang. Während draußen der Wind vom Atlantik kommt, passiert hier drinnen jahrzehntelang scheinbar nichts. Und genau das ist der Zauber.
Am Ende dann das Tasting. Ein Moment, der gleichzeitig feierlich und erstaunlich bodenständig ist. Bushmills Original, Black Bush, vielleicht etwas Besonderes, das man nur hier bekommt. Der Black Bush bleibt hängen: sherryfassgereift, tief, fruchtig, fast schon nachdenklich. Ein Whiskey, der nicht laut sein muss, um Eindruck zu hinterlassen.
Ich verlasse die Destillerie mit warmem Gefühl, leichtem Kopf und der Erkenntnis: Manche Orte erklären ein Land besser als jedes Museum. Und manchmal beginnt Abenteuer genau dort, wo man sich einfach Zeit nimmt. Und ein Glas.
Bushmills zwischen Regen, Geschichte & einem guten Schluck Gelassenheit
Manchmal führt ein Roadtrip nicht zu einem Aussichtspunkt, sondern direkt zu einem Gefühl. In Nordirland ist das oft flüssig, bernsteinfarben und kommt aus einer Brennerei, die schon Whisky destillierte, als andere noch überlegten, ob Wasser überhaupt trinkbar ist. Willkommen bei Old Bushmills Distillery – oder anders gesagt: genau dort, wo man Whisky nicht erklärt, sondern lebt.
Die Verkostung findet mitten im Herzen der Brennerei statt. Kein Showroom-Glanz, kein Marketing-Gebläse, sondern ehrliche Mauern, die mehr Geschichten kennen als so mancher Pubgast. Vor mir stehen Gläser – Klassiker, Charakterköpfe und ein paar Abfüllungen, die man nur hier bekommt. Roadtrip-Bonus sozusagen.
Ein Guide übernimmt das Steuer. Einer dieser Menschen, die nicht dozieren, sondern erzählen. Über dreifache Destillation, über Geduld, über Holzfässer, die mehr Einfluss haben als manche Reisepläne. Amerikanische Eiche, Sherryfässer aus Europa – jedes Fass ein leiser Mitreisender mit eigener Meinung.
Im Glas dann:
Der Bushmills Original macht den Anfang. Freundlich, leicht, ein bisschen Honig, ein bisschen Frucht. Der perfekte Beifahrer für Einsteiger – niemand drängelt, niemand hupt.
Black Bush wird ernster. Mehr Single Malt, mehr Tiefe, Sherryfässer sei Dank. Kräftiger, wärmer, mit einem Abgang, der sagt: „Bleib ruhig noch einen Moment.“
Der 10 Year Old Single Malt nimmt sich Zeit – und fordert sie auch ein. Schokolade, Vanille, Honig. Kein Whisky für Eile, sondern für graue Himmel und gute Gedanken.
Und dann die seltenen Abfüllungen. Limitierte Tropfen, die man nicht sucht, sondern findet. Genau deshalb bleiben sie im Kopf.
Zwischen den Schlucken lerne ich, wie man riecht, schmeckt, zuhört. Blumige Noten, Frucht, Süße, Tiefe. Und irgendwo dazwischen das nordirische Klima, das alles zusammenhält – kühl, feucht, geduldig.
Am Ende ist klar: Das hier ist kein Tasting. Es ist ein Innehalten. Ein kleiner Ankerpunkt auf dem Roadtrip. Und der Beweis, dass Abenteuer manchmal nicht laut sind, sondern leise im Glas liegen.
Sei vorsichtig bei der Buchung, mich hat es diesen Tag als Fahrer erwischt und das auch noch um 11:00 vormittags... da konnte ich natürlich nur nippen und riechen :-(
Whiskeybrennen in Irland ist kein Beruf, es ist eine Haltung. Und auf einem Roadtrip durch Nordirland merkt man schnell: Hier wird nicht einfach Alkohol produziert, hier wird Geschichte destilliert. Zwischen schmalen Küstenstraßen, Schafen mit beneidenswertem Gleichmut und Wetter, das seine Meinung stündlich ändert, gehört Whiskey plötzlich ganz selbstverständlich zur Landschaft.
Die Kunst des irischen Whiskeybrennens ist alt, stolz und ein wenig eigensinnig – so wie das Land selbst. Ein entscheidender Unterschied zu vielen internationalen Verwandten liegt in der dreifachen Destillation. Sie macht den irischen Whiskey weicher, runder, fast freundlich. Während andere gerne mit Kanten protzen, lächelt der Ire milde und sagt: „Komm erst mal an.“
Traditionell entsteht irischer Whiskey aus gemälzter und ungemälzter Gerste, gebrannt in schweren Kupferkesseln, den Pot Stills. Das Ergebnis ist dieser typische cremig-würzige Charakter, der perfekt zu einem windigen Abend nach einem langen Fahrtag passt. Die Fasslagerung erledigt den Rest: Ex-Bourbon-, Sherry-, manchmal auch Port- oder Madeira-Fässer schenken dem Whiskey Noten von Vanille, Honig und Früchten. Kurz gesagt: flüssiger Trost nach einem Regenschauer zu viel.
Gesetzlich muss irischer Whiskey mindestens drei Jahre reifen. In der Realität gönnen ihm viele Brenner deutlich mehr Zeit. Und genau das schmeckt man. Blumig, fruchtig, leicht süß – Aromen, die sich langsam entfalten, wie ein guter Roadtrip, der nicht durchgetaktet, sondern erlebt wird.
Schon der Name sagt alles: „Uisce beatha“, das „Wasser des Lebens“. Kein Marketing, sondern Überzeugung. Seit dem 12. Jahrhundert ist Whiskey Teil der irischen Seele, geprägt von Mönchen, Geschichte, Krisen und Comebacks. Heute stehen neben bekannten Namen auch viele kleine Brennereien für frischen Mut und neue Ideen.
Und während ich irgendwo in Nordirland den Motor abstelle, das Meer rauscht und der Himmel wieder einmal dramatisch wird, denke ich: Whiskey passt hier nicht nur ins Glas. Er passt ins Gefühl. Ein bisschen rau, ein bisschen warm, manchmal melancholisch – aber immer ehrlich. Genau wie diese Insel.
Die Bushmills Distillery erhielt ihre offizielle Lizenz bereits 1608, was sie zur ältesten kontinuierlich lizenzierten Whiskey-Brennerei der Welt macht. Damit blickt sie auf über 400 Jahre Geschichte zurück.
Bushmills liegt im kleinen gleichnamigen Ort an der nordirischen Küste, nur wenige Kilometer vom berühmten Giant’s Causeway entfernt. Die Nähe zur rauen Küste und das milde, feuchte Klima beeinflussen den Reifeprozess des Whiskeys und verleihen ihm seinen besonderen Charakter.
Bushmills ist bekannt für seinen Single Malt Whiskey und gehört zu den wenigen irischen Brennereien, die sich auf diese spezielle Art des Whiskeys konzentrieren. Die dreifache Destillation und die Lagerung in ausgewählten Fässern machen ihn mild und aromatisch.
Bushmills experimentiert mit verschiedenen Fassarten, darunter Bourbon-, Sherry- und Portweinfässer. Besonders der „Bushmills Black Bush“ reift in ehemaligen Sherryfässern, was ihm eine tiefe, fruchtige Note verleiht.
Im Gegensatz zu vielen anderen irischen Whiskeys, die oft auch in Säulenbrennblasen destilliert werden, verwendet Bushmills traditionelle Kupferbrennblasen („Pot Stills“). Diese Methode sorgt für ein reichhaltiges und komplexes Aroma.
Bushmills hat einen entscheidenden Beitrag zur Renaissance des irischen Whiskeys in den letzten Jahrzehnten geleistet und ist heute eine der beliebtesten und renommiertesten Whiskey-Marken in Irland und weltweit.
Trotz seines Rufs und der langen Tradition ist Bushmills im Vergleich zu anderen Whiskey-Giganten relativ klein. Diese überschaubare Größe ermöglicht es der Brennerei, auf Details zu achten und die Qualität des Whiskeys stets hoch zu halten.
Bushmills Whiskeys haben zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten, darunter Medaillen bei den renommierten San Francisco World Spirits Competitions und den International Spirits Challenges – ein Zeichen für ihre herausragende Qualität.
Die Brennerei bietet spezielle Abfüllungen an, die nur vor Ort in der Bushmills Distillery erhältlich sind. Diese limitieren Editionen machen ein Besuch besonders attraktiv für Sammler und Whiskey-Liebhaber. Die Preise sind durchaus vernünftig und es lohnt sich auch mal an die Wiskey Liebhaber zu Hause zu denken.
Die Distillery hat ein großes Besucherzentrum, das jedes Jahr tausende Whiskey-Fans anzieht. Hier können Besucher den gesamten Herstellungsprozess hautnah erleben und die verschiedenen Whiskeys der Marke im Rahmen eines Tastings probieren – ein unvergessliches Erlebnis!
Als deutscher Staatsbürger kannst du aus Irland eine gewisse Menge an Whiskey zollfrei mit nach Hause bringen, da Irland zur EU gehört und innerhalb der EU keine Zollbeschränkungen für persönliche Mengen gelten. Wichtig ist jedoch, dass es sich um Mengen handelt, die für den Eigenbedarf bestimmt sind und keinen kommerziellen Zweck haben.
Die Richtmengen, die allgemein als „Eigenbedarf“ anerkannt werden, sind:
• 10 Liter Spirituosen (z. B. Whiskey)
• 20 Liter mit zwischengelagertem Alkohol (z. B. Likör)
• 90 Liter Wein (davon maximal 60 Liter Schaumwein)
• 110 Liter Bier
Solange du dich innerhalb dieser Grenzen bewegst und die Ware nur für den persönlichen Gebrauch oder als Geschenk gedacht ist, musst du bei der Einreise nach Deutschland keine Zollabgaben zahlen und auch keine Formalitäten erledigen.
Tipp: Es kann hilfreich sein, den Kaufbeleg aufzubewahren, falls Rückfragen am Zoll entstehen.

Nord Schwarzwald - die Mineralwasser Tour


































