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Nordirland

Dark Hedges & Bonamargy

sind im Herbst wie verzaubert: Wenn sich das goldene Laub unter den majestätischen Buchenbäumen sammelt und das Licht geheimnisvolle Schatten wirft, wirkt die berühmte Allee wie aus einem Märchenbuch.

Reiseblog24 | Dark Hedges & Bonamargy

Herbstzauber an den Dark Hedges

Es gibt Orte auf der Welt, die mit einer ganz besonderen Magie glänzen – und dann gibt es die Dark Hedges in Nordirland. Diese ikonische Allee aus majestätischen Buchenbäumen, die sich über die Bregagh Road wölbt, wirkt im Herbst, als ob sie einem Märchenbuch entsprungen wäre. Die Bäume, deren Äste wie Finger ineinander verschlungen sind, bilden ein fast schon gespenstisches Dach und schaffen eine unverwechselbare Atmosphäre, die gerade im Herbst besonders zur Geltung kommt. An einem klaren Herbsttag, wenn das Laub in warmen Gelbtönen leuchtet und die Sonne durch die Äste blitzt, fühlt man sich in eine andere Welt versetzt.

Nordirland
Zwischen Licht, Laub und leiser Magie

Wenn das Herbstlicht schräg durch die knorrigen Äste fällt, beginnt dieser Ort zu flüstern. Alles wird warm, golden, fast ein wenig unwirklich. Die Rinde der alten Buchen zeichnet sich plötzlich messerscharf ab, während die herabfallenden Blätter den Asphalt in eine raschelnde Spur aus Gold verwandeln. Ich stehe da, Motor aus, Kamera in der Hand – und denke mir: Genau für solche Momente fährt man Roadtrip. Nicht für Kilometer, sondern für Gänsehaut.

Die Schatten werden länger, geheimnisvoller, ziehen den Blick automatisch nach vorn, dorthin, wo sich die Baumkronen wie ein Tor öffnen. Die Straße wirkt weniger wie eine Verbindung von A nach B, sondern eher wie eine Einladung: Tritt ein, vergiss kurz die Gegenwart, und schau, was passiert. Ein bisschen Vergangenheit, ein bisschen Fantasie – und ja, vermutlich auch der Grund, warum hier gefühlt jede zweite Kamera Nordirlands einmal geklickt hat.

Das Schöne an diesem rund 300 Meter langen Abschnitt ist die Langsamkeit. Kein Zeitdruck, kein „Wir müssen weiter“. Man geht, bleibt stehen, atmet durch. Die Allee wurde im 18. Jahrhundert angelegt, ursprünglich als dramatischer Auftritt für Besucher eines Herrenhauses. Mission erfüllt – bis heute. Trotz aller Fotos, trotz aller Besucher liegt hier noch immer etwas Würde in der Luft. Und ein stilles Versprechen, dass nicht alles laut sein muss, um Eindruck zu machen.

Besonders zum Sonnenuntergang kippt die Stimmung ins Mystische. Dann wirkt alles eine Spur zu perfekt, fast verdächtig schön. Mein persönlicher Rat: Früh morgens oder spät am Nachmittag kommen. Weniger Menschen, besseres Licht – und mehr Raum für eigene Gedanken. Wer mag, probiert Schwarz-Weiß. Dann fühlt sich das Ganze an wie ein alter Kupferstich. Nur eben mit kalten Fingern, nassen Schuhen und diesem leisen Glücksgefühl, genau hier zu sein.

Ein Spaziergang hier, umgeben von uralter Natur und Geschichte, ist ein unvergessliches Erlebnis, das die Magie des Herbstes perfekt einfängt.

Michael Lieder | Reiseblog24
Königspfad, Küstenwind und Herbstmagie

Es gibt Orte, die fühlen sich an, als hätte jemand die Realität kurz angehalten und ein bisschen Fantasy darübergestreut. Die Dark Hedges sind genau so ein Ort. Ja, sie sind ein „must have“ für Fans von Game of Thrones – aber sie sind auch für alle anderen ein kleines, ehrliches Staunen wert.

Natürlich erkennt man sie sofort: diese knorrigen Buchen, die sich wie alte Verschwörer über die Straße neigen. In der Serie waren sie der „King’s Road“, in echt sind sie eher der „Wow, ich bleib mal kurz stehen“-Moment eines Nordirland-Roadtrips. Als ich dort entlanglaufe, denke ich weniger an Drehbücher als an Arya Stark auf der Flucht – und gleichzeitig an die Frage, wie viele Busladungen Fans hier wohl schon versucht haben, genau dieses Foto zu machen. Spoiler: sehr viele. Und trotzdem wirkt der Ort erstaunlich würdevoll. Besonders im Herbst, wenn goldene Blätter leise rascheln und die Allee aussieht, als hätte sie selbst Regie geführt.

Das Schöne an den Dark Hedges ist aber, dass sie sich nicht in den Vordergrund drängen. Sie sind kein lauter Instagram-Schrei, eher ein tiefes, leicht ironisches Nicken der Natur: „Ja, ich weiß, ich bin berühmt.“ Und dann lässt man sie wieder ziehen – idealerweise Richtung Küste.

Denn Nordirland wäre nicht Nordirland ohne diesen ständigen Wechsel zwischen Märchenwald und rauer Realität. Nur eine kurze Fahrt weiter trifft man auf dramatische Klippen, tosende Wellen und Häfen, die aussehen, als hätten sie mehr Geschichten erlebt als manch europäische Hauptstadt. Der Herbst legt hier noch eine Schippe drauf: Wind im Gesicht, salzige Luft, Wolken, die aussehen, als hätten sie Termindruck.

Mein Fazit dieses Abstechers? Die Dark Hedges sind mehr als ein Serien-Set. Sie sind ein stiller Moment zwischen zwei Etappen, ein kurzes Innehalten auf einem Roadtrip, der genau davon lebt: Freiheit, Wetterkapriolen und dem Gefühl, dass hinter der nächsten Kurve wieder etwas wartet, das man nicht geplant hat. Und genau deshalb bleibt man ein bisschen länger, als man eigentlich wollte.

Bonmargy Friary aus dem 16. Jahrhundert
Stille Steine, laute Geschichten

Auf dem Rückweg nach Belfast, die mystischen Dark Hedges noch im Kopf und dieses leise Kribbeln von „eigentlich reicht’s für heute“ im Bauch, legen wir einen letzten Halt ein. Bonamargy Friary. Kein großes Schild, kein Besucherzentrum, kein Souvenirshop – nur ein alter Friedhof, ein ehemaliges Franziskanerkloster aus dem 16. Jahrhundert und diese typische nordirische Mischung aus Geschichte, Melancholie und feuchtem Gras unter den Schuhen.

Versteckt hinter knorrigen Bäumen und halb zerfallenen Mauern liegt dieser Ort ein wenig abseits der üblichen Routen. Und genau das macht ihn so besonders. Hier drängt sich niemand vor die Kamera, hier flüstert die Vergangenheit statt laut um Aufmerksamkeit zu bitten. Die Grabsteine erzählen von Leben, die lange vergangen sind, und man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie viel Hoffnung, Angst und Alltag hier einst begraben wurden. Natürlich darf auch die Legende nicht fehlen: Julia MacQuillan, die „weiße Nonne“, Wahrsagerin und angeblicher Hausgeist der Anlage. Ob sie wirklich noch zwischen den Gräbern wandelt? Keine Ahnung. Aber im warmen Abendlicht, wenn die Sonne tief steht und die alten Steine in Gold taucht, ist man zumindest bereit, es für einen kurzen Moment zu glauben. Skepsis macht hier erstaunlich schnell Urlaub.

Zwischen den verwitterten Mauern der Klosterkapelle wird die Atmosphäre fast greifbar. Still, respektvoll, ein bisschen traurig – aber auf eine gute Art. Bonamargy Friary ist kein Ort für schnelle Selfies, sondern für langsames Gehen, leises Denken und dieses Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein, auch wenn man nur auf der Durchreise ist. Dass wir danach im Dunkeln nach Belfast zurückfahren mussten, geschenkt. Dieser Abstecher war jede Minute wert. Manchmal sind es genau diese unscheinbaren Orte, die eine Reise abrunden – leise, ehrlich und mit mehr Seele, als man auf den ersten Blick erwartet.

Die Flugverbindungen von Deutschland nach Irland sind vielfältig und gut ausgebaut, da es zahlreiche Direktflüge zwischen den beiden Ländern gibt.

Michael Lieder | Reiseblog24

Praktische Tipps für deinen Besuch

Falls du die Dark Hedges besuchst, denk an festes Schuhwerk und eine warme Jacke – die irische Herbstluft kann frisch sein! Und egal ob du mit einer Kamera oder nur dem Smartphone unterwegs bist: Dieser Ort ist eine Spielwiese für Fotografiebegeisterte, also nimm dir genug Zeit, um verschiedene Perspektiven auszuprobieren.

  • Die Dark Hedges im Herbst sind wie geschaffen für einen Tag voller Entdeckungen und Inspiration. Wer hier entlang spaziert, spürt die Kraft der Natur und die Geschichte, die in den alten Bäumen verwurzelt ist. Ein Tag, an dem die Magie von Nordirland zum Greifen nah ist – und der sich definitiv in Herz und Gedächtnis einbrennt.
  • Wenn du im Restaurant bei den Dark Hedges einkehrst, sparst du dir die Parkgebühren und kannst entspannt die Zeit überbrücken, um das perfekte Licht für deinen Besuch abzupassen.
  • Vielleicht hast du sogar so viel Glück wie wir: Auf dem Hinweg hatten wir die Allee fast für uns allein und konnten die besondere Atmosphäre in Ruhe genießen. Auf dem Rückweg jedoch trafen wir auf zwei Busladungen voller Tagestouristen – alles andere als einsam.

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Fakten zu den Dark Hedges
Historischer Ursprung:

Die beeindruckende Baumallee wurde im 18. Jahrhundert von der Familie Stuart gepflanzt, um Besucher zu beeindrucken, die zu ihrem Anwesen, Gracehill House, kamen.

“Game of Thrones”-Berühmtheit

Die Dark Hedges wurden als King’s Road in der Serie Game of Thrones bekannt und ziehen seitdem internationale Fans an. Sie bieten die perfekte Kulisse für das mystische Setting der Serie.

Uralte Buchenbäume

Die Bäume sind über 250 Jahre alt und gehören zur Art Fagus sylvatica purpurea, einer seltenen Form der Rotbuche. Ihre verschlungenen Äste formen ein faszinierendes, natürliches Tunnelgewölbe.

Verbot für Fahrzeuge

Um die alten Wurzeln zu schonen, dürfen seit 2017 keine Busse oder großen Fahrzeuge mehr die Allee befahren. Dieser Schutz ist wichtig, um die Bäume für zukünftige Generationen zu bewahren.

Mythen und Legenden

Viele Besucher und Einheimische berichten von Sichtungen der “Grey Lady”, einem geisterhaften Schatten, der angeblich die Allee entlangwandert und bei Dämmerung zu sehen ist. Die genaue Herkunft dieser Legende bleibt ein Mysterium.


Fakten zu Bonamargy Friary
Gegründet im 15. Jahrhundert

Das Bonamargy Friary, nahe Ballycastle, wurde um das Jahr 1500 von einem lokalen Clan gegründet und war ein Franziskanerkloster. Seine Überreste sind heute eine Mischung aus Geschichte und Mystik.

Das Grab der Weißen Nonne

Der Friedhof ist die letzte Ruhestätte der legendären Julia MacQuillan, auch als „Weiße Nonne“ bekannt. Sie war eine bekannte Wahrsagerin und Mystikerin, deren Prophezeiungen noch immer Teil der lokalen Überlieferung sind.

Mystischer Totenring

Auf dem Gelände gibt es einen geheimnisvollen, kreisförmigen Stein mit einem Loch, von dem viele glauben, dass er mit altem keltischen Totenkult in Verbindung steht. Man sagt, wer sein Auge durch das Loch hält, wird in die Vergangenheit blicken.

Grüfte und alte Grabsteine

Auf dem Friedhof befinden sich mehrere alte Grüfte, in denen bedeutende Persönlichkeiten der Region bestattet sind. Die Grabsteine und Inschriften sind faszinierende Fenster in die Geschichte der Clans von Nordirland.

Abendstimmung und Atmosphäre

Besonders im abendlichen Dämmerlicht entfaltet das Bonamargy Friary eine fast übernatürliche Atmosphäre, die durch das verfallene Mauerwerk und die Schatten der Bäume verstärkt wird. Ein magischer Ort, an dem man die Vergangenheit förmlich spüren kann.

Meine Empfehlungen (*), hier habe ich gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht....