Reisevorbereitungen müssen sein
Reisevorbereitung ist dieser seltsame Zustand zwischen Vorfreude und leichter Paranoia. Ich sitze am Tisch, prüfe Pässe, Versicherungen und frage mich, ob meine Reisekrankenversicherung wirklich „weltweit“ meint – oder nur bis hinter den Flughafenparkplatz. Die Tauchtauglichkeitsuntersuchung? Natürlich genau dann abgelaufen, wenn das Meer ruft. Zwischen Checklisten, Kalendern und einem Hauch Selbstironie wächst aber vor allem eines: das Gefühl, dass es bald losgeht. Und dass all diese kleinen Zweifel Teil des Abenteuers sind.


Vom Schreibtisch in den Flieger
Es gibt diesen Moment. Man sitzt am Schreibtisch, schaut auf Reisepass, Versicherungsunterlagen, Flugbestätigungen – und plötzlich werden die Selbstzweifel laut. Habe ich wirklich an alles gedacht? Vergesse ich etwas Entscheidendes? Oder nur das Ladekabel, das sich ohnehin immer erst am Flughafen bemerkbar macht?
Für mich ist genau das der inoffizielle Start einer Reise. Dieses leise Kribbeln, irgendwo zwischen Vorfreude und leichter Panik. Ist der Reisepass noch gültig? Reicht er wirklich noch? Wie sieht’s mit dem internationalen Führerschein aus – gilt der noch oder will die Bürokratie mal wieder ein neues Foto von mir? Bekomme ich rechtzeitig einen Termin für die Tauchtauglichkeitsuntersuchung? Und sind wirklich alle Flüge bestätigt – inklusive der ominösen Anschlussflüge, die sich gern über Nacht heimlich ändern? All das gehört für mich untrennbar zu der Zeit vor dem Aufbruch. Diese Phase, in der das Abenteuer noch theoretisch ist, aber schon sehr real im Kopf herumspukt. Früher habe ich mich dabei regelmäßig selbst in den Wahnsinn organisiert. Heute bin ich etwas entspannter – oder zumindest besser vorbereitet.
Ich habe mir angewöhnt, eine persönliche Reiseliste in OneNote zu führen. Eine lebendige Liste. Nach jeder Reise gehe ich sie durch und frage mich ehrlich: Was habe ich wirklich gebraucht? Was war Gold wert? Und was war einfach nur Ballast für mein Gewissen? Dann wird ergänzt, gestrichen, angepasst. Keine perfekte Liste – aber meine.
Und genau das beruhigt mich am Ende am meisten: zu wissen, dass man nicht alles planen kann. Dass ein bisschen Chaos dazugehört. Und dass genau dort oft die besten Geschichten entstehen.
- Denn wenn alles perfekt wäre, wäre es keine Reise. Es wäre nur ein Termin im Kalender.
In diesem Sinne: Wenn das Kribbeln kommt – willkommen im Abenteuer.
Reisevorbereitungen

Für mich ist einer der schönsten Teile jeder Reise – vielleicht sogar der schönste – die Vorbereitung. Noch bevor der Koffer auch nur in die Nähe des Bettes rückt, beginnt das Kopfkino: Ich sitze gedanklich schon im Zug, im Flieger oder irgendwo zwischen zwei staubigen Busbahnhöfen und plane Routen, Transportmittel und all die kleinen und großen Herausforderungen, die unterwegs garantiert auftauchen werden. Genau diese Mischung aus Vorfreude und „Was kann schon schiefgehen?“ macht es für mich aus.
Reisevorbereitung ist für mich kein Pflichtprogramm, sondern Einstimmung. Ich tüftele an Strecken, verwerfe Pläne wieder, finde bessere, lese mich fest, verliere mich kurz – und freue mich dabei auf alles, was noch kommen wird. Abenteuer beginnt eben nicht erst am Ziel, sondern beim ersten offenen Browser-Tab.
Und ja, heutzutage gehört auch ein wenig Bürokratie zum Abenteuer dazu. Einreisebestimmungen, Formulare, Nachweise – jedes Land spielt sein eigenes Spiel mit eigenen Regeln. Den Überblick zu behalten ist manchmal schwieriger als der Grenzübertritt selbst. Mal fühlt man sich wie ein erfahrener Globetrotter, mal wie ein überforderter Azubi im Amt für Fernweh.
In diesem Newsletter nehme ich dich mit durch meine Reisevorbereitung: Ich erzähle dir ehrlich, welche Hürden mir begegnet sind, wo ich geflucht habe, wo ich lachen musste – und was ich im Nachhinein definitiv anders machen würde. Nicht als erhobener Zeigefinger, sondern als Einladung, aus meinen Erfahrungen das mitzunehmen, was für deine eigene Reise hilfreich ist.
Denn am Ende gilt wie immer: Jede Reise ist individuell. Aber ein paar Stolpersteine darf man sich ruhig gegenseitig ersparen.
Reisevorbereitungen, der nicht ultimative Guide...

Anreise
Ich wollte bewusst mit einer etablierten Airline reisen. Eine, bei der man nicht schon beim Boarding leise beginnt, sein Schicksal zu verhandeln. Maximal ein Zwischenstopp sollte es sein, dazu die realistische Chance, mehr als nur Zahnbürste und Optimismus im Gepäck unterzubringen.
Am Ende fiel die Wahl – wenig überraschend – auf die Lufthansa. Von Stuttgart über München, dann im langen, ruhigen Rutsch direkt nach Bangkok. Bewährt, berechenbar, ein bisschen wie ein guter Reisegefährte: nicht aufregend laut, aber zuverlässig da, wenn man ihn braucht.
Und weil über zwölf Stunden im Flieger zwar romantisch klingen, in der Realität aber doch eher etwas mit Sitzfleisch und Geduld zu tun haben, wurde erneut die Premium Economy gebucht. Aus Erfahrung klug. Mehr Platz, mehr Ruhe, weniger „Entschuldigung, dürfte ich mal…“.
Kurz gesagt: Der Urlaub beginnt nicht erst in Bangkok – sondern schon dann, wenn man weiß, dass der Weg dorthin entspannt bleibt.

Einreiseformalitäten
Zwingend notwendig (damit du überhaupt rein darfst)
- Reisepass: Muss bei Einreise in der Regel mindestens 6 Monate gültig sein.
- TDAC – Thailand Digital Arrival Card: Seit 1. Mai 2025 müssen alle Nicht-Thais vor Einreise diese online ausfüllen (digitaler Ersatz für das frühere TM6-Zettelchen). Offizielle Seite: tdac.immigration.go.th
- Visum / visumfreie Einreise: Für deutsche Staatsangehörige ist (Stand der Quellen) bis zu 60 Tage pro Einreise ohne Visum möglich (Tourismus/kurzer Business-Besuch) – das bestätigst du am besten kurz vor Abflug, weil Thailand hier politisch gern mal nachjustiert.
Reisezeit
Grundsätzlich kennt Thailand drei Jahreszeiten: heiß, nass und angenehm. Die beste Reisezeit liegt für viele zwischen November und Februar. Dann ist Trockenzeit, die Luft etwas gnädiger, die Temperaturen erträglich – zumindest für europäische Maßstäbe. Perfekt für Rundreisen, Stadtbummel, Tempelbesuche und das Gefühl, nicht dauerhaft in einer Dampfsauna zu leben.
März bis Mai ist die heiße Phase. Sehr heiß. Die Art von Hitze, bei der man sich morgens fragt, ob Duschen überhaupt noch Sinn ergibt. Für Strandliebhaber okay, für Städtereisen eher eine sportliche Herausforderung.
Ab Juni bis Oktober kommt die Regenzeit. Klingt schlimmer, als sie oft ist. Meist regnet es kurz, kräftig und eindrucksvoll – danach ist alles grün, frisch und irgendwie lebendig. Weniger Touristen, bessere Preise, mehr Thailand-Gefühl. Wer flexibel ist und kein Problem mit nassen Flip-Flops hat, reist jetzt oft überraschend gut.
Mein Fazit: Thailand funktioniert fast immer. Man muss nur wissen, worauf man sich einlässt. Und dann lässt man sich darauf ein – mit offenem Herzen, leichtem Gepäck und der Gelassenheit, dass selbst ein Regenschauer hier irgendwie nach Abenteuer aussieht.
Reiseblog24 • Fern- & Abenteuerreisen – Top-Meldungen Stand: Januar 2026
1. Teilreisewarnung & Sicherheitslage in Thailand
Das Auswärtige Amt hat seine Reise- und Sicherheitshinweise für Thailand im Dezember 2025 verschärft. Für mehrere Provinzen entlang der Grenze zu Kambodscha gilt wegen andauernder Gefechte, Kriegsrecht und Evakuierungen eine Teilreisewarnung – Reisen in diese Gebiete sollen vermieden werden. Für den Rest des Landes, inklusive der typischen Urlaubsregionen, besteht weiterhin die Empfehlung, mit erhöhter Vorsicht zu reisen; von nicht notwendigen Reisen in die besonders konfliktbetroffenen südlichen Provinzen wird abgeraten.
Quelle: Auswärtiges Amt – Reise- und Sicherheitshinweise Thailand, Reisereporter – Teilreisewarnung Thailand
2. Gesundheit: Smog & Dengue im Blick behalten
In Bangkok, Chiang Mai und anderen Großstädten kann die Feinstaubbelastung vor allem in der Trockenzeit von November bis April stark ansteigen. Reisende sollten die aktuelle Luftqualität über Apps und Websites prüfen und bei empfindlichen Atemwegen Maske und Schonung einplanen. Parallel überwachen die Behörden weiterhin Dengue-Fieber: Nach einem Anstieg 2024/25 wird für 2026 zwar ein Rückgang der Fallzahlen erwartet, dennoch bleiben konsequenter Mückenschutz, helle Kleidung und frühe ärztliche Abklärung bei Fieber wichtig.
Quelle: Auswärtiges Amt – Gesundheit & Umwelt, Portail Asie – Thailand Situation & Advice
3. Einreise: Bis zu 60 Tage visafrei – aber strengere Kontrollen
Thailand hat 2024 die visafreie Aufenthaltsdauer für Staatsangehörige von inzwischen 93 Ländern von 30 auf 60 Tage verlängert und das Programm 2025 weiter ausgebaut. Gleichzeitig prüfen die Behörden das System seit Herbst 2025 erneut und gehen konsequenter gegen sogenannte „Visa Runs“ vor: Wer versucht, durch häufige Ein- und Ausreisen de facto dauerhaft visumfrei im Land zu bleiben, muss mit intensiven Kontrollen und im Einzelfall mit Zurückweisung rechnen. Vor der Abreise sollten Reisende daher prüfen, ob ihre Staatsangehörigkeit von der 60-Tage-Regel erfasst ist, und Nachweise für Weiterreise, Unterkunft und ausreichende finanzielle Mittel bereithalten.
Quelle: Reuters – Visa-Reformen Thailand, VisasNews – 60-Tage-Visumbefreiung
4. Trend: Workation & Digital-Nomad-Programme
Mit dem Destination Thailand Visa (DTV) positioniert sich Thailand als Workation- und Digital-Nomad-Hotspot. Das Visum erlaubt mehrfache Einreisen über fünf Jahre, mit Aufenthalten von jeweils bis zu 180 Tagen und der Möglichkeit einer Verlängerung – ideal für Remote-Worker, Kreative und Freelancer, die länger im Land bleiben wollen. Ergänzend werden Programme wie die Thailand Privilege Card weiterentwickelt, deren neue Mitgliedsstufen und Preise ab 2026 gelten und sich an Langzeitgäste mit gehobenem Servicebedarf richten.
Quelle: Königliche Thailändische Botschaft Frankfurt – DTV, Thailand Privilege Card 2026 – Überblick
5. Nachhaltiger Insel-Tourismus: Saison-Schließungen & E-Tickets
Mehrere Meeresnationalparks, darunter die beliebten Similan- und Surin-Inseln in der Andamanensee, schließen jedes Jahr während der Monsunzeit mehrere Monate für Besucher, um Riffe und Tierwelt zu entlasten. Nach der Wiederöffnung im Oktober 2025 wurde ein elektronisches Eintrittsticket eingeführt, bei dem Besucher ihre Reisepassnummer hinterlegen; es soll für mehrere Meeresnationalparks einschließlich der Phi-Phi-Inseln gelten. Die berühmte Maya Bay bleibt zudem streng reguliert: begrenzte Besucherzahlen, kein direktes Anfahren mit Booten, Badeverbot in der Bucht und zeitlich limitierte Aufenthalte – Punkte, die auch 2026 bei der Reiseplanung berücksichtigt werden sollten.
Quelle: WELT – Schließung von Similan & Surin, Simba Sea Trips – Regeln für Maya Bay
Empfohlen von Reiseblog24
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✅ Reiseblog24.net – Checkliste Thailand Reisevorbereitung
Für Thailand ist die Vorbereitung zum Glück überschaubar – aber ein paar Dinge sind wirklich zwingend, wenn du nicht schon am Flughafen in den “Warum bin ich eigentlich so?”-Modus wechseln willst:
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Mindestens 6 Monate gültig
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Zustand okay (Thailand mag keine zerfledderten Dokumente)
👉 Klingt banal. Ist aber der Klassiker.
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Pflicht vor Einreise
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Online ausfüllen (keine Papier-Romantik mehr)
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Screenshot + PDF offline speichern
👉 Wer hier schludert, startet sein Abenteuer am Flughafen-Schalter.
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Wird nicht immer verlangt
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Aber wenn, dann genau bei dir
👉 Ich hab’s immer dabei. Für den Seelenfrieden.
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Besonders wichtig für TDAC
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Norden & Süden gern flexibel – erste Nächte fest
👉 Danach darf das Abenteuer übernehmen.
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Ohne ihn:
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Stress bei Kontrollen
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Kein Versicherungsschutz bei Unfällen
👉 Thailand + Mietwagen ohne internationalen Führerschein = teure Mutprobe.
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Vollkasko ohne Selbstbeteiligung
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Fahrzeug bei Übergabe filmen
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Kleine Schäden vorher dokumentieren
👉 Spart Diskussionen und graue Haare.
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35–40 °C keine Seltenheit
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Klimaanlage ist kein Luxus, sondern Überlebenshilfe
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Fahrten früh morgens oder spät nachmittags
👉 Songkran (April) = Wasserschlacht + Verkehrschaos. Plan mit Humor.
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Zwei Kreditkarten
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Etwas Bargeld (THB) für ländliche Regionen
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PINs vorher prüfen
👉 Nichts killt Abenteuerlust schneller als ein gesperrter Geldautomat.
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Inkl. Rücktransport
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Ohne Selbstbeteiligung
👉 Die wichtigste Buchung, die du hoffentlich nie brauchst.
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eSIM oder lokale SIM
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Offline-Karten (Google Maps!)
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Auswärtiges Amt Registrierung
👉 Vorbereitung ist kein Misstrauen – sie ist Erfahrung.
🌴 Mein Fazit
Thailand im März und April ist intensiv: Hitze, Farben, Gerüche, Verkehr, Lächeln – alles auf Anschlag.
Mit dem Mietwagen bekommst du Freiheit, aber auch Verantwortung. Wer vorbereitet ist, fährt entspannter. Wer improvisiert, lernt schneller.
Und genau darum geht’s bei Reiseblog24.net:
Nicht perfekt reisen – bewusst reisen.

Nord Schwarzwald - die Mineralwasser Tour

















