Coober Pedy - Opal City
Coober Pedy wirkt, als hätte jemand beschlossen, der Hitze einfach auszuweichen – konsequent nach unten. Die Opalstadt lebt halb unter der Erde, zwischen Stollen, Staub und Geschichten, die genauso funkeln wie die Steine selbst. Hier suchen Menschen seit Generationen nach Glück mit Spitzhacke und Geduld, während oben die Sonne gnadenlos regiert. Abenteuerlust trifft auf Pragmatismus, Magie auf Mangel an Schatten. Coober Pedy ist kein hübscher Ort – aber ein ehrlicher. Und genau das macht seinen Reiz aus.


Unter der Erde von Coober Pedy
Gefangen in den endlosen Weiten des australischen Outback liegt Coober Pedy – ein Ort, der nicht nur über, sondern auch unter der Erde eine faszinierende Welt offenbarte. Hier, in der sogenannten „Opalhauptstadt der Welt“, dreht sich alles um den Abbau der kostbaren Edelsteine und den außergewöhnlichen Lebensstil der Bewohner.
Als ich in Coober Pedy ankam, war ich sofort von der surrealen Landschaft gefesselt. Das trockene, karge Outback, durchzogen von steinigen Hügeln und schroffen Felsformationen, ließ mich glauben, auf einem anderen Planeten gelandet zu sein. Die Sonne brannte unerbittlich vom Himmel, und schnell wurde mir klar, warum so viele Menschen hier unter der Erde lebten.
Coober Pedy war weltberühmt für seine unterirdischen Wohnungen, die als „Dugouts” bekannt waren. Diese in den Fels gehauenen Behausungen boten nicht nur Schutz vor der brütenden Hitze, sondern auch eine konstante Temperatur von angenehmen 24 Grad Celsius – ein Segen in dieser extremen Umgebung. Ich hatte das Glück, ein solches Dugout zu besichtigen, und die Erfahrung war schlichtweg beeindruckend. Es war faszinierend zu sehen, wie die Menschen hier ihre Lebensräume gestaltet hatten – gemütlich, funktional und überraschend modern.
Neben den Wohnhöhlen entdeckte ich auch unterirdische Kirchen und Kunstgalerien, die den kreativen Geist der Gemeinde widerspiegelten. Besonders die St. Peter & Paul’s Church, eine in den Fels gehauene Kapelle, beeindruckte mich mit ihrer schlichten, aber eindrucksvollen Atmosphäre.
Coober Pedy gilt als das raue Herz der australischen Opalwelt – ein Ort, der Abenteurer, Glücksritter und Träumer aus allen Ecken der Welt angezogen hat. Schon bei der Ankunft liegt dieser besondere Mix aus Staub, Hoffnung und Wahnsinn in der Luft. Ich hatte das Glück, eine der legendären Opalminen zu betreten und einen unmittelbaren Eindruck von einer Arbeit zu bekommen, die alles ist – nur nicht bequem.
Der erste Blick auf echte Opale aus nächster Nähe war tatsächlich magisch. Diese Farben, dieses Schimmern, als hätte jemand das Licht der Wüste eingefangen und in Stein gegossen. Tiefes Blau, sattes Grün, plötzlich ein feuriges Rot – fast unwirklich. In diesem Moment versteht man sofort, warum Menschen hier Jahre, manchmal ein ganzes Leben verbringen, immer auf der Suche nach dem einen Fund, der alles verändert.
Doch Romantik endet schnell, sobald man begreift, was das Schürfen wirklich bedeutet. Hitze, Staub, enge Schächte und eine Geduld, die man nicht lernen kann. Ich traf Opalschürfer, deren Gesichter Geschichten erzählten, lange bevor sie den Mund öffneten. Ihre Leidenschaft war greifbar – genährt von Hoffnung, Erfahrung und einer gehörigen Portion Sturheit. Jeder Schlag, jede Gesteinsprobe trägt die leise Frage in sich: Ist es diesmal so weit?
In der Mine lernte ich die Abläufe kennen – moderne Bohrmaschinen, Sprengungen, die den harten Fels aufbrechen, aber auch die fast meditative Handarbeit, bei der jedes Stück Gestein aufmerksam geprüft wird. Hightech trifft hier auf Bauchgefühl. Und beides entscheidet über Erfolg oder Enttäuschung.
Coober Pedy selbst ist mehr als nur Bergbau. Es ist eine Stadt, die sich der Wüste angepasst hat. Viele Menschen leben unterirdisch, nicht aus Exzentrik, sondern aus Vernunft. Unter der Erde ist es kühl, still und erstaunlich gemütlich – ein krasser Gegensatz zur gnadenlosen Hitze draußen.
Am Ende bleibt Coober Pedy ein Ort, der polarisiert. Rau, unbequem, faszinierend. Ein Platz, an dem Abenteuerlust, Überlebenskunst und die ewige Jagd nach Glück untrennbar miteinander verbunden sind. Wer hierherkommt, sucht selten nur einen Edelstein – sondern meist auch ein Stück von sich selbst.
Coober Pedy ist eine kleine, aber faszinierende Stadt mit einer lebendigen Gemeinschaft von Menschen aus aller Welt. Die Einwohner waren hart arbeitend, gastfreundlich und stolz auf ihre einzigartige Kultur und Lebensweise. Diese abgelegene Siedlung im Herzen des australischen Outbacks bot alles, was man von einem Ort zum Leben erwartete – nur eben oft ein wenig anders, als ich es gewohnt war.
Die Stadt war bekannt für ihre unterirdischen Wohnhäuser, die sogenannten „Dugouts“. Diese boten Schutz vor der drückenden Hitze des Outbacks und verliehen Coober Pedy ein unverwechselbares Flair. Besonders beeindruckt war ich von der unterirdischen Kirche, in der Gottesdienste abgehalten wurden – ein stiller und zugleich magischer Ort.
Coober Pedy war nicht nur für seine Opalschätze berühmt, sondern auch für seine besondere Atmosphäre, die Besucher sofort in ihren Bann zog. Meine Reise dorthin zeigte mir, dass es noch immer unentdeckte Wunder auf der Welt gab und dass Abenteuer oft an den ungewöhnlichsten Orten zu finden waren. Wenn du jemals die Gelegenheit hast, dieses versteckte Juwel im australischen Outback zu besuchen, zögere nicht – Coober Pedy wird dich mit seiner einzigartigen Magie verzaubern.
Während meines Aufenthalts hatte ich auch die Gelegenheit, die beeindruckende Umgebung zu erkunden. Die endlosen Wüstenlandschaften und die geheimnisvollen Felsformationen im Breakaways Conservation Park zogen mich sofort in ihren Bann. Eine Offroad-Tour führte mich durch raue Outback-Pfade, vorbei an schroffen Hügeln und ausgetrockneten Flussbetten.
Besonders eindrucksvoll war der Sonnenuntergang über den Breakaways – die Farben des Himmels spiegelten sich in den roten und weißen Felsen und ließen die Landschaft fast surreal erscheinen. Nach Einbruch der Dunkelheit bot der klare Nachthimmel ein atemberaubendes Schauspiel aus Sternen, das ich so schnell nicht vergessen werde.
Zwischen roter Erde und trockenem Gras liegen Grabsteine verstreut, als hätten sie sich ihren Platz selbst ausgesucht. Manche schlicht, andere auffallend persönlich, fast eigenwillig. Jeder erzählt von einem Leben, das sich hierher verirrt hat – oft weit weg von Herkunft, Familie und Sicherheit. Geschichten von Hoffnung, von Glückssuche, von Menschen, die dem Outback mehr abverlangt haben, als es manchmal zurückgeben konnte.
Besonders berührend sind die Inschriften. Liebevolle Worte für Partner, Freunde, Weggefährten. Kleine Sätze, die mehr über Nähe und Verlust erzählen als ganze Biografien. Und dann – ganz typisch Coober Pedy – dieser trockene, schwarze Humor. Grabsteine, die schmunzeln lassen, obwohl man das eigentlich nicht erwartet. Aber genau das passt hierher. Wer in dieser Gegend überlebt hat, hat gelernt, dem Leben – und dem Tod – mit einer gewissen Ironie zu begegnen.
Ein Ort wie kein anderer
Coober Pedy war nie eine normale Stadt. Sie lebt unter der Erde, aus Notwendigkeit und aus Einfallsreichtum. Dugouts statt Einfamilienhäuser, Pragmatismus statt Romantik. Der Friedhof spiegelt genau das wider: kreativ, direkt, manchmal skurril, aber immer ehrlich. Ein Grab in Form eines Bierfasses blieb besonders im Gedächtnis – eine letzte, augenzwinkernde Verbeugung vor den eigenen Gewohnheiten.
Beim langsamen Gang zwischen den Gräbern wird klar: Dieser Ort ist kein Ende, sondern ein Echo. Von Abenteurern, Glücksrittern, Aussteigern. Von Menschen, die das Extreme gesucht haben – und geblieben sind. Der Friedhof von Coober Pedy ist still, ja. Aber er ist alles andere als leblos. Er erzählt von Mut, Entbehrung und einer Gemeinschaft, die selbst im Tod ihren eigenen Ton behält.
Ein Platz, der nachwirkt. Leise, schräg – und erstaunlich menschlich.
Harry, ein abenteuerlustiger junger Mann aus Deutschland, wanderte in den 1950er-Jahren nach Australien aus. Getrieben von seiner Leidenschaft für die unberührte Natur und die exotische Tierwelt des Kontinents, begab er sich auf eine Reise ins Ungewisse.
Während einer seiner Expeditionen durch die raue, australische Wüste machte Harry eine bemerkenswerte Entdeckung: Er fand ein verletztes Krokodilbaby. Anstatt das Tier seinem Schicksal zu überlassen, entschied er sich, es zu retten und aufzuziehen. Diese unerwartete Begegnung markierte den Beginn einer außergewöhnlichen Verbindung zwischen Harry und den Krokodilen. Im Laufe der Jahre kümmerte er sich um mehrere dieser faszinierenden Reptilien und schuf einen sicheren Lebensraum für sie – mitten in der lebensfeindlichen Wildnis.
Doch Crocodile Harry war nicht nur für seine Tierliebe bekannt. Sein exzentrischer Lebensstil machte ihn zu einer Legende. Er baute sich ein Zuhause, das so einzigartig war wie er selbst – ein Netzwerk aus Höhlen und Tunneln, die er eigenhändig in den Fels gegraben hatte. Dieses unterirdische Domizil bot Schutz vor der sengenden Hitze der Wüste und entwickelte sich schnell zu einer kuriosen Attraktion. Reisende aus aller Welt pilgerten dorthin, um mehr über sein Leben zu erfahren und einen Blick in seine ungewöhnliche Welt zu werfen.
Crocodile Harry ließ sich in der Nähe von Coober Pedy, einer kleinen Stadt im Herzen Australiens, nieder. Berühmt für ihre Opalfunde, zog die Stadt seit Anfang des 20. Jahrhunderts Abenteurer und Glückssucher an. Doch Coober Pedy war mehr als nur eine Minenstadt – ihre unterirdischen Wohnungen, sogenannten „Dugouts“, boten Schutz vor der drückenden Hitze und verliehen ihr ein fast außerirdisches Aussehen.
Viele behaupteten, Harry sei selbst ein ehemaliger Opalschürfer gewesen, bevor er seinen legendären Ruf als Krokodiljäger erlangte. Sein Haus, das als „Crocodile Harry’s Underground Nest“ bekannt wurde, verwandelte sich später in eine Art Museum – vollgestopft mit kuriosen Fundstücken, Kunstwerken und Graffiti, die von Besuchern aus aller Welt hinterlassen wurden.
Coober Pedy diente außerdem als Kulisse für Filme wie „Mad Max: Beyond Thunderdome“, was die mystische Atmosphäre der Stadt zusätzlich verstärkte. Der Ort war eine faszinierende Mischung aus Abenteuer, Kunst und Überlebenskampf – genau das, was Crocodile Harry verkörperte.
Als ich durch die staubigen Straßen von Coober Pedy schlenderte, spürte ich sofort, dass der wahre Reichtum dieser Stadt tief unter der Erde verborgen lag. Auf den ersten Blick wirkte Coober Pedy wie eine typische, abgelegene Wüstenstadt – karg, staubig und von der Hitze geprägt. Doch schon nach wenigen Momenten offenbarte sich mir ihre faszinierende Seele.
Die Opalminen, für die Coober Pedy weltberühmt ist, glichen einem endlosen Labyrinth aus unterirdischen Gängen und Höhlen. Sie waren einst mühevoll von Hand gegraben worden – ein schweißtreibendes Unterfangen unter extremen Bedingungen. In den frühen Tagen des Opalabbaus lebten viele der Bergleute direkt in den Minen, um der erbarmungslosen Hitze und dem grellen Sonnenlicht der Wüste zu entkommen. Ihre unterirdischen Wohnungen, sogenannte „Dugouts“, boten Schutz und wurden im Laufe der Zeit zu einem Markenzeichen der Stadt.
Während meines Besuchs erkundete ich einige dieser ehemaligen Minen, die inzwischen für Touristen zugänglich gemacht wurden. Der Anblick der alten Werkzeuge und Geräte, die von den Bergleuten benutzt worden waren, ließ mich staunen. Es war beeindruckend, sich vorzustellen, wie sie hier oft monatelang gruben – immer auf der Suche nach dem großen Fund, der ihr Leben verändern sollte.
Viele der einst geschäftigen Minen waren mittlerweile verlassen und von der Natur zurückerobert worden. Dennoch blieb ihr Geist spürbar. Ich fragte mich, wie hart das Leben damals gewesen sein musste und welche Opfer die Menschen gebracht hatten, um ihren Traum von einem glitzernden Opal zu verwirklichen.
Ein besonderes Highlight war die Möglichkeit, selbst nach Opalen zu suchen. Mit einer kleinen Spitzhacke und viel Geduld fühlte ich mich für einen Moment wie einer der Glücksritter, die einst diese Stadt geprägt hatten. Zwar fand ich keinen wertvollen Stein, aber das Erlebnis war unvergesslich.
Coober Pedy war jedoch weit mehr als nur seine Minen. Die Stadt erzählte Geschichten von Mut, Ausdauer und einer tiefen Verbindung zur Erde. Ich verließ diesen besonderen Ort mit einem neuen Verständnis dafür, dass hinter jedem glänzenden Edelstein eine Geschichte voller Schweiß, Hoffnungen und Träume lag.
Coober Pedy liefert rund 70 % der weltweiten Opale und ist seit der Entdeckung des ersten Opals im Jahr 1915 ein Anziehungspunkt für Glücksritter und Mineraliensammler.
Aufgrund der extremen Hitze – die Temperaturen steigen im Sommer oft über 45 °C – leben viele Einwohner in unterirdischen Häusern, den sogenannten Dugouts. Diese bieten angenehme Temperaturen von etwa 23 °C das ganze Jahr über – ganz ohne Klimaanlage!
Der Coober Pedy Opal Fields Golf Club ist einer der ungewöhnlichsten Golfplätze der Welt – komplett graslos. Statt Grün gibt es Sand, und die Spieler tragen oft ein kleines Stück Kunstrasen mit sich, um den Ball darauf abzulegen.
Coober Pedy diente als Drehort für Science-Fiction-Filme wie „Mad Max: Beyond Thunderdome“, „Pitch Black“ und „Priscilla – Königin der Wüste“. Die karge Landschaft sieht so außerirdisch aus, dass sie oft als Mars-Kulisse genutzt wird.
Der berühmte Dingo Fence beginnt in der Nähe von Coober Pedy und erstreckt sich über 5.600 Kilometer. Er wurde gebaut, um Dingos von den Schafherden im Süden Australiens fernzuhalten.
Viele Besucher versuchen ihr Glück beim „Noodling“ – dem Durchsuchen von Geröll nach übrig gebliebenen Opalen. Mit etwas Geduld kann man tatsächlich kleine Schätze finden!
Trinkwasser ist in Coober Pedy kostbar. Es wird per Pipeline oder Tankwagen angeliefert und in Wassertanks gespeichert. Duschen und Abwasch sind hier echte Luxusmomente!
Die Stadt ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Menschen aus über 45 Nationen kamen hierher, um ihr Glück im Opalabbau zu versuchen. Diese Vielfalt spiegelt sich in der Architektur, den Kirchen und Restaurants wider.
Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die Serbian Orthodox Church, die direkt in den Felsen gehauen wurde, sowie ein unterirdisches Hotel, das Besuchern einen Eindruck vom Leben unter Tage vermittelt.
Der Name Coober Pedy stammt aus der Sprache der Aborigines und bedeutet „weißer Mann im Loch“ – ein passender Hinweis auf die Bergleute, die unter der Erde lebten und arbeiteten.

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