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Nützliche Informationen zu Australien

Also schnapp dir dein Notizbuch und lass uns gemeinsam deine Reiseplanung starten – Australien wartet auf dich!

Reiseblog24 | Nützliche Informationen zu Australien
Wichtige Tipps für deine Reiseplanung

Australien – ein Kontinent voller Abenteuer, atemberaubender Naturwunder und pulsierender Städte. Ob du die roten Sanddünen des Outback erkunden, an den weißen Stränden der Whitsundays entspannen oder durch das hippe Melbourne schlendern möchtest – Australien hat für jeden etwas zu bieten. Doch bevor du dich ins Abenteuer Down Under stürzt, gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten.

In diesem Beitrag findest du alles, was du über die Einreisebestimmungen, Visa-Anforderungen und den Verkehr in Australien wissen musst. Egal, ob du einen Roadtrip entlang der Great Ocean Road planst oder die Städte mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden möchtest – mit meinen Tipps bist du bestens vorbereitet.

Von der Visabeantragung bis zum Linksverkehr – alles auf einen Blick!

Ich teile mit dir nützliche Informationen zu den verschiedenen Visumoptionen, praktische Hinweise zur Anreise und Weiterreise innerhalb Australiens sowie Empfehlungen für den Umgang mit dem ungewohnten Linksverkehr. Außerdem verrate ich dir, wie du das Beste aus deinem Aufenthalt herausholst – von Apps für den öffentlichen Nahverkehr bis zu Geheimtipps für günstige Mietwagen.

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EINREISE

Bei der Einreise nach Australien gibt es verschiedene Dinge zu beachten, insbesondere in Bezug auf Visa und Gesundheitsvorschriften. Hier sind einige wichtige Punkte, die du beachten solltest:

  1. Visa: Du benötigst in der Regel ein gültiges Visum, um nach Australien einreisen zu dürfen. Informiere dich rechtzeitig vor der Reise, welche Art von Visum du benötigst und beantrage es entsprechend.

  2. Gesundheitsvorschriften: Australien hat sehr strenge Gesundheitsvorschriften, um die Einschleppung von Krankheiten zu verhindern. Du musst möglicherweise eine medizinische Untersuchung durchführen lassen oder Impfungen vorweisen, um einreisen zu dürfen. Informiere dich daher rechtzeitig vor der Reise über die erforderlichen Gesundheitsvorschriften.

  3. Zollbestimmungen: Australien hat auch strenge Zollbestimmungen, insbesondere in Bezug auf Lebensmittel und Pflanzen. Es ist wichtig, dass du dich an die Zollbestimmungen hältst, um Probleme bei der Einreise zu vermeiden.

  4. Quarantänebestimmungen: Du musst möglicherweise eine Zeit lang in Quarantäne, wenn du aus einem Land einreist, das als Risikogebiet für bestimmte Krankheiten gilt. Informiere dich daher rechtzeitig vor der Reise über die aktuellen Quarantänebestimmungen.

Es ist auch empfehlenswert, sich vor der Reise über die aktuelle Situation in Australien zu informieren, insbesondere in Bezug auf die COVID-19-Pandemie. Die Einreisebestimmungen können sich jederzeit ändern, daher ist es wichtig, sich regelmäßig zu informieren.

REISEPLANUNGEN

Australien ist ein riesiges Land mit einer Vielzahl von Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten. Hier sind jedoch einige allgemeine Empfehlungen für eine Reiseplanung:

  1. Bestimme Deine Route: Wähle die Städte und Sehenswürdigkeiten aus, die Du besuchen möchtest, und lege solch eine Route fest. Ein beliebter Weg ist, die Ostküste entlang zureisen, von Cairns bis nach Melbourne oder Sydney.

  2. Entscheide rechtzeitig, wie Du reisen möchtest: Du kannst Australien mit dem Mietwagen, öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Camper Van bereisen. Der öffentliche Verkehr ist in den Städten gut ausgebaut, aber um das Land zu erkunden, ist ein eigenes Fahrzeug oder ein gemietetes Auto empfehlenswert.

  3. Plane genügend Zeit ein: Australien ist ein großes Land und es kann mehrere Tage dauern, um zwischen den Orten zu reisen. Plane daher gut und ausgewogen, um die Reise zu genießen und nicht gestresst zu sein. Ich plane immer ein paar Tage Auszeit ein, um auf überraschendes reagieren zu können.

  4. Berücksichtige das Wetter: Australien hat unterschiedliche Klimazonen, daher ist es wichtig, das Wetter bei der Planung Deiner Route und Aktivitäten zu berücksichtigen. Zum Beispiel ist die beste Reisezeit für die nördlichen Gebiete während der Trockenzeit zwischen Mai und Oktober.

  5. Erlebe die Natur: Australien hat eine atemberaubende Landschaft und eine Vielzahl von Nationalparks, die Du besuchen solltest. Einige der bekanntesten sind der Kakadu National Park, der Uluru-Kata Tjuta National Park und der Great Barrier Reef Marine Park.

  6. Erfahre viel mehr über die Kultur: Australien hat eine reiche Kultur und Geschichte, die Du durch den Besuch von Museen, Galerien und historischen Stätten erkunden kannst. Eine der bekanntesten Attraktionen ist das Sydney Opera House.

  7. Genieße die Küche: Australien ist für seine gute Küche bekannt, insbesondere für seine frischen Meeresfrüchte und sein Barbecue. Probiere die lokalen Spezialitäten und erlebe die vielfältige kulinarische Szene.

Ich hoffe, diese Tipps helfen Dir (und auch mir...) bei der Planung einer Reise nach Australien. Wenn Du weitere Fragen hast oder spezifischere Informationen benötigst, stehe ich gerne zur Verfügung.

REISEFÜHRER FÜR AUSTRALIEN

Ich kann dir einige der beliebtesten Reiseführer für Australien empfehlen:

  1. Lonely Planet Australia: Dieser Reiseführer ist eine der bekanntesten und umfassendsten Quellen für Informationen über Australien. Er enthält detaillierte Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Unterkünften, Restaurants, Transportmöglichkeiten und vielem mehr

  2. Rough Guides Australia: Dieser Reiseführer ist ebenfalls sehr beliebt und bietet eine gute Mischung aus praktischen Informationen und kulturellen Hintergrundinformationen. Er enthält auch Vorschläge für verschiedene Routen und Reiserouten durch Australien.

  3. Baedeker Australia: Dieser Reiseführer ist eine gute Wahl für Reisende, die eine detaillierte und umfassende Reiseführer möchten. Er enthält umfassende Informationen zu jeder Region Australiens, einschließlich Karten, Hintergrundinformationen, Sehenswürdigkeiten, Geschichte und vielem mehr.

  4. Fodor's Essential Australia: Dieser Reiseführer ist ideal für Reisende, die eine schnelle und prägnante Einführung in Australien suchen. Er enthält Informationen zu den Top-Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten und Restaurants in jeder Region.

  5. National Geographic Traveler Australia: Dieser Reiseführer bietet nicht nur praktische Informationen, sondern auch atemberaubende Fotografien und detaillierte Hintergrundinformationen zu Australiens Natur, Kultur und Geschichte.

Letztlich hängt die Wahl des Reiseführers davon ab, welche Art von Informationen du benötigst und welche Art von Reise du planst. Ich hoffe, dass ich dir mit diesen Empfehlungen helfen konnte und wünsche dir eine schöne Reise nach Australien!

MOBIL SEIN
  1. Klima und Wetter: Australien ist ein großes Land mit unterschiedlichen Klimazonen. Informiere dich daher rechtzeitig vor der Reise über das Klima und Wetter in den Gebieten, die du besuchen möchtest, um dich entsprechend kleiden und vorbereiten zu können.

  2. Straßenverkehr: In Australien herrscht Linksverkehr, was für Touristen aus Ländern mit Rechtsverkehr eine Herausforderung sein kann. Informiere dich daher vor der Reise über die Verkehrsregeln und achte besonders auf den Straßenverkehr.

NÜTZLICHE INFORMATION ZU AUSTRALIEN

Anreise aus Europa

Meine Reise beginnt in Frankfurt am Main, von wo aus ich mit Qatar Airways nach Alice Springs fliege. Auf dem Rückweg gönne ich mir noch ein paar entspannte Tage auf Bali und fliege dann über Denpasar zurück nach Frankfurt.

Die Strecke von Frankfurt nach Alice Springs ist zwar etwas länger, aber Qatar Airways bietet komfortable Verbindungen mit einem Zwischenstopp in Doha. Gebucht habe ich meine Flüge ganz bequem über Booking.com – eine Plattform, die ich regelmäßig nutze, weil sie nicht nur übersichtlich ist, sondern auch gute Angebote für Flüge und Hotels bietet. Besonders praktisch finde ich, dass ich dort alle Buchungen auf einen Blick habe und bei Bedarf flexibel umbuchen kann.

Der erste Abschnitt der Reise führt mich in etwa sechs Stunden nach Doha. Der Hamad International Airport ist modern und bietet alles, was man für eine entspannte Pause braucht – von gemütlichen Lounges bis hin zu zahlreichen Restaurants und Geschäften. Perfekt, um sich nach dem ersten Flug die Beine zu vertreten und ein bisschen zu entspannen, bevor es weitergeht.

Von Doha geht es dann über Melbourne nach Alice Springs – eine Etappe, die etwa 14 Stunden dauert, inklusive Umsteigen. Insgesamt bin ich also rund 20 Stunden unterwegs. Zugegeben, das ist kein Katzensprung, aber mit einem guten Buch, einer Playlist und vielleicht dem einen oder anderen Film vergeht die Zeit sicher wie im Flug.

Ich freue mich schon riesig auf das Abenteuer, das mich in Australien erwartet!

WÄHRUNG UND GELD

In Australien wird der australische Dollar (AUD) als offizielle Währung verwendet. Der AUD ist eine der weltweit am meisten gehandelten Währungen und wird von vielen Banken und Wechselstuben weltweit akzeptiert.

Wenn du nach Australien reist, ist es eine gute Idee, einige australische Dollar im Voraus zu besorgen, damit du Bargeld hast, um Essen, Trinken und andere Ausgaben zu bezahlen. Du kannst australische Dollar entweder bei einer Bank oder einer Wechselstube tauschen. In vielen Städten gibt es auch Geldautomaten, an denen du mit einer internationalen Debitkarte Geld abheben kannst.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass Australien ein bargeldloses Land ist und dass die meisten Geschäfte, Restaurants und Bars Kreditkarten akzeptieren. Es ist daher eine gute Idee, eine Kreditkarte mitzunehmen, um größere Einkäufe zu tätigen oder um auf Reisen zu bezahlen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es in Australien relativ einfach ist, an Bargeld zu kommen und dass es auch viele Möglichkeiten gibt, bargeldlos zu bezahlen. Es lohnt sich jedoch, die Wechselkurse und Gebühren im Auge zu behalten, um sicherzustellen, dass du das Beste aus deinem Geld machst.

Kreditkarten in Australien

In Australien sind Kreditkarten ein gängiges Zahlungsmittel und werden von den meisten Geschäften und Restaurants akzeptiert. Mastercard und Visa sind am häufigsten im Einsatz und werden am besten akzeptiert. Die American Express Karte wird in Australien ständig als Zahlungsmittel abgelehnt.

  1. Wähle eine Kreditkarte mit niedrigen Gebühren: Achte auf Kreditkarten mit niedrigen Jahresgebühren, niedrigen Auslandseinsatzgebühren und niedrigen Zinsen. Vergleiche die Angebote verschiedener Banken und Kreditkartenanbieter, um die beste Option für Deine Bedürfnisse zu finden.

  2. Wählen eine Kreditkarte, die Deine Bedürfnisse erfüllt: Überlege, welche Art von Kreditkarte Du benötigen wirst, nicht nur für diesen einen Urlaub. Wenn Du häufig unterwegs bist, solltest Du eine Kreditkarte wählen, die spezielle Reiseversicherungen und Belohnungen bietet. 

  3. Verwende Deine Kreditkarte sicher: Achte darauf, die Kreditkarte ungefährdet zu verwenden, um Betrug zu vermeiden. Verwende die Karte nur auf sicheren Websites und halte Deine PIN-Nummer geheim.

  4. Überprüfe Deine Kreditkartenabrechnungen: Um sicherzustellen, dass keine unautorisierten Gebühren oder Transaktionen auf der Karte vorgenommen wurden.

  5. Beachte auch die Währungsumrechnungsgebühren: Wenn Du die Kreditkarte im Ausland verwendest, können Währungsumrechnungsgebühren anfallen. Achte darauf, wie viel Deine Kreditkarten Firma für Transaktionen in ausländischen Währungen berechnet.

Insgesamt ist es wichtig, eine Kreditkarte zu wählen, die Deinen Bedürfnissen entspricht und sicher zu verwenden ist. Wenn Du weitere Fragen hast, wende Dich an Deine Bank oder Kreditkartenanbieter, um weitere Informationen zu erhalten.

MEDIZINISCHE VERSORGUNG

In Australien gibt es ein öffentliches Gesundheitssystem namens Medicare, das von der Regierung finanziert wird und eine Grundversorgung für alle Bürger und ständigen Einwohner bietet. Das Medicare-System deckt die Kosten für medizinische Leistungen wie Hausarztbesuche, Krankenhausaufenthalte, Notfallbehandlungen und bestimmte Arzneimittel ab.

Neben Medicare gibt es auch private Krankenversicherungen, die zusätzliche Leistungen anbieten und den Patienten eine größere Auswahl an Ärzten und Krankenhäusern ermöglichen. Viele Australier haben sowohl eine öffentliche als auch eine private Krankenversicherung, um den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten.

Die Qualität der medizinischen Versorgung in Australien ist in der Regel sehr hoch, und das Land verfügt über viele qualifizierte Ärzte, Krankenschwestern und medizinisches Personal. Es gibt auch viele spezialisierte Krankenhäuser und Kliniken, die sich auf bestimmte Bereiche der Medizin wie Krebsbehandlung, Herzchirurgie oder Kindermedizin konzentrieren.

REISEKRANKENVERSICHERUNG

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt auch in Australien nicht alle Kosten. Deshalb sollte z. B. für einen notwendigen Krankenrücktransport nach Deutschland oder Behandlungen bei Privatärzten oder in Privatkliniken eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen werden.

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Fakten zu Australien (Outback)

Australiens Outback ist kein Ort für „mal schauen, wird schon“. Es ist Weite, Hitze, Staub – und dieses unglaubliche Gefühl, dass die Welt plötzlich ganz groß und du ganz klein wirst. Genau darin liegt der Reiz: echte Stille, rote Pisten, Sternenhimmel wie aus einer anderen Dimension. Wer hier Abenteuer will, bekommt es – aber nur, wenn Planung, Respekt und ein klarer Kopf mit im Gepäck sind. Diese Top Ten sind kein Spaßbremsen-Handbuch, sondern deine Eintrittskarte für ein Outback-Erlebnis, das wild bleibt, ohne dumm zu werden.


Wasser ist nicht „nice to have“, sondern dein Überleben

Im Outback gilt: Wasser ist Treibstoff für den Körper. Plane nicht mit „wird schon“, sondern mit Reserve. Rechne grob mit mindestens 4–6 Litern pro Person und Tag – plus Puffer für Hitze, Umwege, Pannen und einen Tag Stillstand. Trink regelmäßig, nicht erst wenn der Kopf pocht. Elektrolyte (Pulver/Tabletten) helfen, wenn du schwitzt wie ein undichter Wasserhahn. Wasser nicht nur im großen Kanister, sondern verteilt in mehreren Behältern – falls einer undicht wird. Und: Wasser für Kühler/Notfall ist nicht dasselbe wie Trinkwasser. Beides einpacken. Wer hier spart, spart am falschen Ende – nämlich am eigenen.

Sprit-Management: Strecke, Verbrauch, Reserve – und Demut

Tankstellen sind im Outback nicht „alle 20 km“. Manchmal sind es 200, 300, 500 km – und manchmal ist eine Station geschlossen oder leer. Plane konservativ: Verbrauch im Gelände, Gegenwind, Sand, Wellblechpiste = deutlich mehr als auf Asphalt. Nimm Reservekanister (sicher befestigt, dicht, nicht im Innenraum). Starte jeden längeren Abschnitt mit vollem Tank. Check Öffnungszeiten und rechne mit „kein Empfang, keine Zahlung“. Bargeld als Backup ist altmodisch, aber praktisch. Und: Wenn du unsicher bist, dreh um. Die Landschaft läuft dir nicht weg – dein Sprit leider schon.

Fahrzeugfit: Reifen, Druck, Ersatzteile – das ist dein Schutzschild

Outback-Abenteuer heißt oft: Wellblech, Steine, Spurrillen, Sand. Reifen sind deine wichtigste Lebensversicherung. Nimm zwei vollwertige Ersatzreifen, Reparaturset, Kompressor, Manometer, Wagenheber, Unterlegplatte und Kenntnisse, wie man das alles nutzt. Reifendruck anpassen: Auf Schotter oft etwas runter, auf Sand deutlich runter – aber nur, wenn du weißt, was du tust, und danach wieder hoch. Schrauben, Riemen, Schläuche, Sicherungen, Tape, Kabelbinder – klingt nach Bastelkiste, rettet aber Tage. Und ganz wichtig: fahre langsamer, als dein Ego gern hätte.

Kommunikation: Handy ist Luxus – Notruf ist Pflicht

Viele Abschnitte haben keinen Empfang. Punkt. Wenn du abseits der Hauptstraßen unterwegs bist, denke wie ein Profi: Satelliten-Notrufgerät/PLB, idealerweise auch ein Satelliten-Messenger. Hinterlege eine Route (Start, Ziel, geplante Stopps, Zeitfenster) bei einer verlässlichen Person und melde dich nach Plan. „Wir fahren einfach mal los“ ist romantisch, bis es real wird. UHF-Funk kann in Gruppen Gold wert sein. Und: Wenn du liegen bleibst, bleib beim Fahrzeug. Es ist größer, sichtbarer und bietet Schatten.

Navigation: Papierkarte + Offline – und nicht nur „der blaue Punkt“

GPS ist gut, aber Outback ist besser darin, Technik zu demütigen. Lade Offline-Karten, speichere Wegpunkte (Wasserstellen, Roadhouses, Abzweige) und nimm eine echte Papierkarte als Backup. Notiere Distanzen zwischen Punkten – nicht alles ist ausgeschildert. Verlass dich nicht darauf, dass „kürzere Route“ auch die bessere ist: Tracks können gesperrt, ausgewaschen oder saisonal unpassierbar sein. Achte auf Road-Condition-Hinweise, Flussdurchfahrten und Umleitungen. Der wichtigste Skill ist nicht Navigieren – sondern früh merken, wenn du falsch bist, und ohne Drama zurück.

Hitze- und Sonnenmanagement: Plane deinen Tag wie ein Reptil

Im Outback gewinnt nicht der Härteste, sondern der Klügste. Fahre früh, mache Pause in der brutalen Mittagszeit, fahre später weiter. Schatten ist eine Ressource: Tarp, Markise, Notdecke, leichter Hut, lange Ärmel, Sonnencreme. Achte auf Zeichen von Hitzestress: Schwindel, Übelkeit, kalter Schweiß, Verwirrung. Das ist kein „stell dich nicht so an“, das ist ein Warnsignal. Schlafsetup: gute Belüftung, Insektenschutz, ausreichend Wasser griffbereit. Und ja: Alkohol und große Touren am selben Tag sind eine schlechte Kombi.

Wildlife & Nachtfahren: Kängurus haben kein Bremslicht

Dämmerung und Nacht sind die Hochzeit für Tiere auf der Straße: Kangaroos, cattle, emus – und sie sind nicht berechenbar. Nachts zu fahren spart vielleicht Zeit, kostet aber oft Nerven, Reifen und manchmal mehr. Wenn es sich vermeiden lässt: nicht nachts fahren. Wenn doch: Tempo runter, Fernlicht mit Hirn, Abstand erhöhen. Beim Campen: Schuhe ausschütteln, Taschenlampe nutzen, nicht blind in Spalten greifen. Schlangen und Spinnen sind kein Horrorfilm, aber auch keine Haustiere. Ruhig bleiben, Abstand halten, Erste-Hilfe-Grundlagen kennen. Respekt ist die beste Strategie.

Feuer, Wetter, Saison: Das Outback hat eigene Regeln

Australien ist groß, und die Bedingungen kippen schnell. Regen kann Pisten in Schlamm verwandeln, Flüsse anschwellen lassen und dich von heute auf morgen isolieren. Hitzeperioden, Feuerwarnstufen, Rauch – alles real. Informiere dich vor Ort über Fire Bans und halte dich daran. Feuer nur dort, wo erlaubt, und immer komplett löschen. Plane saisonal: Manche Strecken sind in der Wet Season schlicht keine gute Idee. Und: Wenn Einheimische sagen „Don’t go“, ist das kein Smalltalk, sondern Erfahrung in einem Satz.

Camping & Ressourcen: Leave no trace – und zwar wirklich

Outback ist kein Mülleimer mit schöner Aussicht. Nimm alles wieder mit, inklusive Essensreste. Müll zieht Tiere an und macht Plätze kaputt. Toilettenregel: Wo keine da sind, brauchst du einen Plan (Schaufel/Beutel je nach Gebietsvorgaben). Waschen/Spülen nicht direkt in Wasserläufen. Respektiere Stationen, Gates und Privatland: Gate so lassen, wie du es vorfindest. Wenn du jemanden triffst: freundlich, kurz, praktisch – Outback-Kontakte sind oft die besten Informationsquellen. Und: Lärm runter. Die Stille ist Teil des Erlebnisses.

Sicherheit & Plan B: Abenteuer ja – Unterschätzung nein

Das Outback belohnt Vorbereitung. Packliste ist nicht nerdig, sondern smart: Erste Hilfe, Schmerzmittel, Verbandszeug, Dreiecktuch, Zeckenzange, Rettungsdecke, Stirnlampe, Powerbank, Werkzeug, Wasserfilter als Backup, Signalmittel. Fahre nicht „bis es knapp wird“, sondern bis es sicher bleibt. Setze klare Umkehrpunkte (Zeit, Sprit, Wasser, Tageslicht). Wenn du allein unterwegs bist, verdopple die Vorsicht. Und ganz wichtig: Mentalität. Nicht gegen das Land arbeiten, sondern mit ihm. Wer flexibel bleibt, hat am Ende nicht nur Geschichten – sondern auch das gute Gefühl, heil wieder rauszukommen.


Das Outback ist kein Gegner, den man „bezwingt“, sondern ein Raum, in dem man funktionieren muss: Wasser, Sprit, Reifen, Kommunikation, Timing – alles entscheidet. Wer vorbereitet startet, konservativ plant und bei Unsicherheit umdreht, erlebt genau das, wofür man kommt: Freiheit, Einsamkeit, Naturgewalt und dieses seltene Gefühl, wirklich unterwegs zu sein. Abenteuer entsteht hier nicht durch Risiko, sondern durch Kompetenz. Und wenn du am Ende staubig, müde und glücklich am Lagerplatz sitzt, weißt du: Das war nicht nur Reise – das war Realität.

Michael Lieder | Reiseblog24

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