Die Insel der Götter
Es gibt Reiseziele, die klingen schon beim Aussprechen nach Fernweh – und Bali gehört zweifellos dazu. Dieses kleine Stück Paradies irgendwo zwischen Java und Lombok hat in zahllosen Reiseführern den Status eines Sehnsuchtsortes erreicht. Yogamatten, Reisterrassen, tropische Strände – und natürlich das obligatorische Foto vom Sonnenuntergang mit einer Silhouette im Lotussitz. Doch wer glaubt, Bali sei nur ein Instagram-Hintergrund, der irrt gewaltig.


Bali – zwischen Tempelzauber, Verkehrschaos und kulinarischer Erleuchtung
Alle reden davon, viele träumen davon – und ich stand mittendrin. Zwischen Reisterrassen, Räucherstäbchen und hupenden Mopeds. Die Insel der Götter empfing mich mit offenen Armen – und einer Verkehrslawine, die mir schnell zeigte, dass 34 Kilometer auf Bali nicht 34 Kilometer in Europa sind. Drei Stunden später war ich in Ubud, dem Herz der balinesischen Kultur, wo sich Affen im Monkey Forest benehmen wie Touristen im All-inclusive-Resort: laut, neugierig, manchmal charmant – aber selten leise.
Ubud war für mich ein Ort, an dem Kunst nicht im Museum hängt, sondern atmet. Holzschnitzereien, Malereien, Tempel – alles schien beseelt, als wolle es dir Geschichten zuflüstern, wenn du nur lang genug hinsiehst. Und während andere den Sonnenuntergang in Kuta oder Seminyak jagen, bin ich lieber abgebogen – ins Landesinnere, dorthin, wo Bali noch echt riecht: nach Erde, Räucherwerk und Regen.
Klar, ich wollte auch an den Strand. Aber ehrlich gesagt: die Realität hat mich da schnell eingeholt. Wo der Tourismus ist, ist der Sand voll – und wo er nicht ist, leider der Müll. Also blieb ich lieber bei den Reisterrassen, den Tempeln und dem Essen.
Und das war göttlich. Nasi Goreng, Sate Spieße, würzige Currys – alles schmeckte, als hätte Bali selbst den Kochlöffel geschwungen. Kein Vergleich zu dem, was man hierzulande unter „asiatisch“ versteht. Vielleicht war es das, was Bali mir am Ende beigebracht hat: dass echtes Reisen nicht heißt, alles zu sehen – sondern dort zu bleiben, wo man sich lebendig fühlt.
Ein bisschen chaotisch, ein bisschen heilig, ein bisschen verrückt – so wie Bali eben.
Bali in Indonesien
Zum Entspannen und Entdecken...
Bali, eine Insel in Indonesien, ist bekannt für seine wunderschönen Strände, Tempel, Reisfelder und sein leckeres Essen. Ich konnte es kaum erwarten, all diese Dinge zu entdecken und zu erleben.
Die Reise startete in Denpasar, der balinesischen Hauptstadt, wo ich mich entschlossen habe, schnell in Richtung Ubud weiterzufahren.
Der Weg nach Ubud war auf der Karte ein Katzensprung; knapp 34 Kilometer auf einer Insel hatte ich mir einfach vorgestellt. Aber der Verkehr in Denpasar und auch auf dem Landweg ist chaotisch. Es geht oft nur im Schritttempo voran, sodass die 34 Kilometer eine Fahrzeit von über 3 Stunden bedeutet haben. Ubud ist eine kleine Stadt, die für ihre Kunst und Kultur bekannt ist. Das berühmte Monkey Forest Sanctuary, wo ich Affen in ihrer natürlichen Umgebung beobachten konnte, war ein wirklicher Höhepunkt. Ich habe auch einige der lokalen Kunstgalerien besucht und die wunderschönen Gemälde und Skulpturen bewundert.
Ein weiterer wichtiger Teil meiner Reise sollte der Besuch der Strände von Bali sein. Ich wollte an Orten wie Kuta, Seminyak und Jimbaran Beach entspannen und die Sonne genießen. Das hat leider nicht geklappt, die Zeit von 10 Tagen ist schon knapp bemessen. Wenn ich ehrlich bin, habe ich lieber die einsamen Gegenden im Landesinneren gesucht und gefunden, als mich durch den Verkehr auf die Strandsuche zu begeben. Ein Ausflug an die Küste hat mir gereicht und die Strände, die ich gesehen habe, waren nicht der Bringer dort, wo Touristen sind, waren sie überfüllt und wo der Tourismus nicht angekommen ist, waren sie hoffnungslos verdreckt.
Natürlich habe ich auch die kulinarischen Köstlichkeiten von Bali probiert. Ich habe die balinesische Küche lieben gelernt; sie ist eine einzigartige Kombination aus indonesischen, chinesischen und indischen Einflüssen. Das ergibt eine Vielzahl von leckeren Gerichten, die man probieren muss. Ich habe das berühmte Gericht Nasi Goreng probiert, das aus gebratenem Reis und Gemüse besteht und mit Huhn oder Garnelen serviert wird. Der Geschmack war um ein Vielfaches besser als das, was wir in Europa darunter verstehen.
Die Insel der Götter

Bali: Ubud Terrace Hotel
Die Insel der Götter Reise & Planung
Ubud empfängt Fremde als Freunde

Bali: Reisevorbereitungen
Insgesamt sind die Jahreszeiten auf Bali sehr unterschiedlich, und es lohnt sich, sie bei der Planung einer Reise auf die Insel zu berücksichtigen. Ich persönlich bevorzuge die Trockenzeit auf Bali, da die Strände schöner und die Temperaturen angenehmer sind. Aber egal zu welcher Jahreszeit Du Bali besuchen möchtest, es wird sicherlich eine unvergessliche Erfahrung bieten. Sowohl hinsichtlich der fantastischen Natur als auch im negativen Sinn, wenn man die riesigen Touristenmassen sieht.
Mein Fazit ist nach der Reise ernüchternd, die Insel ist schön, die Natur einzigartig, aber der Tourismus und der Umgang mit der Natur durch die Einheimischen ist grausam. Überall Dreck, Abfall und Müllberge, die die Natur verschandeln. Die Einheimischen haben, allem Anschein nach, trotz ihres Heiligenkultes kein Interesse daran, die Natur zu bewahren. Das ist wirklich schade und für mich habe ich beschlossen, dass ich nicht unbedingt noch einmal nach Bali reisen werde.
Bali ist keine Checkliste. Bali ist dieses Gefühl zwischen Räucherstäbchen am Morgen, Rollerwind am Nachmittag und einem Sonnenuntergang, der plötzlich alles relativiert. Wer sich auf eigene Faust bewegt, entdeckt eine Insel, die mehr ist als Tempel, Terrassen und Traumstrände: lebendig, widersprüchlich, manchmal anstrengend – und genau deshalb so faszinierend.
Ubud eignet sich super als Startpunkt, weil vieles (Reisterrassen, Wasserfälle, kleine Dörfer, Kultur) in Reichweite liegt. Gleichzeitig ist es der Ort, an dem Bali zeigt, wie „authentisch“ sich ein Ort anfühlen kann, während nebenan der dritte Smoothie-Bowl-Laden eröffnet.
Gut zu wissen:
• Für Erkundungen lohnt sich eine Unterkunft etwas außerhalb des Zentrums (ruhiger, oft schöner).
• Früh morgens sind die Straßen und Spots deutlich entspannter – später wird’s „Ubud live“.
Schön, grün, ikonisch – am besten vor dem Menschenmeer
Tegalalang ist optisch ein Volltreffer: sattgrüne Stufen, Palmen, Lichtspiele. Der Trick ist Timing: früh hin, dann wirkt es noch wie Bali und nicht wie ein Freilichtmuseum für Selfiesticks. 
Praktisch:
• Beste Zeit: vor 9 Uhr oder später am Nachmittag (Licht & weniger Gedränge). 
• Vor Ort gibt es kurze Spazierwege, Aussichtspunkte und kleine Cafés am Rand – lohnt sich für eine Pause.
Start mitten in der Nacht, Belohnung über den Wolken
Der Klassiker unter den „Bali-Abenteuern“: Aufstieg im Dunkeln, oben dann Sonnenaufgang mit weitem Blick (bei klarer Sicht teils bis Lombok). Üblich ist ein Start gegen 3–4 Uhr, Gehzeit zum Gipfel meist ca. 1,5–2 Stunden (je nach Tempo). 
Praktisch:
• Feste Schuhe und eine dünne Jacke mitnehmen – oben kann’s frisch und windig sein.
• Wer nicht superfit ist: machbar, aber nicht „Spaziergang“ (Geröll/Steigungen). 
• Oft wird ein Guide erwartet/organisiert (je nach Regelung/Startpunkt).
Drama in bester Form – plus Affen mit Berufserfahrung
Uluwatu liefert die große Bühne: Tempel auf der Klippe, Brandung darunter, Sonnenuntergang davor. Die Affen vor Ort sind charmant… bis sie Sonnenbrillen und alles Greifbare als Nebenjob betrachten.
Praktisch:
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Sarong/Schulterbedeckung wird häufig verlangt (oft am Eingang verfügbar).
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Wertgegenstände fest verstauen, nicht offen herumtragen.
onnenuntergang, Chor, Gänsehaut – und ziemlich voll
Der Kecak-Tanz ist eine starke Mischung aus Ritual, Theater und Soundkulisse (Chor ohne Instrumente). Gerade am Uluwatu ist die Stimmung wegen der Kulisse besonders intensiv. Häufig gibt es zwei Shows am Abend (z. B. 18:00 & 19:00), je ca. 1 Stunde – Zeiten können saisonal variieren.
Praktisch:
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Früh da sein (oder vorab klären), denn die Nachfrage ist hoch.
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Sitzplätze: Je früher, desto besser die Sicht – Sunset-Plätze sind schnell weg.
Wild, rau, spektakulär – und nicht immer „easy“
Nusa Penida ist Bali’s „wilder Cousin“: dramatische Klippen, Buchten wie Kelingking, raue Küstenstraßen. Als Tagestrip möglich, aber logistisch anstrengender als es auf Fotos wirkt.
Praktisch:
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Fastboote starten oft von Sanur; je nach Bedingungen kann das Boarding auch „nass“ werden (durchs Wasser an Land/ins Boot).
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Für einen Tagestrip: sehr früh starten, realistische Erwartungen an Fahrzeiten (Straßen sind teils schlecht).
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Sicherheit vor Fotopunkt: Klippen sind kein Geländer-Testgelände.
Kurzer Dschungelweg, großes Gefühl
Bali kann im Inselinneren richtig „tiefgrün“ werden. Viele Wasserfälle sind mit kurzen Walks erreichbar (manchmal mit Treppen und rutschigen Passagen).
Praktisch:
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Rutschfeste Sandalen/Schuhe helfen, trockene Wechselklamotten sind Gold wert.
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Früh kommen: weniger Trubel, bessere Fotos, angenehmere Temperaturen.
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Respekt: Nicht überall ist Baden sinnvoll/erlaubt (Strömung, Felssturzrisiko).
Bali schmeckt am besten ohne Deko
Warungs sind kleine lokale Restaurants – oft unspektakulär, aber genau deshalb gut. Typisch: Nasi Goreng, Mie Goreng, Satay, Gado-Gado.
Praktisch:
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Faustregel: Wo viele Einheimische essen, ist die Chance auf gutes Essen hoch.
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Bei empfindlichem Magen: frisch gekocht, gut durchgegart, Wasser nur aus Flaschen.
Bali ist nicht Kulisse, sondern gelebter Rhythmus
Opfergaben (Canang Sari) auf Wegen, Räucherstäbchen, Prozessionen – Religion ist sichtbar und alltäglich. Wer zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, erlebt echte Gänsehaut-Momente.
Praktisch:
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Schultern/Knie bedecken, respektvoll Abstand halten, nicht in Prozessionen „reinfilmen“.
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Wenn ein Bereich gesperrt ist: nicht diskutieren – einfach akzeptieren (Bali gewinnt diese Debatte immer).
Freiheit – plus ein kleiner Realitätscheck
Rollerfahren ist für viele der Schlüssel zur eigenen Route: Reisfelder, kleine Dörfer, Strandabschnitte ohne Busparkplatz. Gleichzeitig gilt: Bali-Verkehr ist kein Anfänger-Level.
Praktisch:
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Nur fahren, wenn wirklich sicher im Handling (Kurven, Bremsen, Blickführung).
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Helm ist Pflicht und schlicht vernünftig.
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Alternativ: Fahrer/Grab/Gojek je nach Region – oft stressfreier, wenn der Tag lang wird.
Dieser Reisebericht nimmt mit zu frühen Aufbrüchen, stillen Momenten abseits der Massen und kleinen Entscheidungen, die große Erinnerungen schaffen. Weniger Postkarte, mehr echtes Bali. Fernweh inklusive.

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