Zum Hauptinhalt springen
Elfenbeinküste

Afrika pur, echt und bewegend

Gemeinsam mit dem Berliner Fotografen Roland Marske war ich für Menschen ohne Ketten e.V. an der Elfenbeinküste unterwegs – in einem Land, das zwischen Hoffnung und Verzweiflung schwankt. Wir begleiteten den Verein bei seiner Arbeit mit psychisch kranken Menschen, die dort oft angekettet und ausgegrenzt werden. Eine Reise voller Eindrücke, Emotionen und Grenzen – fernab von Postkartenidylle. Kein Luxus, kein Komfort, aber echte Menschlichkeit. Afrika, roh, echt und bewegend – und eine Erfahrung, die bleibt.

Reiseblog24 | Afrika pur, echt und bewegend

Menschen ohne Ketten e.V.

Elfenbeinküste – auf den Spuren der Kettenmenschen und der Hoffnung

Es gibt Reisen, die lassen dich staunen. Und dann gibt es Reisen, die lassen dich nicht mehr los.
Gemeinsam mit meinem Freund, dem Berliner Fotografen Roland Marske, war ich für den Verein Menschen ohne Ketten e.V. unterwegs – an der Elfenbeinküste, in einem Land, das man auf der Karte leicht findet, im Herzen aber kaum begreifen kann. Unsere Mission: die Arbeit eines Vereins dokumentieren, der sich um Menschen kümmert, die sonst niemand sieht. Psychisch Kranke in Westafrika – vergessen, angekettet, verstoßen.

Zehntausende leiden dort im Stillen. Eingesperrt in dunkle Hütten, gefesselt von Angst, Aberglaube und Stigmata. Die Gesellschaft hält sie für von Dämonen besessen – und genau da beginnt der Albtraum, den wir vor Ort erlebt haben. Zusammen mit Dr. Eva Sodeik-Zecha und Rudolf Hausmann vom Freundeskreis Menschen ohne Ketten e.V. haben wir Menschen getroffen, deren Schicksale uns manchmal schlicht den Atem genommen haben.

Und ja – die Kamera lief. Bilder, die Geschichten erzählen, die nicht in Hochglanzbroschüren passen. Kein Luxus, kein Wellness, keine Cocktails am Pool. Stattdessen: Staub, Schweiß, Tränen – und diese seltsame Mischung aus Verzweiflung und Hoffnung, die Afrika so einzigartig macht.

Die Elfenbeinküste, heißt es, sei ein Land der Badeorte, Regenwälder und französischen Kolonialgeschichte. Nun ja – sagen wir: Die Realität ist weniger „Broschüre“ und mehr „abenteuerlicher Selbstversuch“. Wer hier reist, muss bereit sein, seine Komfortzone am Flughafen abzugeben.

Doch genau das macht diese Reise so besonders:
Ein Land im Wandel.
Menschen, die Mut machen.
Momente, die bleiben.

Eine Reise für alle, die nicht nur sehen, sondern verstehen wollen – und dabei manchmal auch an ihre eigenen Grenzen geraten.

Elfenbeinküste

Featured Destination

Erlebnisse in einem Land, das vom Tourismus vergessen wurde

Elfenbeinküste - Côte d'Ivoire

Mit dem Verein Menschen ohne Ketten e.V. an die Elfenbeinküste auf den Spuren der Kettenmenschen

Diese Reise ist für den Verein Menschen ohne Ketten e.V. zusammen mit meinem Freund, dem Berliner Fotografen Roland Marske ging es an die Elfenbeinküste – Côte d'Ivoire, um die Arbeit des Vereins Menschen ohne Ketten e.V. zu dokumentieren. Die Mitglieder kümmern sich um psychisch Kranke in Westafrika, die für niemanden ein Thema zu sein scheinen. Das soll oder muss sich ändern.

Zu Zehntausenden werden sie verstoßen. Sie werden angekettet, in dunkle Verliese gesperrt oder leben obdachlos als Bettler auf der Straße. Sie leiden unter Demenz, Schizophrenie und anderen seelischen Krankheiten. Die Gesellschaft hat Angst vor ihnen. Die Gesunden glauben, die Kranken seien von Dämonen befallen; von ihnen wollen sie sich befreien.

Das war eine spannende Reise, auf der wir aufgrund der menschlichen Tragödien oft an unsere Grenzen gekommen sind. Begleitet haben wir zwei Mitarbeiter des Vereins Dr. Eva Sodeik-Zecha, Geschäftsführerin Freundeskreis Menschen ohne Ketten e.V. und Rudolf Hausmann, Vorstand Freundeskreis Menschen ohne Ketten e.V..

Eine spannende Dokumentation der Vereinsarbeit in vielen eindrücklichen Bildern  entstand dabei.

Die Elfenbeinküste soll ein westafrikanisches Land mit Badeorten, Regenwäldern und französischer Kolonialvergangenheit sein, vieles hat sich als Übertreibung oder schlicht nicht vorhanden herausgestellt.

Eine Reise in ein Land, das erst seit Kurzem wieder für Reisende zugänglich ist. Eine Reiseroute für echte „Pioniere“, die das facettenreiche Afrika entdecken wollen: von Gotteshäusern, Stammesritualen und Initiationstänzen bis zu traditionellen Jägerdörfern und zur Skyline von Abidjan. Von der Savanne über die Wälder bis zu den wilden Stränden des Ozeans. Jeder Tag sollte mit Überraschungen gefüllt sein...

Menschen ohne Ketten e.V. - Psychiatrie in Westafrika

Michael Lieder / Roland Marske

Meine Empfehlungen (*), hier habe ich gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht....


Reiseblog24 • Fern- & Abenteuerreisen – Top-Meldungen Stand: Januar 2026

Reiseziel: Elfenbeinküste (Côte d’Ivoire)

1. Neue Direktverbindung Abidjan–Beirut stärkt internationale Anbindung

Die nationale Airline Air Côte d’Ivoire hat Anfang Januar 2026 eine neue Direktverbindung zwischen Abidjan und Beirut aufgenommen. Zum Einsatz kommt ein moderner Airbus A330-900neo, der Business-, VFR- und Freizeitreisende zwischen Westafrika und dem Nahen Osten schneller verbinden soll.

Quelle: Travel and Tour World – Air Côte d’Ivoire Route Abidjan–Beirut

2. Sicherheitslage: erhöhte Terrorismusgefahr im Norden und an den Grenzen

Mehrere Außenministerien warnen aktuell vor Reisen in den Norden der Elfenbeinküste, insbesondere in Gebiete innerhalb von rund 40 km zu den Grenzen nach Mali und Burkina Faso sowie in Teile des Comoé-Nationalparks. Grund sind eine erhöhte Terrorismus- und Entführungsgefahr sowie vereinzelte gewaltsame Zwischenfälle. Für den Süden und die Küstenregionen gilt: Lageentwicklung verfolgen, Menschenansammlungen meiden und lokale Hinweise beachten.

Quelle: UK Foreign Travel Advice – Côte d’Ivoire

3. Einreise & Gesundheit: Visum, Gelbfieber-Impfung und keine COVID-Nachweise

Für die Einreise in die Elfenbeinküste werden weiterhin Reisepass, Visum und ein internationaler Impfausweis mit gültiger Gelbfieber-Impfung verlangt – ab einem Alter von 9 Monaten, unabhängig vom Herkunftsland. Dagegen sind derzeit weder COVID-Tests noch COVID-Impfzertifikate vorgeschrieben; ankommende Reisende müssen jedoch mit Temperaturkontrollen rechnen.

Quelle: U.S. Department of State – Côte d’Ivoire: Entry Requirements

4. Reisetrend: wachsende Besucherzahlen und Fokus auf Strand & Ökotourismus

Die Elfenbeinküste verzeichnet seit Jahren steigende Besucherzahlen und plant, bis 2028 rund 3,45 Millionen Touristinnen und Touristen pro Jahr zu erreichen. Neben der Wirtschaftsmetropole Abidjan rücken Küstenziele wie Grand-Bassam, Assinie oder Jacqueville sowie Nationalparks und Regenwälder stärker in den Fokus – besonders für Individualreisende mit Interesse an Strand, Kultur und Natur.

Quelle: Reportlinker – Ivory Coast Tourism Industry Outlook 2024–2028

5. Neue TUI-Blue-Eröffnung 2027 und Sport-Sponsoring als Tourismusmotor

Der Reisekonzern TUI plant sein erstes TUI-Blue-Hotel in der Elfenbeinküste, das 2027 an der Atlantikküste eröffnen soll. Parallel bewirbt das Land sich mit der Kampagne „Sublime Côte d’Ivoire“ und tritt u. a. als Partner des Rugby-Clubs Stade Français auf, um die Destination bei europäischen Reisenden bekannter zu machen und den Strand- und Städteurlaub rund um Abidjan zu stärken.

Quellen: The Sun – TUI Blue Hotel in Côte d’Ivoire  |  Le Monde – „Sublime Côte d’Ivoire“ & Stade Français

Fakten zum Land:

Der Staat – der am 7. August 1960 die Unabhängigkeit von Frankreich erlangte – war jahrzehntelang politisch stabil und wurde durch die Einheitspartei PDCI (Parti Démocratique de Côte d’Ivoire) des damaligen Präsidenten Houphouët-Boigny regiert. Exporterlöse aus Kakao und Kaffee garantierten einen relativen Wohlstand. Bis heute ist die Elfenbeinküste der weltweit größte Exporteur von Kakao. Innere Spannungen führten 1990 zum Ende der PDCI-Herrschaft. Mit zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten durch den Verfall der Kakaopreise eskalierten die Konflikte und führten zu einem bürgerkriegsähnlichen Zustand, der den Staat 2002 in zwei Teile zerriss. Seit dem Friedensvertrag von 2007 wird an der Versöhnung und Wiedervereinigung der Elfenbeinküste gearbeitet. Seitdem zählt sie wieder zu den am schnellsten wachsenden Wirtschaftszentren Afrikas.

Seit 1983 ist Yamoussoukro die offizielle Hauptstadt. Der Regierungssitz befindet sich in der früheren Hauptstadt Abidjan, die auch weiterhin das wirtschaftliche und politische Zentrum des Staates darstellt. Zu den modernen Wahrzeichen der Stadt gehören La Pyramide, ein Hochhaus aus Beton in Gestalt einer Stufenpyramide, und die Kathedrale St. Paul, ein schwungvoll geformter Kirchenbau, an dem ein riesiges Kreuz vertäut ist.

Elfenbeinküste gelingt mit Vorbereitung – und wird mit Tiefe belohnt

Wer Visa, Impfungen und Sicherheit ernst nimmt, reist nicht weniger frei – sondern entspannter. Dann bleibt Platz für das, worum es eigentlich geht: Abidjans Energie, Grand-Bassams Geschichte, die Tropenluft im Regenwald und Begegnungen, die nicht nach Drehbuch laufen. Und ja: Manchmal ist die beste Satire die Realität selbst – weil ein Land, das so viel bietet, trotzdem noch um Sichtbarkeit und Würde für viele Menschen kämpfen muss. Genau deshalb lohnt es sich, hinzufahren: offen, respektvoll, wach.

Auf den Spuren der Kettenmenschen

Diese Reise ist ganz anders als das, was man sich unter einer "normalen Tour" vorstellt, wie sich im Nachhinein gezeigt hat, bringt sie uns nicht nur einmal an unsere Grenzen.

Wir, das sind mein Freund und Fotograf, Roland Marske und ich begleiten zwei Vorstände eines Vereins der sich um psychisch kranke Menschen in zentral Afrika kümmert. Der Verein Menschen ohne Ketten e.V. unterstützt Projekte, die sich vor Ort um Menschen kümmern, die von ihren Mitmenschen ausgestoßen werden. Psychische Erkrankungen gelten hier in zentral Afrika stigmatisierend und die Betroffenen werden vom normalen Leben ausgestoßen. In sogenannten Gebetszentren werden sie von ihren Familien an selbsternannte Propheten oder Heiler übergeben. Diese Zentren dienen dazu, die Macht des Heilers zu festigen und die Kranken werden seinen Machenschaften überlassen. 

Psychische Krankheiten stigmatisieren und diskriminieren hier immer noch zu häufig. Die Menschen gelten nicht mehr als Menschen. Man vermeidet den Kontakt mit ihnen. Sie gelten als schwach oder verhext oder beides. Viele psychisch Kranke in Westafrika werden von ihren Verwandten oder den Heilern versteckt, in dunklen Löchern oder an Bäumen angebunden - weshalb manche sie Kettenmenschen nennen. Die Gesunden haben Angst vor den Kranken oder schämen sich für sie. Oft sind sie ihnen einfach nur lästig.

Wir sind mit dem Verein in der Elfenbeinküste unterwegs und dokumentieren die aufopferungsvolle Arbeit einiger weniger, die sich um die vergessenen und verstoßenen eines armen Landes kümmern.

Meine Empfehlungen (*), hier habe ich gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht....


Fakten zur Elfenbeinküste

Die Elfenbeinküste ist kein Land für „ich flieg mal hin und improvisiere alles am Flughafen“-Romantik. Dafür ist sie zu groß, zu vielfältig – und manchmal auch zu direkt. Aber genau das macht den Reiz aus: Moderne Großstadt-Vibes in Abidjan, koloniale Geschichte am Atlantik, Regenwald-Abenteuer im Westen und dazwischen ein Alltag, der nicht geschniegelt ist, aber lebendig. Wer mit Respekt plant (und mit einem gesunden Sinn für Humor), bekommt eine Reise, die nicht nur hübsch aussieht, sondern hängen bleibt.


Die beste Reisezeit ist kein Mythos – sie entscheidet über deinen Trip

Wenn ich mir Stress ersparen will, plane ich die Elfenbeinküste in die trockenere Phase: ungefähr November bis März. Dann ist weniger Regen-Drama, weniger „Schuhe schwimmen weg“ und mehr echtes Unterwegssein. Je nach Region kippt das aber: Im Süden gibt’s oft zwei Regenzeiten, im Norden eher eine – das Land spielt klimatisch nicht in einer Liga, sondern gleich in mehreren. Der praktische Effekt: Für City + Küste ist Trockenzeit Gold. Für Regenwald (Taï & Co.) kann’s auch in Übergangszeiten spannend sein, aber dann eben mit Matsch als Souvenir. Wer „Abenteuer“ sagt, sollte Mücken und Luftfeuchte nicht plötzlich persönlich nehmen.

Einreise & Visum – erst online, dann biometrisch

Für die Elfenbeinküste läuft viel über das E-Visa: online beantragen und dann die biometrische Erfassung am Flughafen Abidjan (FHB/ABJ). Klingt bürokratisch – ist es auch. Aber wenigstens planbar, solange man es nicht auf den letzten Drücker macht. Wichtig ist: Nicht am Gate überrascht tun, weil „hab ich vergessen“ in Westafrika selten als charmante Persönlichkeitseigenschaft gilt. Ich plane das wie einen Flug: erst Ticket, dann Papierkram, dann erst Abenteuer. Und ja: Abidjan ist der Dreh- und Angelpunkt – wer hier sauber ankommt, startet deutlich entspannter.

Gesundheit – Gelbfieber ist Pflicht, Malaria ist Alltag

Ein Punkt, bei dem Satire ausfällt: Gelbfieberimpfung ist für die Einreise vorgeschrieben (internationaler Impfausweis), und Malaria-Risiko besteht landesweit. Dazu kommen je nach Route Empfehlungen wie Hepatitis A, Typhus etc. Ich sehe das pragmatisch: Nicht panisch werden, aber vorbereitet sein. Reisemedizinische Beratung ist hier keine „Angsthobby“-Nummer, sondern Reiseplanung – wie Regenjacke, nur medizinisch. Wer im Regenwald oder auf dem Land unterwegs ist, merkt schnell: Gesundheit ist Freiheit. Und Freiheit ist auf Reisen das Teuerste, was man verlieren kann.

Sicherheit – nicht dramatisieren, aber ernst nehmen

Die Behördenhinweise sind klar: Teilreisewarnungen beachten, bei Überfällen keinen Widerstand, Nachtfahrten außerhalb von Städten vermeiden, Türen verriegeln, nicht irgendwo am Seitenstreifen anhalten. Klingt wie ein Actionfilm, ist aber eher Alltagstaktik. Gerade Überlandfahrten bei Dunkelheit sind ein No-Go, wenn man entspannt reisen will. Und manche Grenzregionen (z. B. Richtung Liberia) gelten als besonders sensibel – das ist dann nicht „abseits der Touristenpfade“, sondern „abseits der guten Idee“. Mein Motto: Mut ja, Naivität nein.

Abidjan ankommen – und dann clever bewegen

Abidjan ist laut, groß, schnell – und genau deshalb liebe ich die Strategie „erst orientieren, dann los“. Der internationale Flughafen ABJ liegt südöstlich der Stadt; von dort geht’s in eine Metropole, die dich nicht fragt, ob du bereit bist. Für Wege in der Stadt sind vorab organisierte Taxis oder App-Fahrten oft entspannter als spontanes Verhandeln im Reise-Adrenalin. Sicherheitsratgeber empfehlen, nachts nicht zu Fuß zu laufen und bei Cash/Handy diskret zu sein. Klingt unromantisch, spart aber Nerven – und Nerven sind auf Reisen eine Währung.

Geld – XOF ist stabil, Bargeld bleibt König

Bezahlt wird mit dem Westafrikanischen CFA-Franc (XOF), der an den Euro gekoppelt ist (um die 655–656 XOF pro 1 EUR – schwankt minimal). Das macht Budgetplanung angenehm: Kein tägliches Kurs-Orakel. Gleichzeitig läuft vieles bar, gerade außerhalb der großen Hotels. Mein Trick: Kleine Scheine, mehrere Reserven, und Geld nur dort ziehen/wechseln, wo es seriös ist. Karten funktionieren punktuell, aber ich plane nicht darauf, dass „irgendwo schon ein Terminal sein wird“. Abenteuer ist schön – aber nicht, wenn es „Ich suche nachts einen Geldautomaten“ heißt.

Sprache & Umgang – Französisch hilft, Freundlichkeit öffnet Türen

Offizielle Sprache ist Französisch – und das ist wirklich der Schlüssel. Selbst ein kleines Set aus Höflichkeitssätzen („Bonjour“, „Merci“, „S’il vous plaît“) wirkt wie ein Türöffner. Dazu kommen lokale Sprachen und Slang – aber als Reisender reicht: respektvoll, nicht laut, nicht besserwisserisch. Was ich an Westafrika mag: Smalltalk ist kein Zeitverlust, sondern Sozialkleber. Wer nur „schnell schnell“ will, wirkt wie ein Mensch, der im Regenwald nach WLAN fragt. Und ja: Ein Lächeln kostet nichts, bringt aber oft mehr als jede App.

Route-Ideen – Küste, Kultur, Regenwald: drei Gesichter in einem Trip

Für einen runden Einstieg kombiniere ich gern: Abidjan (Stadtgefühl), Grand-Bassam (UNESCO-Altstadt + Atlantikluft) und – wenn Zeit ist – Yamoussoukro mit der riesigen Basilika. Grand-Bassam ist dabei mehr als Strand: koloniale Stadtplanung, Geschichte, heutiges Leben, alles dicht beieinander. Und wer wirklich Natur will, schaut Richtung Taï-Nationalpark im Westen – Regenwald, Biodiversität, echtes „ich bin weit weg von zuhause“-Gefühl. Das ist dann nicht „Safari light“, sondern feuchtes, grünes Abenteuer.

Unterwegs im Land – Planung schlägt Spontanität (leider)

Außerhalb der Städte gilt: Distanzen werden unterschätzt, Straßenverhältnisse können variieren, und Checkpoints gehören mancherorts dazu. Die deutschen Sicherheitshinweise empfehlen Überlandfahrten nicht alleine und keine Nachtfahrten – das ist ein ziemlich deutlicher Wink. Wer komfortabel reisen will, plant Fahrer, seriöse Busanbieter oder Flüge innerhalb Westafrikas ein. Spontan geht auch, aber dann eher als bewusstes „ich hab Zeit“-Projekt, nicht als „ich muss morgen um 10 am Strand sein“-Zwang. Die Elfenbeinküste belohnt Geduld – und bestraft Zeitdruck mit Chaos.

Responsible Travel – und wo „Menschen ohne Ketten“ in die Reise passt

Wenn ich in ein Land reise, in dem ein Verein wie „Menschen ohne Ketten“ arbeitet, verändert das den Blick: Hilfe ist nicht Kulisse, sondern Realität. Der Reise-Fokus bleibt natürlich bei Land und Leuten – aber wer will, kann seine Route so legen, dass sie sinnvoll endet: etwa mit mehr Verständnis, mehr Respekt, vielleicht auch mit Unterstützung (ohne „Armutstourismus“ und ohne Kamera als Jagdgerät). Der Verein ist u. a. in Bouaké aktiv und unterstützt lokale psychiatrische Initiativen – das ist ein stilles Thema, aber ein wichtiges. Für mich macht genau das Reisen erwachsen: Nicht nur konsumieren, sondern verstehen, was hinter der Postkartenkante liegt.

Meine Empfehlungen (*), hier habe ich gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht....