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Republik Irland

Roadtrip durch Irland – ein Abenteuer zu jeder Jahreszeit

Einmal rundherum durch Irland – und plötzlich ist „nur eine Insel“ ein ziemlich großes Versprechen. Ich folge der Causeway Coastal Route im Norden, wo Klippen und Meer sich täglich neu verabreden, und rolle dann auf den Wild Atlantic Way: über 2.500 Kilometer Küste, Wind im Gesicht, Schafe mit Vorfahrt. Dazwischen kleine Abstecher ins grüne Herz der Insel – für Pausen, Pubs und das Gefühl, dass Zeit hier etwas langsamer fährt. Irland einmal komplett? Klingt ambitioniert. Fühlt sich verdammt richtig an.

Reiseblog24 | Roadtrip durch Irland – ein Abenteuer zu jeder Jahreszeit

Irland ist keine Insel, die man „abarbeitet“

Irland ist wie ein gutes Gefühl

Es ist eine Mischung aus Mythen und Legenden, rauen Klippen, sanften Hügeln, windgepeitschten Küstenstraßen und Menschen, die dich anschauen, als wärst du nicht auf Durchreise, sondern auf dem Heimweg. Genau deshalb ist Irland wie gemacht für einen Roadtrip mit dem Mietwagen – unabhängig davon, was der Kalender sagt. Eine Rundreise hier folgt selten einem starren Plan. Sie folgt dem Wetter, dem Licht, der Laune der Straße. Und jede Jahreszeit bringt ihren ganz eigenen Charakter mit. Im Frühling explodiert die Landschaft förmlich in frischem Grün, Lämmer stehen plötzlich auf den Wiesen, und alles fühlt sich nach Aufbruch an. Der Sommer lockt mit langen Tagen, lebendigen Küstenstädten und Abenden, die irgendwo zwischen Pub, Sonnenuntergang und dem berühmten „nur noch ein Pint“ verschwimmen.

Der Herbst dagegen wird ruhiger – farbenfroher, tiefer, ehrlicher. Nebel zieht durch Täler, die Straßen werden leerer, und Irland zeigt sich von seiner melancholischen Seite, die erstaunlich gut tut. Und dann ist da noch der Winter. Kein klassisches Postkarten-Irland, sondern eines mit Drama, Wind und dieser besonderen Stille, wenn Landschaft plötzlich ganz bei sich ist. Weniger Besucher, mehr Raum – für Gedanken, Gespräche und echte Momente. Ein Roadtrip durch Irland bedeutet, sich auf Spontaneität einzulassen. Wetterfeste Kleidung ist keine Empfehlung, sondern Überlebensstrategie. Wetterwechsel gehören dazu wie Schafe auf der Straße und Pubs am Wegesrand. Wer das akzeptiert, wird belohnt: mit Begegnungen, Geschichten und dieser unvergleichlichen irischen Gastfreundschaft, die nicht fragt, wie lange du bleibst, sondern ob du schon gegessen hast.

Egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – Irland funktioniert immer. Man muss sich nur darauf einlassen. Der Rest ergibt sich unterwegs.

Thema: Republik Irland
Autor: Michael Lieder
Aktualisiert: 04. Januar 2026
22683 Aufrufe

Republik Irland

Einfach los und Irland erleben, das ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis

Manchmal braucht es keinen perfekten Zeitpunkt. Man muss einfach los. Irland ist genau so ein Reiseziel – eines, das zu jeder Jahreszeit funktioniert, weil es sich nicht an Kalender hält, sondern an Gefühl. Diese unverwechselbare Mischung aus wilder Natur, tief verwurzelter Geschichte und lebendiger Kultur sorgt dafür, dass jede Reise anders ist. Und doch immer typisch Irland.

Egal, wann du unterwegs bist: Die Landschaft liefert zuverlässig große Bilder. Dramatische Klippen, sanfte grüne Hügel, geheimnisvolle Seen und Burgen, die wirken, als hätten sie gerade erst eine Geschichte zu Ende erzählt. Mal badet alles im weichen Sommerlicht, mal liegt Nebel wie ein Filter über dem Land und verleiht selbst bekannten Orten etwas Neues, fast unberührtes.

Im Sommer sind es die langen Tage, die Festivals, das Leben draußen. Straßenmusik, Gespräche bis spät in die Nacht, dieses Gefühl, dass Zeit hier großzügiger verteilt wird. In den ruhigeren Monaten übernimmt die andere Seite Irlands das Kommando: Regen, Wind, Nebel – und genau daraus entsteht diese besondere Atmosphäre, die nicht düster, sondern tief ist. Die wechselnden Lichtverhältnisse machen jede Fahrt zu einer kleinen Überraschung, jede Kurve zu einem neuen Bild. Was immer bleibt, ist die irische Gastfreundschaft. Pubs sind keine Saisonware. Sie sind ganzjährig geöffnet – als Treffpunkt, Wohnzimmer und Zufluchtsort zugleich. Musik, gutes Essen, ehrliche Gespräche. Niemand fragt, warum du da bist. Man freut sich einfach, dass du da bist. Ob du wanderst, Kultur aufsaugst oder einfach nur unterwegs sein willst: Irland passt sich deinem Tempo an. Es drängt nicht. Es begleitet. Und überrascht dich meist dann, wenn du es am wenigsten erwartest.

Kurz nachgedacht: Irland ist kein Reiseziel für eine bestimmte Jahreszeit. Es ist ein Ort für Abenteuer, Ruhe und Inspiration – und für Geschichten, die bleiben.

Frühling: Aufbruch und Blütenpracht
(März bis Mai)

Der Frühling ist Irlands großes Durchatmen. Von März bis Mai schüttelt die Insel den Winter ab, und plötzlich wirkt alles ein bisschen leichter, frischer, hoffnungsvoller. Die Hügel leuchten in sattem Grün, Wildblumen setzen Farbtupfer in die Landschaft, und selbst der Regen scheint motivierter zu sein. Wenn Irland einen Neuanfang kennt, dann genau jetzt.

Der perfekte Startpunkt für dieses Kapitel ist Dublin. Die Stadt wirkt im Frühling lebendig, ohne hektisch zu sein. Cafés öffnen ihre Türen, Parks füllen sich langsam, und man spürt: Alle wollen wieder raus. Von hier aus geht es Richtung Westen – hinaus auf dem legendären Wild Atlantic Way, wo Irland zeigt, was es landschaftlich draufhat.

Ein absolutes Frühjahrs-Statement sind die Cliffs of Moher. Die Klippen ragen dramatisch aus dem Atlantik, der Wind ist frisch, manchmal gnadenlos, aber genau das gehört dazu. Im Frühling wirkt alles klarer: das Licht, die Farben, die Weite. Man steht dort, schaut hinaus – und denkt für einen Moment an nichts anderes. Weiter südlich wartet der Killarney National Park. Grüne Täler, spiegelglatte Seen, Wälder, die gerade erst wieder zu leben beginnen. Wandern fühlt sich hier im Frühling besonders gut an – nicht zu heiß, nicht zu voll, dafür begleitet von Vogelgezwitscher und dem Duft frischer Natur. Die Bäume blühen, die Landschaft wirkt fast übermotiviert, als wolle sie zeigen, was sie den Rest des Jahres kann. Wer im Frühling noch ein kleines Extra sucht, sollte einen Abstecher zu den Saltee Islands einplanen. Hier beginnt die Hochsaison für Vogelbeobachtungen. Papageitaucher, Basstölpel und andere Seevögel kehren zurück und sorgen für ordentlich Leben auf den Felsen. Natur pur – ohne Inszenierung.

Der Frühling in Irland ist kein lautes Spektakel. Er ist ein sanfter Aufbruch. Einer, der Lust macht auf mehr, auf Weiterfahren, Weiterentdecken. Genau die richtige Jahreszeit, um einfach loszufahren und sich treiben zu lassen.

Sommer: Sonne und lange Abende
(Juni bis August)

Der irische Sommer ist kein Versprechen ewiger Sonne – und genau das macht ihn so sympathisch. Von Juni bis August zeigt sich Irland von seiner offenen, lebensfrohen Seite. Die Tage sind lang, das Licht weich, die Temperaturen angenehm. Perfekt also für einen Roadtrip, bei dem man sich ruhig mal treiben lässt, weil es gefühlt nie richtig dunkel wird. Jetzt ist die Zeit für Klassiker. Allen voran die Ring of Kerry. Diese Route ist kein Geheimtipp, aber sie hat ihren Ruf nicht ohne Grund. Charmante Dörfer, saftig grüne Weiden, dramatische Küsten – und immer wieder diese Momente, in denen man spontan anhält, weil der Ausblick gerade besser ist als alles, was man geplant hatte. Im Sommer ist die Strecke lebendig, manchmal voll, aber nie leblos.

Ein absolutes Highlight entlang der Route ist das Gap of Dunloe. Eine enge Bergschlucht, die man am besten zu Fuß erkundet – oder ganz klassisch mit einem „Pony and Trap“. Die klare Sommerluft, plätschernde Bäche und die stille Dramatik der Berge machen diesen Ort zu einem dieser Irland-Momente, die man nicht beschleunigen sollte. Hier gilt: langsam gehen, viel schauen, wenig reden. Der Sommer ist außerdem Inselzeit. Die Aran Islands wirken wie aus der Zeit gefallen. Schroffe Landschaft, Trockensteinmauern, wenig Ablenkung – dafür viel Weite. Hoch oben auf den Klippen thront Dún Aonghasa, spektakulär und leicht einschüchternd. Kein Geländer, kein Sicherheitskonzept – Irland eben.

Und ja, Sommer heißt auch Strand. Mutige – oder gut abgehärtete – wagen einen Sprung in den Atlantik, etwa am Inch Beach oder am Fanore Beach. Warm ist relativ, erfrischend garantiert. Und spätestens danach fühlt man sich sehr lebendig. Der Sommer in Irland ist nicht laut, nicht überdreht. Er lebt von langen Abenden, Gesprächen draußen, Musik aus offenen Pubtüren und dem Gefühl, dass man heute nirgendwo mehr hinmuss. Genau dafür ist diese Jahreszeit gemacht.

Wilde Natur

Clifden

Bunte Hafenstadt

Galway

Ausflugsort am Atlantik

Dingle

Die feine Gesellschaft

Killarney

Geschichte und Geschichten

Waterford

Herbst: Farbenmeer und mystische Nebel
(September bis November)

Der Herbst ist Irlands leise große Bühne. Von September bis November wird das Land ruhiger – und gleichzeitig intensiver. Wälder brennen in Gold-, Rot- und Kupfertönen, die Luft ist klar, und das Licht bekommt diese besondere Tiefe, die jede Landschaft sofort ehrlicher wirken lässt. Wer Irland ohne Trubel erleben möchte, ist jetzt genau richtig. Eine Fahrt durch die Wicklow Mountains gehört im Herbst fast schon zum Pflichtprogramm. Die sanften Hügel und tiefen Täler leuchten in warmen Farben, Nebelschwaden ziehen durch die Landschaft, und jede Kurve fühlt sich an wie ein gemaltes Postkartenmotiv – nur ohne Filter. Die Temperaturen sind mild, perfekt für Spaziergänge und kurze Wanderungen, bei denen man nicht ständig auf die Uhr schaut.

Mitten in dieser herbstlichen Stimmung liegt Glendalough. Die alte Klostersiedlung zwischen zwei Seen wirkt im Herbst besonders mystisch. Wenn sich der Nebel langsam über das Wasser legt und die Ruinen aus dem Dunst auftauchen, bekommt der Ort etwas Übernatürliches. Kein Grusel, eher Ehrfurcht. Man bleibt automatisch stehen, spricht leiser, schaut genauer hin. Wer es wilder mag, fährt weiter nach Norden, nach Donegal. Hier zeigen die Slieve League ihre ganze Dramatik. Mit fast 600 Metern gehören sie zu den höchsten Meeresklippen Europas – und fühlen sich im Herbst noch gewaltiger an. Der Wind ist kräftiger, das Meer dunkler, die Farben intensiver. Und vor allem: Es ist ruhig. Weniger Besucher, mehr Raum für das Erlebnis selbst.

Der Herbst in Irland ist keine laute Jahreszeit. Er ist tief, stimmungsvoll und ein wenig melancholisch – auf die gute Art. Perfekt für alle, die Landschaft nicht nur sehen, sondern spüren wollen.

Winter: Stille und gemütliche Abende
(Dezember bis Februar)

Der irische Winter ist kein Gegner. Er ist ein Begleiter. Von Dezember bis Februar zeigt sich Irland ruhiger, reduzierter – und gerade deshalb besonders eindrucksvoll. Die Temperaturen bleiben meist moderat, Schnee ist eher die Ausnahme als die Regel, und genau das verleiht der Landschaft diese fast mystische Klarheit. Weniger Verkehr, weniger Besucher, weniger Ablenkung. Mehr Irland.

Es ist die Zeit, in der berühmte Orte plötzlich Raum bekommen. Stell dir vor, du stehst früh am Morgen nahezu allein vor Newgrange, während der Winterhimmel langsam heller wird. Kein Gedränge, kein Stimmengewirr – nur dieser Ort, der seit Jahrtausenden den Rhythmus der Sonne kennt. Im Winter fühlt sich Geschichte hier nicht erklärt an, sondern erlebt. Ein wunderbarer Kontrast dazu ist ein Abstecher nach Galway. Die bunten Häuser trotzen dem grauen Himmel, die Pubs sind warm, lebendig und voller Musik. Drinnen knistert oft ein Feuer, draußen weht der Atlantikwind – und irgendwo dazwischen sitzt man mit einem heißen Getränk, hört traditioneller Musik zu und merkt, dass Winter hier nichts mit Rückzug zu tun hat, sondern mit Nähe. Galway hat im Winter eine ganz eigene Stimmung: festlich, entspannt, ehrlich.

Wer die wilde Seite Irlands erleben möchte, ist jetzt ebenfalls richtig unterwegs. Die Küstenpfade der Dingle-Halbinsel zeigen sich im Winter von ihrer dramatischsten Seite. Der Atlantik ist rau, die Farben dunkler, die Landschaft kompromisslos. Mit etwas Glück liegt Schnee auf den Bergen im Hintergrund – ein Anblick, der eher selten ist und genau deshalb hängen bleibt.

Der Winter in Irland ist nichts für Eilige. Er lädt ein zum Innehalten, zum Zuhören, zum Dableiben. Tagsüber draußen Wind und Weite, abends drinnen Wärme, Gespräche und Musik. Kein Spektakel – aber genau das macht ihn so besonders.

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Flugverbindungen ab Deutschland

Deutschland bietet gute Direktflugverbindungen nach Irland, insbesondere nach Dublin. Flugzeiten sind relativ kurz, und die Qualität des Fluges hängt von der gewählten Airline ab. Gepäckregelungen sind besonders bei Low-Cost-Carriern streng, und Reisende sollten sich über eventuelle Zusatzgebühren informieren. Die meisten Flüge bieten praktische Ankunftszeiten, und es ist empfehlenswert, eine Reiseversicherung abzuschließen, um unvorhergesehene Kosten zu vermeiden.

Die meisten Flüge gehen zum Dublin Airport, dem größten Flughafen Irlands. Andere Flughäfen wie Cork und Shannon werden seltener direkt angeflogen. Die durchschnittliche Flugzeit zwischen Deutschland und Irland beträgt:

  • Von Berlin oder München nach Dublin: etwa 2,5 Stunden
  • Von Frankfurt oder Hamburg nach Dublin: etwa 2 Stunden
  • Flüge in den Süden Irlands (z.B. nach Cork) können etwas länger dauern, aber meist nicht mehr als 3 Stunden.

Freiheit mit dem Mietwagen

Wenn du planst, in Irland einen Mietwagen zu nehmen, kannst du das Land in deinem eigenen Tempo erkunden und hast die Freiheit, auch abgelegene Orte zu entdecken, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwer erreichbar sind.

Mietwagenpreise können stark schwanken, insbesondere in der Hauptreisezeit zwischen Juni und August. Wenn du Geld sparen möchtest, ist es ratsam, den Mietwagen so früh wie möglich zu buchen. Schau dir verschiedene Anbieter an und vergleiche die Preise online. Denke auch daran, dass zusätzliche Kosten für Versicherungen, Jungfahrergebühren oder Einwegmieten anfallen können.

Ein Mietwagen in Irland bietet dir die Möglichkeit, die atemberaubende Landschaft, wie die Cliffs of Moher, den Ring of Kerry oder den Giant's Causeway in Nordirland, ganz in deinem eigenen Rhythmus zu erleben.

Meine Empfehlungen (*), hier habe ich gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht....