Zum Hauptinhalt springen
Thailand

Unterwegs, rein ins echte Thailand

Es geht dahin, wo Thailand nicht posiert, sondern einfach ist. Morgens klebt der Duft von Garküchen in der Luft, mittags holpert der Mietwagen über rote Staubstraßen, abends sitzt man zwischen Fremden und lacht, weil Worte plötzlich egal sind. Hier zählt Zeit mehr als WLAN, Neugier mehr als Planung. Und ja – manchmal ist es chaotisch, manchmal schweißtreibend, oft herzlich. Thailand abseits der Postkarten: weniger Filter, mehr Gefühl. Ein bisschen schief, sehr ehrlich. Genau so mag ich das.

Reiseblog24 | Unterwegs, rein ins echte Thailand

Noch nicht unterwegs, aber schon mittendrin

Mein Start in das Südostasien-Abenteuer

Es beginnt wie so oft: Mit einer Idee, die sich langsam festsetzt. Erst ganz leise, dann immer lauter. Thailand. Kambodscha. Wärme, Staub auf der Haut, Garküchenrauch in der Nase und dieses Gefühl, dass der Alltag langsam leiser wird. Noch bin ich nicht unterwegs – noch stehe ich am Schreibtisch, zwischen Kalender, Flugbuchung und der leisen Frage: Bin ich eigentlich wirklich bereit?

Genau hier setzt diese Serie an. Reisevorbereitung klingt unsexy, nach Bürokratie und Checklisten. In Wahrheit ist sie aber der erste Schritt ins Abenteuer. Wer sich vorher Gedanken macht über Visum, Impfungen, Geld, Technik und all die kleinen Details, reist später freier – im Kopf und im Herzen. Ich teile hier keine perfekten Lösungen, sondern echte Erfahrungen. Dinge, die funktioniert haben. Und Dinge, bei denen ich mir beim nächsten Mal denke: Hätte ich das mal vorher gelesen.

Dieser Beitrag ist der Auftakt. Kein Lehrbuch, sondern ein ehrlicher Begleiter auf dem Weg nach Südostasien. Für alle, die lieber vorbereitet scheitern als unvorbereitet stranden – und für die Reisen mehr ist als nur Ankommen.

Thailand
Was ist für einen guten Aufenthalt wichtig und interessant?
Autofahren

Linksverkehr, Tuk-Tuk-Gefühle und Postkarten hinter jeder Kurve

Autofahren in Thailand ist kein simples Von-A-nach-B. Es ist ein leiser Kulturschock auf vier Rädern – mit Klimaanlage, aber ohne Sicherheitsnetz fürs Ego. Freiheit pur, ja. Und gleichzeitig ein kleines Abenteuer, bei dem ich ziemlich schnell gelernt habe, Kontrolle loszulassen. Spätestens beim ersten gesetzten Blinker links (wirklich links!) und der Erkenntnis, dass Verkehrsregeln hier eher gut gemeinte Vorschläge sind als unumstößliche Wahrheiten.

Der Linksverkehr verlangt mir am Anfang alles ab. In Bangkok fühlt sich jede Kreuzung an wie ein Improvisationstheater mit offenem Ende: alle spielen mit, niemand hat das Skript gelesen – und trotzdem kommt man irgendwie durch. Hupen ist keine Aggression, sondern Kommunikation. Ein freundliches „Ich bin da“, kein „Geh weg“. Und genau das macht den Unterschied.

Sobald ich die Stadt hinter mir lasse, ändert sich der Rhythmus. Landstraßen, Palmen, Reisfelder. Die Zeit wird weiter, der Blick ruhiger. Hinter der nächsten Kurve wartet plötzlich ein Tempel, ein Straßenmarkt oder ein Sonnenuntergang, der so perfekt aussieht, dass man kurz überlegt, ob Thailand heimlich fürs eigene Reisealbum arbeitet.

Die Straßen sind meist gut ausgebaut, aber selten langweilig. Mopeds tauchen aus dem Nichts auf – manchmal mit drei Personen, manchmal mit Kühlschrank. Hunde liegen meditativ auf der Fahrbahn, als hätten sie hier offiziell Vorfahrt. Tuk-Tuks folgen eigenen physikalischen Gesetzen, die sich meinem europäischen Verständnis konsequent entziehen. Parken? Überraschend entspannt. Oft kostenlos, manchmal kreativ, fast immer pragmatisch.

Tankstellen gibt es in Thailand reichlich – trotzdem habe ich mir angewöhnt, lieber früher als später zu tanken. Nichts fördert existenzielle Gedanken so sehr wie eine blinkende Tankanzeige irgendwo zwischen Reisfeld und Horizont.

Gesundheit

Gesund unterwegs in Thailand & Kambodscha

Für die Einreise aus Europa brauchst du keine Pflichtimpfungen. Trotzdem gilt: Die Klassiker wie Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A sollten aktuell sein. Wer länger bleibt, intensiver reist oder tiefer ins Land eintaucht, denkt zusätzlich über Hepatitis B oder Tollwut nach. Klingt nach Beipackzettel-Deutsch – erspart dir aber unterwegs unnötige Abenteuer, auf die wirklich niemand Lust hat.

Das tropische Klima meint es gut, aber es meint es ernst. Hitze, Luftfeuchtigkeit und Klimaanlagen, die scheinbar auf „arktischer Winter“ eingestellt sind, fordern ihren Tribut. Viel trinken (nein, Chang zählt nicht), Sonne respektieren und nicht glauben, dass „nur kurz ohne Sonnencreme“ schon gutgehen wird. Spoiler: Geht es nicht. Thailand vergisst Sonnenfehler nicht.

Mücken gehören fest zum Inventar – besonders in der Dämmerung. Dengue-Fieber kommt vor, Malaria spielt auf den klassischen Reiserouten kaum eine Rolle. Trotzdem gilt: Mückenschutz ist Pflicht, nicht Kür. Wer einmal nachts halb schlaftrunken auf der Jagd nach einem surrenden Geräusch war, weiß genau, wovon ich rede.

Apotheken gibt es in Städten und touristischen Gegenden überall, oft besser sortiert als erwartet – inklusive erstaunlich kompetenter Beratung. Trotzdem habe ich meine eigene kleine Reiseapotheke immer dabei. Einfach für das gute Gefühl, nachts um drei nicht überlegen zu müssen, ob man jetzt wirklich noch Flipflops anzieht, um Medikamente zu kaufen. Und ja: Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist kein Luxus, sondern schlicht gesunder Menschenverstand.

Mein persönlicher Tipp:

Wenn du regelmäßig Medikamente nimmst, bring ausreichend Vorrat mit – plus Beipackzettel oder Rezept. Nicht, weil Thailand misstrauisch wäre. Sondern weil ein bisschen Ordnung im Rucksack erstaunlich beruhigend wirkt, wenn draußen Tuk-Tuks hupen, der Ventilator klappert und das Abenteuer gerade wieder sehr lebendig ist

Alkoholkonsum

Cheers am Tropenabend?

In Thailand ist Alkohol allgegenwärtig – zumindest fühlt es sich so an. 7-Eleven an jeder Ecke, Strandbars mit Sand unter den Füßen, Rooftops über den Dächern Bangkoks. Chang, Leo, Singha gehören hier fast zur Grundausstattung, dazu Cocktails in Neonfarben, die aussehen wie Urlaub und wirken wie Jetlag im Glas. Harmlos? Nur auf den ersten Schluck.

Denn Thailand bleibt trotz aller Lässigkeit erstaunlich konsequent: Alkohol gibt’s gesetzlich begrenzt, meist von 11–14 Uhr und wieder ab 17 Uhr. An buddhistischen Feiertagen herrscht oft komplette Trockenzeit. Wer dann mit Bier in der Hand Richtung Tempel oder Behörde schlendert, sammelt Karma-Minuspunkte im Rekordtempo. Das Lächeln bleibt höflich – die Botschaft eindeutig.

Was ich schnell gelernt habe: Trinken ja, Zurschaustellung nein. Tempel, Gedenkstätten und ländliche Regionen verlangen Respekt – nicht Moralpredigten, sondern Haltung. Und dann ist da noch die Hitze. Alkohol und 35 Grad sind keine Freunde. Dein Körper zieht die Notbremse, lange bevor du denkst, dass es Zeit dafür wäre.

Und zwischen all dem Feiern begegnet man Menschen, deren Alltag deutlich schwerer ist als mein Urlaubsmodus. Genau deshalb fühlt sich ein bisschen Achtsamkeit richtig an. Ein Drink bei Sonnenuntergang? Großartig. Rücksicht, Respekt und ein klarer Kopf am nächsten Morgen? Mindestens genauso.

Tauchen

Tauchen in Thailand

Thailand ist für mich dieser charmante Klassiker, der nie alt wird – eher wie ein Lieblingssong, den man immer wieder auflegt. Rund um Koh Tao, die Similan Islands oder Phi Phi gleite ich durch warmes, klares Wasser, vorbei an bunten Korallen und neugierigen Rifffischen. Und dann passiert es: Ein Rochen zieht elegant vorbei, als hätte er heimlich Ballettunterricht genommen. Große Bühne, aber ohne Kitsch. Perfekt für Einsteiger, entspannt für Fortgeschrittene – und manchmal sogar mit Hai-Begegnung. Keine Panik, kein Drama. Die sind meistens höflicher als mancher Mensch an der Hotelrezeption.

Was Thailand unter Wasser so besonders macht, ist diese lässige Selbstverständlichkeit. Alles darf, nichts muss. Die Tauchschulen sind unkompliziert, herzlich und angenehm bodenständig. Niemand drängt dich zu irgendwas, niemand posiert für Instagram, während du noch versuchst, deine Maske von innen zu trocknen. Man hilft sich beim Jacket, lacht über beschlagene Gläser und sitzt nach dem Tauchgang zusammen, salzig, zufrieden – und erzählt Geschichten, die nur minimal übertrieben sind.

Tauchen in Thailand fühlt sich für mich an wie ein kleines Abenteuer mit Sicherheitsnetz: aufregend genug, um Herzklopfen zu haben, entspannt genug, um es wirklich zu genießen. Und genau das macht es so verdammt schwer, sich davon wieder zu lösen.

Drohnen

Drohnen – erlaubt oder nicht?

Wer in Thailand ohne Genehmigung mit der Drohne abhebt und erwischt wird, spielt kein harmloses Urlaubsroulette. Es drohen saftige Geldstrafen – im schlimmsten Fall sogar Freiheitsstrafen. Und thailändische Gefängnisse stehen ganz sicher nicht auf meiner persönlichen Bucket-List. Das sind Erfahrungen, über die man später nicht lachend bei einem Chang-Bier philosophiert. Glaub mir: Darauf kann man gut verzichten.

Gerade weil Thailand landschaftlich ein Traum ist, verstehe ich die Versuchung nur zu gut. Smaragdgrüne Inseln, Tempel im ersten Morgenlicht, Dschungel, der bis zum Horizont atmet. Das Fotografenherz klopft schneller, der Drohnenakku ist voll – und der innere Vernunftkompass wird plötzlich erstaunlich leise. Genau hier beginnt für mich echtes Reisen: nicht alles zu tun, was technisch möglich wäre, sondern das Land, seine Menschen und seine Regeln ernst zu nehmen. Manchmal bedeutet Abenteuer eben auch, die Drohne im Rucksack zu lassen.

Update vom 11.12.2025

In Thailand gelten verschärfte Regelungen für Drohnenflüge. Zusätzlich müssen Flüge inzwischen über eine App der thailändischen Luftfahrtbehörde (CAAT) angemeldet werden. Dort sind auch aktuelle Verbotszonen hinterlegt – praktisch, wenn man wissen will, wo man darf. Und sehr beruhigend, wenn man weiß, wo man besser nicht darf.

👉 Mein persönlicher Tipp aus dem Reisealltag:

Check die Regeln kurz vor Abflug noch einmal, fliege nur dort, wo es ausdrücklich erlaubt ist, und hör im Zweifel auf dein Bauchgefühl. Ein gutes Foto ist schön – aber ein respektvoller Aufenthalt ist unbezahlbar.

Wenn du dich tiefer einlesen willst, findest du hier eine laufend aktualisierte Übersicht:

👉 https://drohnen-camp.de/drohnen-gesetze-in-thailand/

Schnorcheln

Schnorcheln – ein leiser Traum unter Wasser

Hier draußen, vor den Inseln im Golf von Thailand – rund um Koh Tao – gleite ich über Korallen, die aussehen, als hätte jemand beim Farbtopf kurz die Kontrolle verloren. Türkis küsst Smaragd, dazwischen wuseln Fischschwärme mit einer beneidenswerten Gelassenheit. Keine Termine, keine Rückflüge, kein „Kannst du mich hören?“. Nur Sein. Sehr sympathisch.

Am schönsten ist es früh am Morgen. Dann, wenn der Tag noch unschlüssig ist und das Meer wirkt, als hätte es gerade erst die Augen geöffnet. Die Sicht ist klar, fast schüchtern. Mit etwas Glück ziehen Rochen vorbei, manchmal kommt eine Schildkröte auf Kontrollgang – freundlich, aber bestimmt. Und ja, man fühlt sich klein. Aber nicht verloren. Eher geerdet. Relativiert. Thailand kann das.

Ich gebe es offen zu: Eigene Maske und eigener Schnorchel sind Pflicht. Leih-Equipment hat oft schon mehr erlebt als ich selbst – und nicht jede Geschichte möchte man im Gesicht tragen.

Wenn du unsicher bist, geh mit lokalen Guides raus. Nicht wegen der Route oder der Uhrzeit, sondern wegen der Menschen. Sie kennen die ruhigen Spots, die man nicht googeln kann. Und sie erzählen von „ihrem“ Meer mit einer Mischung aus Stolz, Respekt und leiser Sorge. Das ist kein Showprogramm – das ist Mitgefühl unter Wasser.

Was krabbelt da eigentlich alles?

Faszinierend statt furchteinflößend

Kurzfassung: Thailand lebt.

Langfassung: Thailand lebt überall. Und zwar mit einer Tierwelt, die nicht geschniegelt hinter Glas wohnt, sondern ganz selbstverständlich Teil des Alltags ist. Affen, die Tempel für ihr persönliches Wohnzimmer halten. Geckos, die nachts lautlos an der Wand kleben wie schlecht bezahlte Komparsen. Wasserbüffel, die stoischer schauen als jeder deutsche Beamte am Montagmorgen.

Am Anfang erschrickt man sich. Klar. Wenn es nachts raschelt und größer klingt als ein Hamster mit existenziellen Fragen. Aber irgendwann kippt etwas. Aus „Oh Gott!“ wird „Ach… du schon wieder.“

Man lernt schnell zu unterscheiden: Gefährlich ist selten, ungewohnt fast alles. Die meisten Tiere wollen exakt das, was ich auch will – ihre Ruhe. Und wenn man ihnen die lässt, bekommt man etwas zurück, das in Europa fast ausgestorben ist: echtes Staunen.

Da sitze ich morgens mit Kaffee auf der Terrasse, noch leicht zerknittert vom Jetlag, und beobachte, wie ein Gecko genüsslich eine Mücke erledigt. Kostenloser Zimmerservice. Oder ich fahre über Land, vorbei an Reisfeldern, und ein Wasserbüffel schaut mich an, als wolle er sagen: „Du bist hier zu Besuch. Ich nicht.“

Ja, manchmal zuckt man zusammen.

Aber viel öfter lächelt man.

Weil man merkt: Angst entsteht aus Distanz.

Staunen aus Nähe.

Elefanten

Begegnung mit den sanften Riesen

Elefanten gehören zu Thailand wie der Geruch von Räucherstäbchen zu einem Tempel am frühen Morgen. Sie sind da – ruhig, mächtig, manchmal erschreckend sanft. Und genau deshalb fühlt es sich für mich grundfalsch an, ihnen irgendwo im Norden Thailands auf einem Plastikstuhl im Nacken zu sitzen, während sie müde Runden drehen wie ein schlecht gelauntes Karussell. Reisen ist für mich kein Freizeitpark. Reisen heißt verstehen. Und manchmal heißt es auch: bewusst verzichten.

Wenn ich Elefanten begegne, dann nur in echten Sanctuaries in Thailand. Orte, an denen sie wieder Elefant sein dürfen – langsam, eigensinnig, gelegentlich herrlich unkooperativ. Keine Shows, kein Reiten, kein „Hold the banana and smile“. Stattdessen: schlammige Haut, alte Narben und dieses tiefe Atmen, das man mehr fühlt als hört.

Ich stehe dann oft einfach nur da. Kamera runter. Herz an. Und denke mir: Vielleicht ist genau das der Moment, in dem Reisen seinen Wert zurückbekommt.

Diese Schutzorte sind keine Instagram-Paradiese. Sie sind ehrlich. Man hört Geschichten von Ketten, Waldarbeit und Tourismus, der lange weggeschaut hat. Das tut weh. Und das ist auch gut so. Mitgefühl entsteht nicht aus Wegfiltern, sondern aus Hinsehen – manchmal inklusive Kloß im Hals.

Natürlich ist auch hier nicht alles perfekt. Auch in Thailand fließt Geld, auch hier gibt es Grauzonen. Aber der Unterschied ist spürbar: Der Takt kommt vom Elefanten, nicht vom Tourplan. Und wenn einer heute keine Lust auf Nähe hat, dann ist das eben so. Kein Drama. Kein Anspruch. Punkt.

Vielleicht ist das meine wichtigste Lektion aus Thailand:

Nicht alles, was möglich ist, sollte man machen. Nicht jedes Erlebnis braucht ein Ticket. Und nicht jedes gute Reisegefühl muss fotografiert werden.

Elefanten im Sanctuary sind kein Programmpunkt. Sie sind eine Begegnung. Leise, würdevoll – und ein stiller Kommentar zum ganz normalen menschlichen Irrsinn. Auf Reisen. Und sonst auch.

Kreditkarten

Cash & Kreditkarten – Was du wissen solltest

Geld auf Reisen ist so ein Thema, das man gern elegant ignoriert – bis man irgendwo in Thailand zwischen Garküche, Tempelstufen und Tuk-Tuk sitzt und feststellt: Der Mango-Sticky-Rice-Moment scheitert gerade an fehlendem Bargeld. Willkommen im echten Reiseleben.

Thailand ist grundsätzlich entspannt, wenn man das Spiel kennt. In Städten wie Bangkok oder Chiang Mai kommst du mit Visa und Mastercard fast überall durch. Hotels, Cafés, Einkaufszentren – kontaktlos zahlen ist längst Alltag. Fast schon zu bequem. Sobald es aber ein bisschen ursprünglicher wird – Streetfood am Straßenrand, Nachtmarkt, Longtail-Boot, die Massagehütte mit Wellblechdach – gilt eine einfache Regel: Cash is King. Und der König spricht Baht.

Geldautomaten gibt es reichlich, vor allem in Städten und touristischen Orten. Sie funktionieren zuverlässig, verlangen aber fast immer eine Abhebungsgebühr. Ein stilles Souvenir, das man nicht im Koffer haben will, aber eben akzeptiert. Mein Rat: lieber seltener und etwas mehr abheben, statt ständig kleine Beträge zu ziehen und sich über die Gebühren zu wundern. Kreditkarten sind in Thailand kein Problem – solange man realistisch bleibt. Für Kautionen, Hotels oder Inlandsflüge top. Für den Marktstand, den Rollerparkplatz oder den spontanen Snack um Mitternacht eher nicht. Ein finanzielles Polster beruhigt – vor allem, wenn das Abenteuer mal ungeplant wird.

Mein persönlicher Reisetipp:

Ich reise nie mit nur einer Karte. Nicht aus Misstrauen, sondern aus Erfahrung. Karten werden gesperrt, Automaten haben schlechte Tage und tropische Hitze fördert nicht immer die Techniklaune. Zwei Karten, Konditionen vorher checken – und schon reist es sich entspannter.

Und wenn doch mal nichts geht?

Tief durchatmen, lächeln, freundlich bleiben. Thailand reagiert erstaunlich oft auf Gelassenheit. Manchmal sogar schneller als der Geldautomat.

Meine Empfehlungen (*), hier habe ich gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht....


Powered by GetYourGuide
Highlights für dein Reiseabenteuer

Thailand ist für mich diese herrliche Mischung aus „Wow, so fühlt sich Welt an“ und „Okay… improvisieren wir das jetzt“. Du steigst aus dem Flieger und wirst empfangen von Tempelgold im Abendlicht, Garküchenduft um Mitternacht und einer Herzlichkeit, die sich anfühlt, als würde man dich schon länger kennen – zumindest länger als dein eigenes Hotelzimmer.

Und genau hier passieren sie: diese kleinen Momente, in denen ein winziger Tipp plötzlich riesig wird. Ein Ticket offline gespeichert, ein Grab statt heldenhaftem Bauchgefühl, ein Mückenspray, das nicht nur gut riecht, sondern tatsächlich wirkt. Thailand lehrt dich Gelassenheit – aber nur, wenn du ihr ein bisschen Vorbereitung entgegenbringst.

Einreise clever vorbereiten (Papierkram spart Nerven)

Ich habe immer: Reisepass (mind. 6 Monate gültig), digitale Kopien (Handy + Cloud) und eine Offline-Version der wichtigsten Dokumente. Für Thailand gibt’s inzwischen eine digitale Einreisekarte (TDAC) vor Ankunft.

Grenzregionen checken – nicht erst, wenn’s knallt

Gerade im Grenzgebiet Thailand–Kambodscha gibt es laut Auswärtigem Amt teils ernstere Lagen/Teilreisewarnungen. Ich plane Routen so, dass ich Grenzregionen meide, wenn dort gerade Stress ist.

Transport: App statt Verhandlungstheater

In Thailand erspare ich mir Diskussionen mit “Taxi-Meter Uhr) kaputt, Chef” oft mit Ride-Hailing; bei Taxis gilt: Meter an oder weitergehen. Das ist nicht unromantisch – das ist Selbstschutz.

Geld: Mix aus Karte + Cash – und ein Plan B

Ich rechne mit ATM-Gebühren und halte immer etwas Cash separat (kleine Scheine!). In Kambodscha sind je nach Ort USD und/oder KHR im Alltag relevant – ich checke vorab, was in meiner Region wirklich genutzt wird.

Moskitos ernst nehmen (Dengue ist kein Souvenir)

Ich packe Repellent, lange leichte Kleidung für Abendstunden und nutze – ja wirklich – Moskitonetz/Stecker, wenn’s nötig ist. Dengue und Co. sind in der Region ein Thema; die CDC-Hinweise sind dafür eine gute Referenz.

Tierkontakte: bitte nicht streicheln, auch wenn’s “süß” guckt

Gerade wegen Tollwut-Risiko halte ich Abstand zu Hunden, Katzen und auch “freundlichen” Affen. Wenn doch was passiert: sofort medizinisch klären, nicht erst nach dem dritten Espresso.

Tempel-Knigge: Schultern, Knie, Respekt – und die Kamera kurz zügeln

Ich nehme immer ein dünnes Tuch mit (Tempel-Retter in 2 Sekunden). Und ich frage mich bei Fotos: Ist das gerade ein heiliger Moment oder mein Content-Moment? (Spoiler: Manchmal gewinnt die Würde.)

Scams: die Klassiker erkennen – ohne paranoid zu werden

Ich bleibe freundlich, aber klar: keine “Spezial-Tour”, kein “Heute geschlossen, ich bring dich woanders hin”, keine spontanen Umwege ohne Preis/Route. Lächeln ja – Leichtsinn nein.

Sicherheit & Notfallroutine: 5 Minuten Vorbereitung, viel Ruhe unterwegs

Ich trage mich (wenn sinnvoll) in ELEFAND ein, speichere Notfallnummern offline und notiere mir Adresse/Name der Unterkunft in Landesschrift (für den Fall, dass mein Handy sich beleidigt verabschiedet).

👉 Auswärtigesamt: Reise und Sicherheit


Wenn du die Basics im Griff hast, kannst du dich um das kümmern, was wirklich zählt: staunen, schmecken, zuhören, fotografieren – und die Geschichte später so erzählen, dass sie nach Fernweh klingt und nicht nach Schadensmeldung.

Pack deine Koffer – dein Abenteuer wartet schon!

Michael Lieder | Reiseblog24

Meine Empfehlungen (*), hier habe ich gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht....