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Städtereisen
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Autor: Michael Lieder
Aktualisiert: 21. März 2024

Bangkok

Die Metropole in Asien
Über die Stadt

Bangkok

Das Erste, was ich von Bangkok gesehen habe, ist der umwerfend geplant und designte Flughafen, der mir auf Anhieb den Atem verschlagen hat. Neben der interessanten Architektur ist besonders die Weitläufigkeit beeindruckend, wenn zum Beispiel angezeigt wird vom aussteigen bis zur Gepäckausgabe 1400 m und das in einer klimatisierten Stahlkonstruktion mitten in der Hitze ist es schon fantastisch. Auch das Angebot an Geschäften ist enorm, leider waren nicht alle Geschäfte offen, das ist wahrscheinlich Pandemie bedingt noch ein bisschen eingeschränkt, aber ich würde sagen zwei Drittel aller Läden stehen zur Verfügung. Mein Fahrer hat mich dann auch an Exit pünktlich empfangen und zu meinem Hotel in die Innenstadt gebracht, das Primäre, was mein Aufsehen erregt hat, ist die großartige Skyline, die ich beim Blick aus meinem Hotelfenster genießen darf.

Die Beziehung der Menschen von Bangkok zu ihrer Stadt ist mehr schwer durchschaubar. Trotz Herausforderungen in der Verkehrsinfrastruktur, hoher Aufwendung für Wohnen und Transport oder auch bis zu einem gewissen Grad katastrophalen Umweltbedingungen übt Bangkok eine exorbitante Sogwirkung aus. Thailänder, die über die finanziellen Chancen verfügen, suchen sich oft einen Zweitwohnsitz, bevorzugt im Norden des Landes, aber Erstwohnsitz muss Bangkok sein, denn da spielt sich das gesellschaftliche Leben ab, befindet sich das wirtschaftliche Herz des Landes.

Wie in jeder Großstadt

Verkehr

Zwei Stunden stehen Bangkoks Autofahrer im Schnitt auf den verstopften Straßen im Stau - jeden Tag! Öffentlichen Busse sind oft uralt und unzuverlässig. Eine Alternative: sollen elektrisch betriebene Tuk Tuks, die Fahrten zu Stationen der Hochbahn anbieten werden. Bis dahin ist aber noch ein langer Weg. Aktuell beobachtet man immer wieder für uns seltsames:

  • Komplett überladene Fahrzeuge, mit aberwitziger Beladung, sind als gegeben hinzunehmen.
  • Motorräder, auf denen neben Vater und Mutter noch mehrere Kinder sitzen oder mit denen bis zu vier Erwachsene transportiert werden, sind alltäglich zu beobachten.

Die meisten einheimischen Fahrer sind unabhängig davon, ob sie Verkehrsregeln beliebiger Art beachten oder nicht, glücklicherweise ruhige, angenehme Zeitgenossen, die so schnell nichts aus der Ruhe bringen kann. Drängeln, Hupen oder am Steuer sitzend, lautstark zu jammern, ist in Thailand unüblich. Die längsten Staus werden mit gleichmütiger Ruhe ertragen. Ein Fahranfänger, der beim Einparken Probleme hat, braucht kaum Beschimpfungen zu befürchten. Rasende Rüpel, überwiegend Motorradfahrer, sind allerdings, wie überall auf dieser Welt, auch in Thailand anzutreffen.

Wie die einheimische Bevölkerung die Stadt erkunden und auf die vielen öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen. Das Taxi empfiehlt sich am ehesten abseits der Hauptverkehrszeiten, ist aber mitunter auch günstiger als die U-Bahn. Schnell kommt man natürlich mit ihr oder der Stadtbahn voran. Eine abenteuerliche Alternative sind die Motorradtaxis. Einfach hinten drauf setzen und gut festhalten. In rasanter Fahrt schlängeln sich die Motorradpiloten zwischen den Autoschlangen hindurch und bringen Dich schnell ans Ziel.

Wenn Du es ruhiger und gemütlicher magst, und das Herz Bangkoks erleben möchtest, dann am besten mit den Linienbooten fahren. Diese fahren im schnellen Takt auf dem „Königlichen Fluss“, der quer durch das Zentrum der City fließt. Alle paar Meter gibt es Anlegestellen. Und so kannst Du vom Wasser aus während der Fahrt das vielfältige Leben und den gesamten Flair der Metropole genießen. 

Wie moderne und alte Bausubstanz miteinander lebt

Die Skyline

In Bangkok trifft Vergangenheit auf die heutige Zeit, alte Bausubstanz auf Hochhäuser und das authentische auf das Moderne. All das steht dabei aber absolut nicht in einem Paradox zueinander.

Wenn man in Bangkok durch die Gegend läuft, kommt man um eins nicht drumherum, einerseits staunt man über die modernen Wolkenkratzer, die sich harmonisch an uralte Bausubstanz anlehnen oder ist es eher andersherum? Diese Gegensätze finde ich fantastisch und immer wieder ist es faszinierend anzusehen. Gebäude, an denen schon lange den Lack ab ist oder besser die Fassadenfarbe sich der Umwelt und der Schwerkraft ergeben hat und schlicht nicht mehr vorhanden sein will. Viele dieser von außen schmuddelig und nicht einladend wirkenden Gebäude sind von innen aber überraschend modern. Oft ist es wirklich nur Fassade, die bei einem glitzernden Geschäft dem Kunden präsentiert wird, dahinter verbirgt sich dann ein schon 1000 Mal umgebauter Raum, der bestimmt nicht mehr in der Original Bausubstanz und Raumplanung existiert. Mich wundert das immer noch die Statik mitmacht und viele Gebäude überhaupt noch stehen.

Kunst, Galerien, Einkaufen und live Events

River City

River City Bangkok ist ein gebildetes Lifestyle-Zentrum für Kunst und Antiquitäten, in dem Kunstliebhaber und -sammler Galerien erkunden, internationale Ausstellungen besuchen, Künstler treffen, an Vorträgen teilnehmen, Filme sehen, bei Auktionen mitbieten, Live-Musik genießen oder einen Einblick in Thailands aufkeimende zeitgenössische Kunstszene gewinnen können. Es liegt am Chao Phraya River am Si Phraya Pier in der Nähe vieler großer Hotels und ist mit dem Auto oder Boot erreichbar. Oft ist auch Ausgangspunkt für geführte Touren zu den Sehenswürdigkeiten in Bangkok oder dem Umland, die hier starten. Nebenbei ist das Gebäude hervorragend klimatisiert und kann so auch genutzt werden, um wieder ein wenig aus dem hektischen, heißen, staubigen Bangkoker Alltag zurückzufinden. Die Galerien und Kunst Ausstellungen sind sehr sehenswert als ich da war, gab es eine große Kunstinstallation in der unteren Ebene.

Es beherbergt auch das Riverside Auction House, das im Juli 1985 gegründet wurde, es ist ein Auktionshaus für Kunst und Antiquitäten. In den letzten Jahren hat es jeden ersten Samstag im Monat 400 Auktionen mit ungefähr 80.000 Transaktionen und einem Gesamtumsatz von über 700 Millionen Thailändische Baht abgehalten, ist also schon eine Hausnummer in Bangkok. 

Es wird Nacht und es bleibt quirlig und lebendig

Abends in die City

Wer in Bangkok ist und meint, er kann bis abends warten und dann wird es draußen nicht mehr so heiß sein, dem soll hier schon mal gesagt, das ist ein Denkfehler. Es ist weit nach 22:00 Uhr und die Quecksilbersäule auf dem Thermometer erreicht immer noch die 32° Marke. Aber abends durch die Straßenschluchten zu schlendern hat schon seinen Reiz, mehr oder weniger durch Zufall habe ich zwischen mehreren Hochhäusern eine Art Biergarten gefunden. In dem sich herrlich nicht nur kaltes Bier durch die Kehle rinnen, sondern auch der Bauch vollschlagen lässt. Leider war das Guinness, mein Lieblingsgetränk aus Hopfen, an diesem Abend nicht mehr verfügbar, sodass sich meine Freude ein wenig getrübt hat. Aber rund um die Biertische hat sich ein Streetfood Markt etabliert, der sich sehen lassen kann. Hier gibt es alles vom Hummer auf die Schnelle, koreanisches BBQ, Pizza, chinesisches Essen, thailändisches Essen, orientalische Gerichte, viel Süßkram und zu meiner Überraschung auch richtiges deutsches Bier. Wenn die Biergärten in Deutschland so ausgestattet wären, dann würden sie mich auch öfter sehen.

Städtereisen im Blog

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