Im Frühjahr zieht es mich wieder nach Thailand. Und dieses Mal ganz bewusst abseits der klassischen Postkartenrouten. Der Nordosten ruft. Eine Region, die nicht laut um Aufmerksamkeit buhlt, sondern leise neugierig macht. Tempelanlagen ohne Selfie-Gedränge. Nationalparks, die eher flüstern als schreien. Orte, an denen man nicht durchrennt, sondern bleibt. Ich will sehen, was passiert, wenn man Thailand Zeit gibt – und sich selbst gleich mit.
Danach geht es nach Bangkok. Diese Stadt ist kein Ort, sie ist ein Zustand. Sie umarmt dich, während sie dich gleichzeitig dezent überfordert. Genau hier treffe ich Sabine – und wir lassen uns erst einmal treiben. Zwischen Garküchen, Skytrain, Seitenstraßen und dem Gefühl, dass Bangkok nie schläft, sondern nur kurz blinzelt.
Und dann beginnt der Teil der Reise, auf den ich mich fast kindisch freue: ein Roadtrip.
Von Bangkok über Ayutthaya, weiter nach Chiang Rai und Chiang Mai, später hinunter Richtung Kanchanaburi. Kurven statt Zeitdruck. Pausen, wo sie sich richtig anfühlen. Zufälle, die man nicht planen kann – aber genau deshalb liebt. Am Ende kehren wir wieder nach Bangkok zurück, um dieser Millionenmetropole bewusst noch einmal Raum zu geben. Nicht als Zwischenstopp, sondern als Finale mit Tiefgang. Bevor es laut wird, wird es noch einmal still: Khao Sok Nationalpark. Regenwald, sattes Grün, feuchte Luft und dieses Gefühl, wieder richtig zu atmen. Hier merkt man schnell, wie wenig es braucht, um sich selbst wieder zu hören.
Der Schlusspunkt? Der wird nass. Sehr nass.
Songkran in Phuket. Dieses legendäre Fest, bei dem Wasser zur Weltsprache wird, Hierarchien verdunsten und niemand trocken, aber alle gleich sind. Wer da nicht lacht, hat vermutlich die falsche Kleidung gewählt.
Natürlich schwingen auch die politischen Spannungen in der Region im Hinterkopf mit. Wir beobachten das, bleiben realistisch – und haben uns trotzdem entschieden, diese Reise zu planen und, wenn es verantwortbar ist, auch zu gehen. Reisen war nie nur Komfortzone. Manchmal ist es auch Vertrauen. Und genau das macht diese Thailand-Tour schon jetzt besonders.
Mehr bald.
Mit Sand an den Füßen, Staub auf der Straße und ziemlich viel Vorfreude im Gepäck.