Ranong im Norden

Authentisches Leben in Thailand
Die nördlichste Provinz in Südthailand

Ranong

Du möchtest Thailand ohne Massentourismus kennenlernen? Dann ist hier so etwas wie ein Geheimtipp: Ranong ist die nördlichste gelegene Provinz in Südthailand und begrüßt den Reisenden mit über 80 % immergrünen Regenwald, unberührten Trauminseln der Andamanensee und schwefelhaltigen heißen Quellen zum Hängen lassen. Sie ist auch Ausgangspunkt zu den weithin bekannten Inseln Ko Phayam und Ko Chang, hat aber auch selbst viel zu bieten. Auf fremdländische Reisende wirst du hier kaum noch treffen, dafür auf herzliche Einheimische, die dich ihrer ursprünglichen Welt empfangen und gerne zeigen, was hier geboten wird.

Diese dünn besiedelte Provinz Thailands liegt ungefähr 200 Kilometer nördlich von Phuket und ist über gut ausgebaute Straßen zu erreichen. Auf diesen Straßen habe ich auch das erste Mal eine Polizeikontrolle erlebt, so richtig was kontrolliert wurde, kann ich gar nicht sagen, ich musste nur das Fenster am Auto öffnen und der Polizist hat hineingeschaut, keine Papiere, nichts was er sehen wollte. Vielleicht, und das ist nur eine Vermutung von mir, wird hier Ausschau gehalten nach Leuten, die mit einer Fußfessel versehen bestimmte Regionen nicht verlassen dürfen.

Ranong war früher eine wichtige Handelsstadt für die Portugiesen und Chinesen. Viele Hinterlassenschaften dieser Zeit finden sich in der Architektur der Häuser wieder. Der Ortseingang wirkt wie ein Tor in ein anderes Thailand, das ich bisher noch nicht so intensiv kennenlernen konnte.

Geschichte zum anfassen das 100 Jahre alte

Tian Sue Haus

Ein wahres Kleinod ist das über 100 Jahre alte Tian Sue Haus , das versteckt zwischen anderen Gebäuden in einer Nebenstraße zu finden ist. Da ich es in meinem Navi nicht gleich lokalisieren konnten, habe ich im Hotel gefragt und dort hat man mir den Weg gewiesen.

Das Haus wurde von Tian Sue, einem gebürtigen Chinesen, der vor mehr als 100 Jahren nach Thailand immigrierte und seiner Familie bewohnt. Der Baustiel wird als chinesisch-portugiesischer Stil eingeordnet und wird bis heute von einem Neffen der x-ten Generation instand gehalten und gepflegt. Sehr markant ist der Eingangsbereich mit seinen vielen rosafarbenen Sonnenschirmen, die den Vorhof des Hauses in ein angenehmes Licht tauchen. Diese kostenlose Attraktion kann man tagsüber in vielen Sektionen des Hauses auf eigene Faust erkunden. Überall stehen aus der Vergangenheit Relikte, die ich gerne bestaune und auf mich wirken lasse. Mit viel Liebe ist hier etwas erhalten worden, das es so schon vor über 100 Jahren gegeben hat. Es gibt viel zu entdecken und liebenswerte Details zieren den ein oder anderen uralten Hausrat.

Unaufdringlich und wie zum Interieur gehörend befindet sich im inneren Hof ein kleiner Laden an den man viele Andenken und Waren aus der Gegend mitnehmen kann. Um das ganze Anwesen weiter betreiben zu können, ohne Eintrittsgelder zu verwenden, steht im mittleren Bereich eine kleine Sammelbox. Im Eingangsbereich auf der linken Seite befindet sich auch ein kleines Restaurant und wenn man ein bisschen länger hier verweilen möchte und die Atmosphäre auf sich wirken lassen möchte, kann man hier hervorragend ein paar Erfrischungen oder ein komplettes Essen zu sich nehmen. 

Die City wird abends erst wach

Ranongs Nachtmarkt

Abends geht es noch auf den Night Market einem besonderen Erlebnis, da sich wohl nicht oft Ausländer hierher verlaufen. Dies war wirklich der Hammer, da es in Ranong kaum Touristen hat, wird man nirgends übers Ohr gehauen. Auf einmal bekommt man die Preise mit, die Lebensmittel oder die Kleidung wirklich kosten würden... einfach haarsträubend. Alles etwa halb so teuer wie in den touristischen Orten (wo wir es schon als billig empfinden). Die Menschen sind auch alle extrem freundlich und neugierig... einfach Klasse! Überall wird gehandelt, gekauft und verkauft, gegessen oder einfach nur gelacht. Sicher wird man hier als Ausländer begutachtet, aber ich habe mich nie unwohl gefühlt, ganz im Gegenteil. Das bunte Treiben ist für uns Europäer ein Erlebnis, dass ich bestimmt nicht so schnell wieder vergessen werde. Leider kann ich die Gerüche über die Webseite nicht wiedergeben, an allen Ecken roch es anders, niemals unangenehm, gelegentlich mal Spicy also scharf, stellenweise süß und fruchtig oder aus einer der vielen Garküchen ließ einen das frisch zubereitete Essen das Wasser im Mund zusammen laufen. Wenn du in der Gegend bist, lass dir dieses Erlebnis nicht entgehen.

Buddhistischer Tempel in Ranong

Wat Uppanantharam

Dieser Tempel befindet sich mitten in der Innenstadt von Ranong, in der Tha Muang Road. Im Inneren des Tempels befindet sich eine wichtige Buddha-Statue. Es ist der Tempel, wo die Ordination von Luang Pho Panyananta stattfand. Heute ist der buddhistische Tempel ein besinnlich-spiritueller Ort und sehr beliebt bei der einheimischen Bevölkerung und wird auch als ein zentraler Treffpunkt für den Stadtteil verwendet. Eine Mischung aus modernen und alten Brauchtum umgibt einem, wenn man das Tempel Areal durch das farbenprächtiger Eingangstor betritt. Im unteren Bereich gibt es überdachte Marktstände, im oberen Bereich befinden sich die Tempelanlagen. Zentral steht das große Haus mit dem Schrein, das den betenden Mönchen vorbehalten ist. Durch Zufall wurde ich Augenzeuge einer Zeremonie, wo ich nicht genau weiß, was es ist, aber mir durch die Geschenkgaben an die Mönche zusammenreimen konnte, dass es etwas mit dem Neujahresfest zu tun haben muss. Mit Tanz und Trommeln der Musik formierte sich ein kleiner Festzug, gut zu sehen, dass die meisten der Umzugsteilnehmer eine bunt verpackte Geschenkgabe für das Kloster dabei haben. Unter lautstarken Anfeuerungsrufen aus dem Publikum und fast schon ekstatisch wirkende Musik setzte sich der kleine Zug rund um das zentrale Gebäude in Bewegung. Was danach geschieht, entzieht sich mir als Farang leider, denn dabei bin ich wohl ein Fremdkörper. Gleichwohl war der Besuch hier sehr angenehm und mitten in einer hektischen großen Stadt doch so etwas wie eine kleine Insel, die einem aus dem Alltag entfliehen lassen kann.

Ein riesige Stadt mit vielen Facetten

Interessantes zur Stadt

Die Provinz Ranong erstreckt sich über eine Fläche von 3.298 km2. Sie liegt 568 km von Bangkok entfernt und etwa 300 km nördlich von Phuket. Im Westen grenzt die Provinz an die Andamanensee, im Norden an Myanmar (Burma), im Osten an Chumphon, und im Süden an Surat Thani.

Mit einer Regenmenge von über 4.000 mm jährlich ist Ranong die niederschlagsreichste Provinz Thailands und gleichzeitig diejenige mit der geringsten Bevölkerungsdichte. Da hier die jährliche Regenzeit mit 8 Monaten besonders lang dauert, ist die beste Zeit für einen Besuch der Provinz zwischen Dezember und April. Auf kleiner Fläche bietet Ranong eine einzigartige Naturlandschaft mit heißen Quellen, Wasserfällen, weißen Sandstränden und küstennahen Inseln. Im Nordosten markiert der Kra Isthmus die schmalste Stelle der Halbinsel. Hier trennt ein lediglich 44 km breiter Landstreifen die Andamanensee vom Golf von Thailand.

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