Tauchzeit Similan Islands

Was erwartet einem und was nicht...

Rund 50 Kilometer westlich von Khao Lak inmitten der Andamanen See liegen die zauberhaften Similan und Surin Islands. Die Inselgrupppe, die aus neun kleinen Inselchen mit bizarren Felsformationen und verträumten Buchten besteht, wurde 1982 zum Nationalpark erklärt. Besonders eindrucksvoll ist hier die zauberhafte Unterwasserwelt. Die Region gilt als eine der Top 10 Tauchdestinationen der Welt.

Von Khao Lak geht es zu den

Similan Islands

Wenn man schon einmal in Thailand ist und einen Tauchschein hat, möchte man natürlich auch die ein oder andere Stunde unter Wasser verbringen. Das hatte ich mir in Khao Lak so vorgestellt. Also ein wenig umgesehen auf den Webseiten der Tauchbasen in der Gegend und die ein oder andere Anfrage an den Anbieter bestellt. Leider hat sich gezeigt, dass viele der Tauchbasen vor Ort geschlossen haben oder zum Ende April wegen der anstehenden Monsunzeit den Betrieb einstellen. Mit ein wenig Glück habe ich bei den Sea Bees, einem Tauchanbieter in Khao Lak noch einen Platz auf einen Ausflug zu denen sie Similan Island bekommen. Großspurig angeboten auf der Website als einen der Top 10 Tauchplätze auf dieser Erde, na dann mal schauen, was die Unterwasserwelt so bereithält. 

Nach der Abholung vom Hotel ging es recht zügig auf das Boot, einem Katamaran, der in 2 Stunden die Inseln erreichen sollte. Aus den 2 Stunden sind dann doch ein paar mehr geworden, weil unterwegs einer der beiden Motoren Probleme bereitete und immer wieder von der Besatzung repariert werden mussten. So sind wir dann mit ein wenig Verspätung am Tauchplatz angekommen, der Einfachheit halber werden die Inseln durchnummeriert und unser Tauchplatz waren die Inseln fünf & sieben. Laut Website: "Sehr guter Tag für Familien und nichttauchende Partner.
Strandgänge sind an diesem Tag möglich.
Taucher erwarten entspannte Rifftauchgänge und Felsformationen."

Die Similan Island

Nummer 5 & 7

Nummer 5 & 7 ein wirklich nicht sehr romantischer Name für zwei kleine Inseln der Similan Islands. Genauso unromantisch muss ich ganz ehrlich sagen war auch der gesamte Tauchausflug, beide Tauchgänge möchte ich hier einmal kurz zusammenfassen.

Nachdem die Schnorchler im Wasser abgesetzt wurden, ist der Katamaran noch ein bisschen weiter gefahren und hat an einem Felsen die Taucher ins Wasser gelassen. Die Vorbereitung an Bord waren einwandfrei, die gebuchte Ausrüstung war genauso, wie es sein sollte bereit und so konnte es ins Wasser gehen. Das Erste, was einem beim Tauchen hier in Thailand auffällt, ist die Wassertemperatur, um die 30° im Wasser und das bis auf 30 m Tiefe ist schon eine Ansage und alles andere als ein Shorty wäre hier zu viel. Wir sind bei unserem ersten Tauchgang bei der Insel fünf im Freiwasser abgesetzt worden und langsam auf etwa 15 m heruntergegangen, als dann der Meeresboden in Sicht kam haben sich bei mir sprichwörtlich die Haare im Nacken aufgestellt. Es sah aus als ob eine Herde Elefanten über den Meeresboden getrampelt ist, fast alle Korallen waren kaputt, zerbrochen oder zerfallen. Hier hat nach dem Tsunami 2004 noch eine Korallenbleiche dafür gesorgt, dass aus dem einstmaligen Traumrevier der Taucher eine albtraumartige Mondlandschaft geworden ist. Es ist traurig, wie hier die Natur zerstört ist, es hat aber im Gegenzug dazu überhaupt nichts damit zu tun, dass auf den Webseiten der Tauchanbieter immer noch die heile Welt mit einzigartigen Erlebnissen unter Wasser beworben wird. Minuten lang und im weiteren Abstieg auf bis ungefähr 30 m zeigt sich das gleiche Bild, kaum Fische, davor überall tote und abgestorbene Korallen. Dieses trostlose Bild wird erst ab einer Tiefe von ungefähr 25 m von ersten neuen Korallen, die sich gebildet haben, abgelöst. Bei den Similan Islands habe ich nur die beiden Inseln fünf von sieben kennengelernt, ich kann also nicht sagen, ob das bei den anderen Tauch Locations genauso ist. Aber hier macht das Tauchen definitiv keinen Spaß, das Riff, das sich uns zeigt, wird sich wohl erst in 30-40 Jahren erholt haben. Und ganz ehrlich, ich bin auch ein bisschen wütend über die Tauchanbieter, die das, was man hier zu sehen bekommt, als eines der Top-Zehn Tauchreviere weltweit bezeichnen. Der zweite Tauchgang war exakt so wie der erste, trostlose und zerstörte Natur so weit das Auge reicht.

Es geht mit gemischten Gefühlen zurück

ohne Highlight!

Mein Fazit fällt diesmal wirklich ernüchternd aus, das, was einem als Taucher versprochen wird, kann die Natur für die nächsten 20 bis 30 Jahre nicht liefern. Der gesamte Tauchausflug war zwar gut organisiert, aber es hat doch einige Mankos gegeben, die ich nicht verschweigen möchte.

  • Du wäre zum ersten das 50 Taucherinnen und Taucher an Bord für einen solchen Spot einfach zu viel sind.
  • 2 Stunden (bei uns über 3 Stunden) Anfahrt für zwei Tauchgänge und dann das Gleiche wieder zurück, hier muss genau überlegt werden, ob man das möchte.
  • Die Ausrüstung, die gemietet wurde, war okay, aber nicht einwandfrei und wie ich finde, für den Preis zu teuer.
  • Das Tauchrevier, an dem wir waren, sollte aus dem Programm genommen werden und mindestens für die nächsten 30 Jahre sich selbst überlassen werden, damit es sich regenerieren kann.
  • Die Tauchgänge waren exakt nach 40 Minuten beendet, hier sieht es so aus als ob nicht auf die Gruppendynamik Rücksicht genommen wird. Sondern eine schnelle Taktung wichtiger ist.
  • Dieser Tauchtag, hat mich alles in allem 191 € gekostet (7000 thailändische Bad), das, was einem geboten wird, steht in keinem Verhältnis, zu dem, was man dafür bezahlen muss.
  • Ich habe mich an Bord ein wenig umgehört und genau diesen Eindruck hatte ich nicht allein, jeder der hier ein Tauchpaket mit drei oder fünf Tauchtagen gebucht hat, war mehr oder minder genauso enttäuscht wie ich.

Für mich habe ich entschieden, dass ich hier auf den Similan Islands aktuell nicht mehr tauchen gehen werde und bin froh, dass ich nicht ein mehr Tagespaket gebucht habe.

Meine Empfehlung für diese Location:
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Meine Empfehlungen (*), hier habe ich gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht....

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