Manado Großstadt im Norden
Überraschend offen und angenehm unaufgeregt. Die Kultur hier ist eine spannende Mischung aus indonesischen Wurzeln, malaysischen Einflüssen und einem Hauch europäischer Geschichte. Kirchen stehen neben Moscheen, auf den Märkten trifft Schärfe auf Herzlichkeit, und irgendwo dazwischen pulsiert eine Stadt, die nicht laut sein muss, um präsent zu sein. Manado fühlt sich nicht nach Sehenswürdigkeit an – eher nach Alltag mit Charakter. Und genau das macht den Reiz aus.


Manado herzliche Gastfreundschaft genießen
Willkommen zu einem Abenteuer der besonderen Art! Tauche ein in die pulsierende Schönheit von Manado, der Hauptstadt der nördlichen Provinz Sulawesi, Indonesien. Manado ist nicht nur ein Tor zu spektakulären Tauchplätzen und üppigen Vulkanlandschaften, sondern auch eine Stadt, die reich an Kultur und herzlicher Gastfreundschaft ist. Lass uns gemeinsam die Geheimnisse und Highlights dieser faszinierenden Destination entdecken.
Manado ist ein Reiseziel, das mit seiner natürlichen Schönheit, kulturellen Vielfalt und herzlichen Gastfreundschaft verzaubert. Ob du ein Abenteurer, ein Tauchliebhaber oder ein Kulturbegeisterter bist – in Manado findest du sicherlich etwas, das dein Herz höher schlagen lässt. Pack deine Koffer, bringe deine Abenteuerlust mit und lasse dich von der Magie Manados in den Bann ziehen.
Manado - Provinzhauptstadt
Sulawesi. Allein der Name klingt schon nach Fernweh, nach Tropenluft und dem guten Gefühl, viel zu weit weg zu sein, um sich noch über Alltagsprobleme Gedanken zu machen. Nach einer Reise, die sich wie ein kleines Raum-Zeit-Experiment anfühlt – Stuttgart, Frankfurt, Singapur, Manado – setze ich endlich den Fuß auf den Boden von Nordsulawesi. Die feuchte Hitze umarmt mich sofort. Nicht zaghaft, eher so: Willkommen, jetzt schwitzen wir gemeinsam.
Die Luft riecht nach Meer, nach Erde, nach etwas Unbekanntem. Ich lächle automatisch. Mein Körper ist müde, mein Kopf leicht benebelt – aber innerlich bin ich hellwach. Genau dafür bin ich hier.
Die Einreise läuft erstaunlich entspannt. Visum on Arrival: vorbereitet. Zollerklärung: QR-Code, ein paar Klicks, fertig. Der Zollbeamte schaut kurz, nickt, und das war’s. Kein Drama, keine Endgegner-Level-Bürokratie. Indonesien zeigt sich gnädig.
Draußen wartet mein Fahrer. Eine WhatsApp-Nachricht ploppt auf: „Saya di sini.“ Ich bin hier. Ein Satz, der in diesem Moment mehr bedeutet als nur eine Standortmeldung. Wenige Minuten später sitze ich im klimatisierten Kleinbus, lasse mich in den Sitz sinken und schaue hinaus. Palmen, Mopeds, Menschen, Alltag. Mein Abenteuer beginnt leise, fast unspektakulär – und genau das mag ich.
Manado überrascht mich. Keine überdrehte Megacity, kein urbanes Dauerfeuer. Stattdessen Gelassenheit. Eine Stadt, die nicht schreit, sondern erzählt. Indonesische Lebensfreude trifft auf koloniale Spuren und eine spürbare Nähe zum Meer. Alles wirkt ein bisschen langsamer, ein bisschen ehrlicher.
Was sofort auffällt: Ich falle auf. Europäer sind hier selten. Blicke treffen mich, neugierig, freundlich, ohne dieses touristische Abstumpfen. Ein Gefühl, das ich lange vermisst habe. Hier ist man nicht einer von vielen, sondern einfach da.
Und genau das liebe ich. Dieses leise Kribbeln, dieses Wissen: Sulawesi wird kein bequemer Trip. Aber ein ehrlicher. Einer mit Ecken, Hitze, Staub, Begegnungen – und wahrscheinlich ein paar Momenten, in denen ich mich frage, warum ich mir das antue. Spoiler: genau deshalb.
Manado, die lebendige Hauptstadt Nord-Sulawesis, zählt knapp eine halbe Million Einwohner und liegt eingerahmt zwischen grünen Bergen und dem offenen Meer. In den Randbezirken kämpft die Natur noch tapfer gegen Beton und Blech, in der Innenstadt hat der Asphalt längst gewonnen. Viel Verkehr, viel Bewegung, viel Alltag. Und doch ist Manado mehr als nur wirtschaftliches Zentrum – es ist ein Ort, der still und unaufgeregt zeigt, wie friedliches Zusammenleben aussehen kann.
Hier leben Menschen unterschiedlichster Glaubensrichtungen Tür an Tür. Nicht als politisches Statement, sondern als gelebte Realität. Christen, Muslime, Hindus und Buddhisten teilen Nachbarschaften, Arbeitsplätze, Freundschaften – manchmal sogar den Esstisch und das Eheleben. Interreligiöse Partnerschaften sind nichts Besonderes, sondern Teil des normalen Stadtbildes. Niemand hebt dafür eine Augenbraue.
Was mich beeindruckt: Toleranz wirkt hier nicht angestrengt. Sie ist kein wohlformulierter Begriff aus Imagebroschüren, sondern Alltag. Man grüßt sich, hilft sich, diskutiert – und geht danach gemeinsam Kaffee trinken. Religion ist präsent, aber sie drängt sich nicht auf. Sie grenzt nicht ab, sie koexistiert.
Besonders spürbar wird das bei Festen. Ob chinesisches Neujahr, Weihnachten oder Ramadan – gefeiert wird oft gemeinsam. Nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus echter Neugier und Respekt. Glaube wird hier nicht als Trennlinie verstanden, sondern als Teil einer gemeinsamen kulturellen Landschaft.
Natürlich ist auch Manado kein utopischer Ort. Spannungen gibt es, wie überall. Extremistische Stimmen versuchen auch hier, Gehör zu finden. Doch sie bleiben leiser als anderswo. Die Mehrheit der Menschen begegnet solchen Strömungen mit Gelassenheit, Haltung und dem klaren Wunsch, das fragile Gleichgewicht zu bewahren.
Manado schreit seine Botschaft nicht hinaus. Es lebt sie einfach. Und genau deshalb wirkt sie so stark. In einer Welt, die gern polarisiert, erinnert diese Stadt daran, dass Vielfalt keine Bedrohung sein muss – sondern eine stille, kraftvolle Stärke.
Hitze, Herz und ein bisschen Kontrollverlust
Von unserem Hotel SLoft bis zum Meer sind es gerade einmal zwei Kilometer. Klingt nach einem entspannten Spaziergang. Ist es auch – theoretisch. Praktisch treffe ich unterwegs auf über 35 Grad, eine Luftfeuchtigkeit von 92 Prozent und das klare Gefühl, dass mein Körper gerade lernt, was „Tropen“ wirklich bedeutet. Jeder Schritt fühlt sich an, als würde man durch warme Watte laufen. Schweiß setzt früh ein, bleibt konsequent und wird offensichtlich nicht mehr verschwinden. Willkommen außerhalb Europas.
Manado empfängt mich ohne Filter. Verfallene Hütten stehen neben glänzenden Hochhäusern, schwarz verschimmelte Fassaden alter Wohnblocks direkt neben modernen Kliniken und gläsernen Firmenzentralen. Schönheit nach westlichen Maßstäben? Schwierig. Echtheit? Absolut. Dieses Nebeneinander von improvisiertem Alltag und ambitionierter Moderne wirkt chaotisch – und genau darin liegt seine Energie. Wer der lärmenden Hauptstraße entkommen will, biegt einfach irgendwo ab. Kleine, verwinkelte Gassen schlucken den Verkehrslärm, dafür verliert man schnell die Orientierung. Macht nichts. Spätestens nach der dritten Ecke steht jemand da, lächelt und zeigt wortlos die richtige Richtung. Freundlichkeit braucht hier keine großen Erklärungen.
Je näher ich dem Meer komme, desto dichter wird das Leben. Die Einkaufsstraßen ziehen sich entlang der Küste bis hinunter zum Hafen. Riesige, klimatisierte Malls wechseln sich mit kleinen Läden und improvisierten Marktständen ab. Es riecht nach Essen, nach Gewürzen, nach heißem Asphalt. Zwischen Streetfood, Alltagskram und kuriosen Souvenirs könnte man Stunden verlieren – und merkt es erst, wenn die Kleidung endgültig durch ist. Was aber wirklich hängen bleibt, sind die Menschen. Immer wieder ein fröhliches „Hello Mister!“, Hände, die mir entgegengestreckt werden, Kinder, die winken und ein High Five einfordern. Jugendliche, die ein Selfie wollen. Polizisten übrigens auch. Ich falle auf, ja – aber auf eine warme, ehrliche Art. Nicht neugierig aus Distanz, sondern offen, direkt, herzlich.
Manado gibt mir nicht das Gefühl, Gast zu sein. Eher das, für einen Moment dazuzugehören. Und genau das macht diese Stadt so besonders – selbst dann, wenn man tropfnass, leicht überfordert und ziemlich glücklich Richtung Meer läuft.
Zwischen Fisch, Fähren und Fernweh
Der Hafen von Manado ist kein Ort für leise Momente. Er lebt, arbeitet, riecht, ruft und bewegt sich ständig. Hier schlägt das Herz von Nord-Sulawesi, irgendwo zwischen rostigen Frachtern, bunten Fischerbooten und Reisenden, die mit großen Augen Richtung Inselhorizont schauen. Handel, Tradition und ein Hauch Abenteuer treffen hier ziemlich ungebremst aufeinander. Schon früh am Morgen kehren die Fischer zurück, der Fang noch glänzend vom Meer. Netze werden geflickt, Kisten verladen, Stimmen überschlagen sich. Daneben legen Frachtschiffe an, die alles bringen, was eine Region braucht – und manchmal auch Dinge, von denen man nicht weiß, warum sie genau hier gelandet sind. Und mittendrin: Reisende. Menschen mit Rucksäcken, Taschen, Erwartungen. Von hier starten die Fähren nach Bunaken und Lembeh – Inseln, die unter Wasser mehr Geschichten erzählen als viele Städte an Land.
Ich setze mich einfach an die Promenade und lasse mich treiben. Zuschauen reicht völlig. Fähren kommen und gehen, jede mit neuen Gesichtern, neuen Plänen, neuen Hoffnungen. Händler preisen lautstark ihre Ware an, während irgendwo im Hintergrund ein Motor hustet, der eigentlich längst in Rente gehört. Es ist chaotisch, laut – und erstaunlich beruhigend.
Direkt unter der wuchtigen Soekarno-Brücke liegt der Pasar. Ein Markt, der nichts beschönigt. Fangfrischer Fisch, exotische Früchte, Gewürze, deren Duft sich sofort festsetzt. Mangos sind süß und harmlos, Durian hingegen… sagen wir: eine Erfahrung. Entweder Liebe oder Fluchtreflex. Dazwischen gibt es kein Grau.
Die Hafengegend selbst wirkt wie ein Zeitraffer der Geschichte. Alte Kolonialbauten mit bröckelnder Eleganz stehen neben modernen Banken und Einkaufszentren aus Glas. Nostalgie trifft auf Gegenwart, manchmal ziemlich unsanft – aber genau das macht den Reiz aus.
Kulinarisch wird es ehrlich. Kleine Garküchen, einfache Restaurants, Plastikstühle, echtes Essen. Tinutuan, dieser herzhafte Reisbrei mit Gemüse, schmeckt nach Alltag und Heimat. Gegrillter Fisch direkt am Wasser braucht keine große Erklärung – nur Hunger. Der Hafen von Manado ist kein Ort zum Abhaken. Er will Zeit. Und ein bisschen Neugier. Wer sich darauf einlässt, bekommt keine perfekte Postkarte – sondern echtes Leben. Und das bleibt meist länger hängen.
Die Soekarno-Brücke ist in Manado weit mehr als eine Verbindung von A nach B. Sie ist Bühne, Aussichtspunkt und Treffpunkt zugleich. Ein Bauwerk, das sich mit elegantem Schwung über die Bucht spannt und dabei so tut, als wäre es ganz selbstverständlich hier gewesen. Stadt, Meer und Himmel treffen sich genau an diesem Punkt – manchmal friedlich, manchmal dramatisch, aber immer eindrucksvoll.
Mit gut einem Kilometer Länge verbindet die Brücke Boulevard I mit Boulevard II und ist Teil der äußeren Ringstraße. Klingt technisch, fühlt sich aber erstaunlich poetisch an, wenn man oben steht. Sechs Spuren Verkehr rauschen vorbei, Mopeds schlängeln sich durch, und trotzdem bleibt Platz für Menschen, die einfach stehen bleiben wollen. Die breiten Gehwege laden genau dazu ein – vorausgesetzt, man akzeptiert, dass man dabei nie ganz allein ist.
Seit ihrer Eröffnung 2015 gilt die Brücke als eines der modernsten Bauwerke der Region. Funktional, ja – aber auch mit einem gewissen Stolz gebaut. Von hier oben öffnet sich der Blick auf die Bucht von Manado: türkisfarbenes Wasser, Fischerboote, Frachter und am Horizont die Konturen von Bunaken. An klaren Tagen wirkt alles fast zu perfekt, an bewölkten eher dramatisch. Beides passt.
Was die Soekarno-Brücke besonders macht, ist ihre Rolle im Alltag. Sie ist kein reiner Durchgangsort. Viele kommen her, um kurz Luft zu holen, Fotos zu machen oder einfach dem Treiben zuzusehen. Eine leichte Brise vom Meer sorgt für Erleichterung, vor allem dann, wenn die Hitze mal wieder meint, sie müsse alles geben.
Manchmal ziehen dunkle Wolken auf, Regen fällt wie aus dem Nichts, und für ein paar Minuten scheint die Welt in Grautönen zu versinken. Dann klart es genauso schnell wieder auf. Die Sonne kehrt zurück, das Leben läuft weiter, und irgendwo unten füllen sich die Cafés mit Menschen, die genau diese kleinen Pausen lieben.
Die Soekarno-Brücke ist kein Monument, das man ehrfürchtig betrachtet. Sie ist ein Ort, den man benutzt, erlebt, teilt. Beton und Stahl, ja – aber mit erstaunlich viel Gefühl dazwischen.

Sabines abenteuerliche Anreise
Während ich mich in Manado langsam akklimatisiere und lerne, dass trockene Kleidung hier eher ein theoretisches Konzept ist, kämpft Sabine noch mit der ganz großen Disziplin des Reisens: Geduld. Sie startet einen Tag später in Berlin und entscheidet sich für eine Verbindung mit Scoot – über Athen und Singapur nach Manado. Klingt machbar. War es nur leider nicht.
Der Flug verspätet sich so deutlich, dass der Anschluss in Singapur unerreichbar wird. Kein Sprint, kein Bitten, kein hektisches Schauen auf die Uhr kann daran etwas ändern. Anschluss weg. Ende Gelände. Willkommen im Abenteuerteil der Reise, den man sich vorher selten wünscht.
Da am Wochenende keine Flüge nach Sulawesi gehen, bleibt Sabine nichts anderes übrig, als zwei ungeplante Tage in Singapur zu verbringen. Immerhin zeigt sich Scoot kulant und übernimmt die Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Ein schwacher Trost, wenn man gedanklich eigentlich schon unter Palmen steht und innerlich längst im tropischen Roadtrip-Modus angekommen ist. Die Enttäuschung sitzt entsprechend tief – Vorfreude lässt sich schlecht parken, wenn man plötzlich festhängt.
Und dann kommt dieser Moment, den man nur unterwegs erlebt: das große, leicht absurde Reiseglück im falschen Moment. Denn genau der Montag, an dem Sabine schließlich in Manado landet, ist der einzige Tag der gesamten Woche, an dem der Flughafen überhaupt geöffnet ist.
Der Grund: Der Vulkan Ruang ist ausgebrochen und hat den Flugverkehr im Norden Sulawesis praktisch lahmgelegt. Asche, Sperrungen, Stillstand. Wäre Sabine planmäßig angekommen – Pech. Wäre sie einen Tag später geflogen – ebenfalls Pech. Aber so? Punktlandung.
Manchmal fühlt sich Reisen an wie ein schlechtes Glücksspiel mit sehr guten Auszahlungen. Alles läuft schief, nur um am Ende genau richtig zu sein. Sabine kommt erschöpft, aber lachend an. Und wir sind uns einig: Diese Geschichte hätte man sich ausdenken können – aber so einen Humor traut man eigentlich nur dem Reisen selbst zu.
Erfahre Manado mit den kleinen blauen Flitzern
Manado ist heiß, laut, lebendig – und manchmal einfach zu weitläufig, um alles zu Fuß zu erledigen. Spätestens wenn das Shirt dauerhaft am Rücken klebt und der Weg zurück zum Hotel plötzlich doppelt so lang wirkt, kommt die Rettung in Blau angerauscht: die kleinen Mikrobusse, die unermüdlich durch die Stadt flitzen. Ein kurzer Wink, ein knappes Nicken – und schon springt die Tür auf.
Drinnen beginnt das eigentliche Erlebnis. Komfort ist hier eher philosophisch gemeint. Die Federung fühlt sich an wie eine direkte Verbindung zur Straße, jede Bodenwelle wird persönlich vorgestellt. Dafür gibt es Musik. Viel Musik. Laut. Sehr laut. Mit etwas Glück verwandelt sich der Bus in eine rollende Disco, bei der niemand gefragt wird, ob er gerade in Stimmung ist. Man ist es dann einfach.
Sicherheitsstandards? Sagen wir so: Man lernt loszulassen. TÜV-Plaketten spielen hier keine Rolle, Gurte sind optional und Vertrauen ist Pflicht. Aber genau das macht diese Fahrten so ehrlich. Für ein paar Rupiah wird man Teil des Alltags, sitzt zwischen Schulkindern, Marktfrauen und müden Pendlern, während der Fahrtwind durch die offenen Fenster weht und Manado draußen vorbeizieht.
Es ist laut, es ist eng, es ist chaotisch. Und es ist großartig. Diese kleinen blauen Flitzer sind kein Transportmittel im klassischen Sinne – sie sind eine Einladung, die Stadt so zu erleben, wie sie wirklich ist. Ungefiltert, direkt, mit einem Augenzwinkern und einer Portion Abenteuerlust. Also einsteigen, gut festhalten und nicht fragen, wie genau man ankommt. Wichtig ist nur, dass man ankommt – mit einem breiten Grinsen und dem Gefühl, Manado ein kleines Stück näher gekommen zu sein.
Interessante Fakten über Manado
Ein bisschen Wissen fürs nächste Kopfnicken
Manado bietet Besuchern eine erstaunliche Mischung aus Natur, Kultur und einer Gelassenheit, die man Großstädten selten zutraut. Und wie so oft lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen.
Trotz ihrer Größe wirkt die Stadt erstaunlich persönlich. Manado fühlt sich weniger nach Metropole an und mehr nach einem Ort, der Besucher nicht beeindrucken will, sondern einfach so ist, wie er ist.
Die Hafenstadt liegt an der Nordküste der Insel Sulawesi, genauer gesagt in der Bucht von Manado. Im Norden und Osten grenzt sie an den Regierungsbezirk Minahasa Utara, im Süden an den Bezirk Minahasa. Im Westen bildet die Celebessee die natürliche Grenze der Stadt.
Die Koordinaten von Manado sind:
- Breitengrad: 1°30′ bis 1°40′ nördlicher Breite
- Längengrad: 124°40′ bis 126°50′ östlicher Länge
Manado liegt inmitten einer bergigen Landschaft, die zum Teil vulkanischen Ursprungs ist. Die höchste Erhebung in der Umgebung ist der Vulkan Lokon, der etwa 1.821 Meter hoch ist.
Die Stadt selbst erstreckt sich über eine Fläche von ca. 158,54 km².
Weitere interessante Fakten zur geografischen Lage von Manado:
- Manado liegt auf einer Landenge, die die Halbinsel Minahasa mit dem Rest der Insel Sulawesi verbindet.
- Die Stadt befindet sich in einer tropischen Klimazone mit hoher Luftfeuchtigkeit und sommerlichen Temperaturen.
- Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Manado beträgt etwa 28°C.
- Die Regenzeit in Manado dauert von Oktober bis April.
Tropisches Regenwaldklima: Manado erwartet dich mit einem warmen und feuchten Klima das ganze Jahr über.
Durchschnittstemperaturen:
- Jahresdurchschnitt: 29°C
- Höchster Monat: Oktober (30,0°C)
- Niedrigster Monat: Januar (24,1°C)
- Tagestemperaturen: Zwischen 28°C und 31°C
- Nachttemperaturen: Zwischen 24°C und 25°C
Regen:
- Jährlicher Niederschlag: 2829 mm
- Regenzeit: Oktober bis Mai (höchste Niederschläge im März und April)
- Trockenzeit: Juni bis September (geringste Niederschläge im August)
Meerestemperatur:
- Durchschnitt: 28°C bis 30°C
Zusammenfassend:
- Heiße und feuchte Temperaturen
- Hohe Luftfeuchtigkeit
- Regelmäßiger Regen
- Warmes Meerwasser
Beste Reisezeit:
- Trockene Saison: Juni bis September
- Weniger Regen, aber immer noch feucht und warm
- Gute Sicht für Tauchen und Schnorcheln
Weitere Informationen:
- https://en.climate-data.org/asia/indonesia/north-sulawesi/manado-3901/
- https://www.wohin-und-wann.de/when/sudostasien/sulawesi/manado/
Tipp:
- Packe leichte, atmungsaktive Kleidung ein.
- Nimm Regenschutz und Sonnenschutz mit.
- Trinke viel Wasser, um der Feuchtigkeit entgegenzuwirken.
Manados Geschichtsreise beginnt im Jahr 1562, als portugiesische Seefahrer die Küste Sulawesis erreichten und in der Region um Manado Handelsposten errichteten. Damals trug die Stadt noch den Namen "Wenang".
1609 betraten dann die Niederländer die Bühne. Sie vertrieben die Portugiesen und gründeten 1623 offiziell die Stadt Manado. Unter ihrer Herrschaft erlebte Manado einen Aufschwung als Handelszentrum für Gewürze und andere Waren.
Die Missionierung durch niederländische Missionare zwischen 1820 und 1860 prägte die Stadt nachhaltig. Ein großer Teil der Bevölkerung bekennt sich heute zum Christentum.
Manado stand im Zweiten Weltkrieg unter japanischer Besatzung, was zu Zerstörungen und Leid führte.
Nach der Unabhängigkeit Indonesiens 1945 spielte Manado eine wichtige Rolle im Kampf für die nationale Einheit.
Heute ist Manado die Hauptstadt der Provinz Nordsulawesi und ein beliebtes Touristenziel. Die Stadt ist bekannt für ihre wunderschöne Lage an der Bucht von Manado, ihre vielfältige Kultur und ihre köstliche Küche.
Einzigartige Traditionen:
- Mapalus: Gemeinschaftsarbeit, bei der Aufgaben gemeinsam und mit gegenseitiger Unterstützung erledigt werden. Ein Ausdruck des starken Gemeinschaftsgefühls in Manado.
- Tulude: Feierlichkeiten zur Danksagung, um Gottes Segen für die Ernte und andere Bereiche des Lebens zu feiern. Verbindet Spiritualität und Gemeinschaft.
- Wale Ne Tou: Traditionelle Minahasa-Häuser mit spitzen Dächern, die an umgedrehte Boote erinnern. Symbolisieren die Verbindung der Menschen mit dem Meer und ihre Seefahrtsgeschichte.
Lebendige Tänze:
- Kabasaran: Ein kraftvoller Kriegstanz der Minahasa, aufgeführt von Männern in traditionellen Kostümen. Zeigt die Stärke und den Mut der Krieger.
- Tari Gunde: Ein anmutiger Tanz der Sangihe-Talaud-Bevölkerung, der die Schönheit und Grazie der Frauen zelebriert.
- Tari Lumbe-Lumbe: Ein fröhlicher Tanz aus Bolaang Mongondow, der mit Trommelmusik und lebhaften Bewegungen die Lebensfreude der Menschen zum Ausdruck bringt.
Kulinarische Köstlichkeiten:
- Tinoransak: Ein herzhaftes Gericht aus Schweinefleisch, Kokosmilch und Gewürzen, serviert in Bambusrohren. Ein Geschmackserlebnis der Minahasa-Küche.
- Gohe: Ein säuerlicher Fischsuppe mit Tamarinden und Chili, beliebt bei den Sangihe-Talaud-Bewohnern. Ein Genuss für Liebhaber saurer und würziger Speisen.
- Klappertaart: Ein köstliches Kokoskuchen-Dessert mit Mandeln und Rosinen, das seinen Ursprung in der niederländischen Kolonialzeit hat. Ein süßer Abschluss für jede Mahlzeit.
Weitere kulturelle Highlights:
- Waruga: Megalithische Gräber der Minahasa, die die Verehrung der Ahnen und die Verbindung zur Vergangenheit widerspiegeln.
- Bunaken Marine Park: Ein Taucherparadies mit atemberaubender Unterwasserwelt und einer vielfältigen Tierwelt.
- Tangkoko Nature Reserve: Ein Naturschutzgebiet mit seltenen Tierarten wie dem Schwarzohr-Makaken und dem Anoa-Büffel.
Manado bietet eine einzigartige Mischung aus Traditionen, Tänzen, kulinarischen Köstlichkeiten und natürlichen Wundern.
Naturwunder:
- Bunaken Nationalpark: Erlebe die Unterwasserwelt voller Korallenriffe und bunter Fische. Tauchen, Schnorcheln oder einfach nur am Strand entspannen - hier ist alles möglich.
- Tangkoko Nationalpark: Beobachte Schwarzschopfmakaken, Tarsiere und andere faszinierende Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum. Wandere durch den Dschungel und genieße die atemberaubende Aussicht.
- Lokon Vulkan: Besteige den aktiven Vulkan und genieße den Blick auf die Umgebung. Wagemutige können sogar in den Krater hinabsteigen.
- Tondano See: Der größte See in Nord-Sulawesi, bietet Bootsfahrten, Angeln und Entspannung am Ufer.
Kultur und Geschichte:
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Ban Hin Kiong Tempel: Bewundere die Architektur dieses buddhistischen Tempels, dem ältesten in Ost-Indonesien.
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Kaisanti-Garten: Tauche ein in die traditionelle minahassische Kultur und probiere lokale Gerichte.
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Fort Rotterdam: Erkunde die Festung aus dem 17. Jahrhundert und erfahre mehr über die koloniale Vergangenheit Manados.
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Bukit Kasih (Hügel der Liebe): Genieße den Panoramablick auf die Stadt und besuche das Denkmal, das an die Harmonie der verschiedenen Religionen in Manado erinnert.
Abenteuer und Aktivitäten:
- Delfinbeobachtung: Beobachte diese intelligenten Meeressäugetiere in ihrem natürlichen Lebensraum.
- Rafting: Erlebe die Stromschnellen des Timbukar Flusses bei einer rasanten Raftingtour.
- Tauchen im Lembeh Strait: Entdecke die einzigartige Unterwasserwelt der Lembeh Strait, die für ihre vielfältigen Meeresbewohner bekannt ist.
- Wandern: Erkunde die zahlreichen Wanderwege in der Umgebung von Manado und genieße die atemberaubende Landschaft.
Kulinarische Highlights:
- Woku Belanga: Probiere dieses Fischcurry, das mit Kokosmilch und Gewürzen zubereitet wird.
- Tinoransak: Ein Eintopf aus Fleisch, Gemüse und Kokosmilch, der in Bambusrohr gekocht wird.
- Gohok: Ein süßes Gebäck aus Kokosnuss, Palmzucker und Mehl.
- Klappertaart: Eine indonesische Variante der Kokosnusstorte.
Manado hat für jeden etwas zu bieten! Ob du nun tauchen, wandern, die Kultur erkunden oder einfach nur entspannen möchtest, hier wirst du fündig.
Manado ist bekannt für seine freundliche und einladende Atmosphäre. Die Einwohner sind stolz auf ihre Stadt und ihre Kultur und freuen sich, Besucher willkommen zu heißen. Genießen Sie die entspannte Lebensart, schlendern Sie durch die Straßen und lassen Sie sich von der herzlichen Gastfreundschaft der Menschen verzaubern.
Eingebettet in eine atemberaubende Landschaft vulkanischen Ursprungs, bietet Manado atemberaubende Ausblicke auf majestätische Berge, darunter den aktiven Vulkan Lokon. Wandern, Trekking und Bergsteigen sind beliebte Aktivitäten in der Region.
Manado ist die Hauptstadt der Provinz Nord-Sulawesi auf der indonesischen Insel Sulawesi und bekannt für seine atemberaubende Unterwasserwelt. Der Bunaken Marine Park, vor der Küste gelegen, beherbergt eine unglaubliche Vielfalt an Meereslebewesen, darunter farbenfrohe Korallenriffe, exotische Fische und sogar große Meerestiere wie Schildkröten und Haie.
Die Stadt ist ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen und Ethnien, was sich in ihrer Küche, Musik, Architektur und Traditionen widerspiegelt. Besuchen Sie lokale Märkte, probieren Sie köstliche Gerichte wie Tinoransuppe und Klappertaart und tauchen Sie ein in die lebendige Atmosphäre.
Manado ist ein Ort der Toleranz und des friedlichen Zusammenlebens verschiedener Religionen. Besuchen Sie beeindruckende Moscheen, majestätische Kirchen und farbenfrohe buddhistische Tempel, um einen Einblick in den Glauben der Bevölkerung zu erhalten.
Neben der vielfältigen Meeresfauna beherbergt die Region Manado auch eine Reihe einzigartiger Landtiere, darunter die Tarsius-Affen mit ihren großen Augen, die Anoa-Büffel und die farbenfrohen Paradiesvögel.
Kurz gesagt: Manado ist keine Stadt für perfekte Postkarten. Aber eine für echte Eindrücke, ehrliche Begegnungen und das angenehme Gefühl, genau am richtigen Ort gelandet zu sein.

Nord Schwarzwald - die Mineralwasser Tour















































































































