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Burkina Faso

Ouagadougou

Ouagadougou ist kein Ort, der sich anbiedert. Die Hauptstadt von Burkina Faso fordert Aufmerksamkeit, Geduld – und ein bisschen Humor. Zwischen staubigen Straßen, hupenden Mopeds und improvisierten Märkten entfaltet sich ein Alltag, der roh, herzlich und erstaunlich lebendig ist. Hier wird nicht geschniegelt, hier wird gelebt. Begegnungen passieren ungeplant, Gespräche beginnen ohne Smalltalk, und Gastfreundschaft kommt ohne Etikett. Ouagadougou ist chaotisch, warm, fordernd – und genau deshalb bleibt es hängen. Wer sich darauf einlässt, reist nicht nur an einen Ort, sondern mitten hinein ins echte Leben.

Reiseblog24 | Ouagadougou

Ouagadougou ist keine geschniegelte Stadt

Die Hauptstadt von Burkina Faso fordert Aufmerksamkeit statt Applaus

Sie ist einfach da: laut, staubig, lebendig. Die Hauptstadt von Burkina Faso fordert Aufmerksamkeit statt Applaus, Geduld statt Perfektion und belohnt das Ganze mit Momenten, die sich nicht planen lassen.

Zwischen hupenden Mopeds, roten Sandstraßen und Märkten, die eher nach Improvisation als nach Ordnungssystem funktionieren, läuft das Leben in einem Tempo, das sich nicht um europäische Kalender kümmert. Hier wird gehandelt, gelacht, diskutiert, getragen, repariert. Nicht hübsch inszeniert, sondern echt. Und genau das macht Ouaga so besonders.

Begegnungen passieren nebenbei: ein kurzer Blick, ein Spruch, ein spontanes Gespräch, das ohne warmes Smalltalk-Vorspiel direkt beim Kern landet. Gastfreundschaft kommt ohne Etikett und oft ohne große Worte, aber mit dieser Selbstverständlichkeit, die man selten findet. Man wird nicht wie ein Kunde behandelt, sondern wie ein Mensch, der gerade zufällig mit im Bild ist.

Ouagadougou ist chaotisch, warm, fordernd. Eine Städtereise hier ist kein „durchoptimiertes Wochenende“, sondern ein kleines Abenteuer im Alltag anderer. Wer sich darauf einlässt, reist nicht nur an einen Ort, sondern mitten hinein in ein Leben, das sich nicht erklärt, sondern erlebt werden will. Und ja, es bleibt hängen. Hartnäckig.

Thema: Burkina Faso
Autor: Michael Lieder
Aktualisiert: 28. Januar 2026
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Burkina Faso

Ouagadougou - ein Zungenbrecher

Ouagadougou. Allein der Name stolpert einem schon beim Aussprechen entgegen. Drei Versuche, ein Lächeln, dann klappt’s. Und genau so fühlt sich diese Reise an: nichts für Bequemlichkeit, nichts für schnelle Gewissheiten. Aber genau deshalb bin ich hier.

Diese Reise findet im Rahmen meiner Arbeit für Menschen ohne Ketten e.V. statt. Sie ist kein Abhaken von Programmpunkten und kein symbolisches Händeschütteln für hübsche Fotos. Sie ist notwendig. Für den Verein. Vor allem aber für die Menschen in Burkina Faso, mit denen wir seit Jahren verbunden sind und deren Realität oft sehr weit entfernt von unserem europäischen Sicherheitsgefühl liegt.

Worum es geht, ist schnell gesagt und schwer umzusetzen: Bildung ermöglichen, medizinische Versorgung unterstützen, Strukturen stärken, die nicht beim ersten Gegenwind zusammenfallen. Es geht um Alltag, um Würde, um kleine Schritte, die hier einen Unterschied machen, auch wenn sie von außen manchmal unspektakulär wirken. Fortschritt misst sich hier nicht in PowerPoint-Folien, sondern in Gesprächen, Vertrauen und Geduld.

In den kommenden Wochen starten wir Projekte, schauen genau hin, prüfen, was funktioniert und was eher gut gemeint als gut gemacht war. Wir dokumentieren Fortschritte, hören zu, lernen dazu und arbeiten direkt mit den Menschen vor Ort. Nicht über sie, nicht an ihnen vorbei. Mit ihnen. Das klingt selbstverständlich, ist es aber leider nicht immer.

Natürlich ist das auch eine Reise. Eine, die fordert. Klimatisch, emotional, manchmal auch nervlich. Ouagadougou ist laut, chaotisch, warm, widersprüchlich. Abenteuerlust stellt sich hier nicht romantisch ein, sie kommt eher zwischen Staub, Verkehr und improvisierten Lösungen daher. Und trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, entstehen hier diese Momente, in denen klar wird, warum man losgefahren ist.

Ich werde regelmäßig Einblicke geben. Nicht geschniegelt, nicht weichgezeichnet. Sondern ehrlich. Mit Respekt, mit Mitgefühl und mit der nötigen Portion Selbstironie, weil man sonst schnell vergisst, wie privilegiert man eigentlich unterwegs ist.

Die Hauptstadt von Burkina Faso

Die Burkina Faso Reise beginnt im faszinierenden Ouagadougou, die Hauptstadt von Burkina Faso. Dieses unentdeckte Juwel Westafrikas hat so viel zu bieten, von lebendiger Kultur bis zu atemberaubender Natur.  

Das weit über die Region bekannte Skulptur des Denkmals der Filmfestspiele in Ouagadougou steht für die künstlerische Kreativität, den kulturellen Reichtum und die Einheit, die das Festival und das afrikanische Kino als Ganzes repräsentieren.

Die Hitze und die lebendige Atmosphäre begrüßten uns sofort. Mein erster Eindruck von Ouagadougou war, dass diese Stadt lebt und pulsiert. Die Straßen sind gesäumt von farbenfrohen Märkten, Lachen und Musik.

Tipp

Anreise

Nach einer langen Flugreise landeten wir auf dem internationalen Flughafen Ouagadougou. Es scheint, als darf wegen politischer Ereignisse die Air France hier in Burkina Faso nicht mehr landen. Wir mussten einen Tag vor Abflug umbuchen, da die gebuchten und immer noch zum Check-in bereitstehenden Flüge abgesagt wurden. Kurzfristig haben wir einen Flug über Brüssel gefunden, der über Ouagadougou nach Abidjan an der Elfenbeinküste geht. Keine schlechte Wahl, die Verbindung und Air Brussel ist auch sehr empfehlenswert. 

Die Hitze und die lebendige Atmosphäre begrüßten uns sofort. Mein erster Eindruck von Ouagadougou war, dass diese Stadt lebt und pulsiert. Die Straßen sind gesäumt von farbenfrohen Märkten, Lachen und Musik.

Ouagadougou

Das Denkmal der Filmfestspiele

Es ist eine bedeutende Landmarke in der Hauptstadt von Burkina Faso, die eng mit den Filmfestspielen von Ouagadougou, auch als FESPACO bekannt, verbunden ist. Dieses Denkmal ist ein Symbol für die wichtige Rolle, die das Festival in der Förderung des afrikanischen Kinos und der kulturellen Identität des Landes spielt.

Das Denkmal besteht aus einer monumentalen Skulptur, die eine Filmklappe darstellt. Die Filmklappe, auch als Filmklappe oder Filmbrett bezeichnet, ist ein ikonisches Symbol der Filmindustrie, das oft mit dem Filmemachen und dem Kino in Verbindung gebracht wird. Es wird typischerweise in Filmproduktionen verwendet, um den Beginn und das Ende von Szenen zu markieren. In Ouagadougou wurde die Filmklappe in Form eines beeindruckenden Denkmals errichtet, um die Bedeutung des FESPACO-Festivals und des afrikanischen Kinos zu würdigen.

Ouagadougou

Die imposante Kathedrale

Später erkundete ich das Stadtzentrum und bestaunte die imposante Kathedrale von Ouagadougou, die ein beeindruckendes Beispiel für die religiöse Vielfalt in Burkina Faso ist. Die Menschen in Ouagadougou sind außerordentlich gastfreundlich, und ich hatte die Gelegenheit, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen und mehr über ihre Lebensweise und Bräuche zu erfahren.

Die Kathedrale von Ouagadougou, offiziell als "Cathédrale de l'Immaculée-Conception" bekannt, wurde im 20. Jahrhundert erbaut und ist ein beeindruckendes Beispiel französischer Kolonialarchitektur. Sie wurde 1930 während der französischen Kolonialherrschaft in Burkina Faso errichtet und ist seitdem ein wichtiger religiöser und kultureller Ort für die Bevölkerung von Ouagadougou.

Die Kathedrale ist der Jungfrau Maria gewidmet, und ihr Name, "Immaculée-Conception", bedeutet "Unbefleckte Empfängnis". Dieser Name spiegelt die tiefe katholische Gläubigkeit der Menschen in der Region wider und unterstreicht die Bedeutung der Kirche in ihrem täglichen Leben.​

Die Kathedrale von Ouagadougou zeichnet sich durch ihre beeindruckende Architektur aus. Das Äußere der Kirche ist von französischem Kolonialstil beeinflusst, mit hohen Türmen und einer imposanten Fassade. Das beeindruckendste Merkmal der Kathedrale sind jedoch die wunderschönen Buntglasfenster, die sich entlang des Hauptnave erstrecken. Diese Fenster erzählen religiöse Geschichten und sind ein wahres Kunstwerk.

Im Inneren der Kathedrale findet man kunstvolle Holzschnitzereien und Malereien, die die spirituelle Atmosphäre verstärken. Die Architekten und Künstler haben es geschafft, ein harmonisches Gleichgewicht zwischen der europäischen kolonialen Architektur und den lokalen kulturellen Einflüssen zu schaffen.

Bei meiner Erkundung von Ouagadougou war ich an einem Sonntag an der Kathedrale und durfte erfahren, dass hier sonntags 6 voll besetzte Messen stattfinden. Rund um die Kathedrale findet dann für die Besucher der Messe ein Markt, mit lokalen Spezialitäten statt, der einlädt, ein wenig zu verweilen. Mir fällt sofort die offene Kultur auf und dass ich sehr freundlich aufgenommen wurde.

Ouagadougou

Die Offene Afrikanische Metropole

Afrikanische Städte haben in den vergangenen Jahren verstärkt die Aufmerksamkeit der Welt auf sich gezogen. Eine dieser faszinierenden Städte ist Ouagadougou, die Hauptstadt von Burkina Faso. Als offene afrikanische Metropole hat Ouagadougou viel zu bieten, von ihrer reichen Kultur bis zu ihrer einladenden Atmosphäre. In diesem Blog werden wir einen Blick auf diese aufstrebende Stadt werfen und erkunden, was sie so besonders macht.

Ouagadougou zeichnet sich durch seine kulturelle Vielfalt aus. Die Stadt ist ein Schmelztiegel verschiedener Ethnien und Kulturen. Hier leben Menschen aus verschiedenen Teilen von Burkina Faso sowie aus anderen afrikanischen Ländern. Diese Vielfalt spiegelt sich in der Kunst, der Musik und der Küche der Stadt wider. Bei einem Spaziergang durch Ouagadougou begegnen Sie Straßenkünstlern, traditionellen Handwerkern und Musikern, die die kulturelle Vielfalt der Stadt zelebrieren.

Ouagadougou ist stolz auf seine Offenheit für Innovation und moderne Ideen. Die Stadt beheimatet verschiedene Start-ups und Technologieunternehmen, die sich auf die Lösung lokaler und globaler Probleme konzentrieren. Diese Innovationszentren fördern unter anderem den Einsatz erneuerbarer Energiequellen und die Entwicklung von Technologien, die die Lebensqualität der Bürger verbessern.

Ouagadougou

Der tragische Tod von Thomas Sankara

Im Jahr 1987 erschütterte ein politisches Attentat die Welt: Präsident Thomas Sankara wurde ermordet. Sein Tod bedeutete einen schweren Verlust für Burkina Faso und die gesamte Region. Thomas Sankara war nicht nur Zeuge dieses tragischen Ereignisses, sondern wurde auch selbst zur Zielscheibe von Bedrohungen aufgrund seiner engen Verbindung zu Sankara.

Thomas Sankara und die Folgejahre

Nach dem Tod von Sankara erlebte Burkina Faso politische Unsicherheit und wechselnde Regierungen. Sankara entschied sich, im Exil zu leben, um sein Leben zu schützen und sich politisch weiter zu engagieren. Er blieb jedoch ein wichtiger Aktivist, der die Ideale von sozialer Gerechtigkeit und Gleichheit in Burkina Faso aufrechterhielt. Bis heute lebt er in der Gesellschaft weiter und der amtierende Präsident Ibrahima Traoré von den burkinischen Streitkräften, wird direkt mit Thomas Sankara gleichgestellt. Es wäre schön, wenn das Land wieder zur Ruhe kommt und die neue Regierung, die angefangenen Reformen abschließen kann.

Westafrika - Burkina Faso im Blog

Diese Fakten vermitteln einen Einblick in die kulturelle Bedeutung, Geschichte und die wirtschaftliche Rolle von Ouagadougou in Burkina Faso.

1. Geografische Lage...

Ouagadougou liegt im Westen von Burkina Faso in der Region Plateau-Central und ist die größte Stadt des Landes. 

2. Bevölkerung...

Die Stadt hat eine Bevölkerung von etwa 2,2 Millionen Menschen (Stand 2021), was sie zur größten Stadt des Landes macht. 

3. Klima...

Die Stadt hat ein tropisches Savannenklima mit einer Regenzeit von Juni bis Oktober und einer Trockenzeit von November bis Mai. 

4. Geschichte...

Ouagadougou wurde im 11. Jahrhundert von den Yonyonse gegründet und war ein wichtiges Zentrum des Mossi-Reiches. 

5. Kultur...

Ouagadougou ist ein kulturelles Zentrum in Westafrika und ist bekannt für seine Kunst- und Musikszene, darunter das jährliche Filmfestival FESPACO, das als "Afrikas Cannes" bezeichnet wird.

6. Wirtschaft...

Ouagadougou ist ein wichtiger Wirtschafts- und Handelsknotenpunkt in Burkina Faso und verfügt über Märkte, Industriegebiete und Handelszentren. 

8. Bildung...

Die Stadt beherbergt die Universität von Ouagadougou, die eine der führenden Bildungseinrichtungen in Westafrika ist. 

9. Verkehr...

Ouagadougou ist durch den internationalen Flughafen Ouagadougou (OUA) gut an den Rest der Welt angebunden. Das Straßennetz in der Stadt hat sich in den letzten Jahren verbessert. 

10. Religion...

​Die Mehrheit der Bevölkerung in Ouagadougou praktiziert den Islam, gefolgt von traditionellen afrikanischen Religionen und einer wachsenden christlichen Minderheit.

Bitte beachte, dass diese Informationen auf dem Stand meiner Reise basieren und es möglich ist, dass sich einige Details im Laufe der Zeit geändert haben könnten.

Michael Lieder | Reiseblog24
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Burkina Faso die Übersicht

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Michael Lieder | Reiseblog24

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