Roadtrip Thailand
Hotelbewertung: Baanrao Uthai Thani Homestay
Das Baanrao Uthai Thani Homestay wirkt auf den ersten Blick wie ein klassischer Zwischenstopp am Rand der Innenstadt – zweckmäßig, unkompliziert, fast schon unscheinbar. Und dann steht man plötzlich in diesem großen, grünen Garten und merkt: Hier passiert mehr als nur Übernachten. Ein Ort, der den Roadtrip kurz ausbremst, ohne sich aufzudrängen. Genau richtig, um vor der Weiterfahrt Richtung Kanchanaburi noch einmal Energie zu sammeln – oder den Zeitplan ganz still und heimlich zu ignorieren.
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Land: Thailand
Ort: Uthai Thani
Hotel: บ้านเราอุทัยธานี โฮมสเตย์
(Baanrao Homestay)
774 Sri Uthai Road
Soi 29
Uthai Mai Subdistrict
Uthai Thani 61000
-
Phone
Hotel Beschreibung
Anmerkung: "Es handelt sich um meine Erfahrung und die muss nicht mit anderen übereinstimmen"


An einer Nebenstraße und nah am Thailand-Alltag
Das Baanrao Homestay in Uthai Thani ist so ein Ort, den man nach einem langen Tag unterwegs wirklich zu schätzen weiß. Nicht, weil er sich mit unnötigem Luxus wichtig machen müsste, sondern weil hier ein paar Dinge einfach angenehm sinnvoll gelöst sind, was im Reisealltag ja leider längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Die Lage ist für einen Aufenthalt in Uthai Thani wirklich gut. Das Hotel liegt an einer Nebenstraße und damit angenehm zurückgezogen, eingebettet in ein großes Gartenareal, das dem Ganzen eine ruhige und fast schon wohltuende Atmosphäre gibt. Gerade wenn man tagsüber viel unterwegs war, durch die Stadt gelaufen ist oder bei tropischer Wärme wieder einmal das Gefühl hatte, langsam mit dem Asphalt zu verschmelzen, ist dieser Rückzugsort Gold wert. Besonders positiv aufgefallen sind mir die kostenfreien Privatparkplätze direkt an der Unterkunft. Und nein, Parkplatz ist nicht gleich Parkplatz. Hier sind sie sogar überdacht, was in Thailand nicht nur ein nettes Extra, sondern fast schon ein kleiner Luxus ist. Das Auto dankt es einem bei brennender Sonne ebenso wie bei einem plötzlichen Regenguss, der vom Himmel fällt, als hätte jemand dort oben einen Schalter umgelegt. Insgesamt macht das Baanrao Homestay in dieser Hinsicht vieles richtig: gute Lage, entspannte Atmosphäre und praktische Details, die den Aufenthalt einfach angenehm machen.

Unterbringung & Komfort
Der Aufenthalt im Baanrao Homestay war insgesamt angenehm, und ein guter Teil davon liegt ganz klar an der Anlage selbst. Das Hotel ist schön in einen grünen Garten eingebettet, und genau das gibt ihm seinen eigenen Charakter. Über kleine Wege gelangt man zu den einzelnen Bungalows, in denen die Zimmer untergebracht sind. Das wirkt ruhig, angenehm zurückgenommen und erfreulich weit entfernt von jenem seelenlosen Betoncharme, den manche Unterkünfte immer noch hartnäckig mit Gastlichkeit verwechseln. Die Zimmer selbst sind schlicht, funktional und dabei erfreulich bequem. Besonders die Betten haben positiv überrascht, was unterwegs bekanntlich oft mehr zählt als jede noch so bemühte Dekoration. Es ist kein Ort, der einen auf den ersten Blick sentimental werden lässt, aber einer, an dem man sich auf Sauberkeit verlassen kann. Und ganz ehrlich: blitzblank ist am Ende oft deutlich überzeugender als geschniegelt und geschniegelt wirkend. Ein kleiner Schwachpunkt bleibt allerdings. In den Zimmern fehlen richtige Sitzgelegenheiten, und das ist gerade dann etwas unerquicklich, wenn man nach einem langen Tag nicht sofort ins Bett fallen, sondern einfach noch kurz bequem sitzen möchte. Genau solche Kleinigkeiten entscheiden am Ende darüber, ob ein Zimmer nur praktisch oder wirklich rundum angenehm ist.

Was wird geboten?
Auch bei der Ausstattung bleibt das Baanrao Homestay seiner angenehm unaufgeregten Linie treu. Die Rezeption ist offen gestaltet und nicht dauerhaft besetzt, was im ersten Moment ein wenig improvisiert wirkt. Nach ein paar Minuten versteht man aber, dass das hier offenbar einfach anders funktioniert. Irgendjemand taucht auf, hilft weiter und regelt die Dinge mit einer Gelassenheit, die man entweder charmant findet oder als kleine Übung in thailändischer Entschleunigung hinnimmt. Der offen angelegte Garten ist dagegen ohne Einschränkung ein Pluspunkt. Er gibt der Anlage Luft, Ruhe und genau dieses grüne Umfeld, das den Aufenthalt hier deutlich angenehmer macht. Zwischen den Wegen, Pflanzen und den einzelnen Bungalows kann man ein wenig bummeln, sitzen, abschalten und einfach mal durchatmen. Gerade nach einem Tag unterwegs ist das kein unwichtiger Luxus, sondern genau die Art von Atmosphäre, die aus einer einfachen Unterkunft einen stimmigen Rückzugsort macht. Das Baanrao punktet hier nicht mit spektakulärer Ausstattung oder übertriebenem Komfort, sondern mit Ruhe, Natur und einer angenehm entspannten Umgebung. Manchmal reicht genau das völlig aus, auch wenn der große Hotelzirkus hier ganz bewusst nicht aufgeführt wird.

Service & Personal
Beim Service hinterlässt das Baanrao Homestay einen etwas eigentümlichen, aber keineswegs unsympathischen Eindruck. Frühstück wurde zwar angeboten, allerdings ausschließlich in thailändischer Variante. Das ist grundsätzlich interessant und für viele sicher auch eine schöne Gelegenheit, den Tag kulinarisch direkt ohne Netz und doppelten Boden zu beginnen. Für meinen Geschmack war eine scharfe Suppe am frühen Morgen allerdings etwas zu ambitioniert, vor allem dann, wenn auf dem Tisch schon Dinge stehen, die bei uns eher locker als Mittagessen durchgehen würden. Da merkt man schnell: Nicht jeder Magen startet mit derselben Abenteuerlust in den Tag. Auch beim Personal war es zunächst gar nicht so leicht, den Überblick zu bekommen. Es war nie so richtig klar, wer hier eigentlich genau zuständig ist, und dauerhaft präsent wirkte zunächst ebenfalls niemand. Das klingt chaotischer, als es am Ende war, denn erstaunlicherweise tauchte immer genau dann jemand auf, wenn man Hilfe brauchte. Fast schon wie aus dem Garten geschnitzt. Trotzdem wäre hier etwas mehr Struktur durchaus sinnvoll, damit man sich als Gast schneller orientieren kann und weiß, an wen man sich wenden sollte. Die Englischkenntnisse waren eher einfach, aber absolut ausreichend, um sich verständlich zu machen. Man kam also gut zurecht, ohne gleich eine komplette Pantomime aufführen zu müssen, und das ist auf Reisen bekanntlich schon mehr wert, als manche Unterkunft vermuten lässt.

Besonderheiten
Ein Sportangebot oder gar ein Swimmingpool? Fehlanzeige. Das war hier allerdings keine unangenehme Überraschung, sondern schon bei der Buchung klar ersichtlich. Da wir ohnehin nur auf der Durchreise waren, ließ sich damit gut leben. Nicht jede Unterkunft muss schließlich so tun, als wäre sie ein Wellnessresort mit Yogablick und Erleuchtungsversprechen. Manchmal reichen ein ordentliches Bett, etwas Ruhe und eine brauchbare Mahlzeit völlig aus. Genau in diese Richtung geht auch das besondere Gefühl, das das Baanrao Homestay vermittelt. Der Aufenthalt wirkt stellenweise fast so, als würde man nicht als klassischer Hotelgast ankommen, sondern eher wie jemand, von dem stillschweigend erwartet wird, dass er sich schon auskennt und ungefähr weiß, wie die Dinge hier laufen. Das kann durchaus charmant sein und verleiht dem Ganzen eine fast familiäre, sehr ungezwungene Atmosphäre. Gleichzeitig führt genau das aber auch dazu, dass man sich als Gast an manchen Stellen etwas mehr sichtbare Präsenz wünschen würde. Einfach jemanden, den man direkt ansprechen kann, wenn Fragen auftauchen oder man Kleinigkeiten klären möchte. Denn so sympathisch diese entspannte Art auch ist, zwischen familiär und ein wenig zu beiläufig verläuft eben manchmal nur ein schmaler Gartenweg.

Internetzugang
Ein verlässlicher Internetzugang gehört heute in einem Hotel ganz selbstverständlich dazu. Nicht, weil irgendjemand im Urlaub heimlich von romantischen Speedtests träumt, sondern weil Reisen längst mehr ist als nur Tempel, Märkte und gutes Essen. Fotos wollen gesichert, die nächste Unterkunft geprüft und die weitere Route geplant werden. Umso angenehmer, wenn das WLAN nicht schon beim ersten Einloggen den Charme einer überforderten Bahnhofshalle versprüht. Im Baanrao Homestay funktioniert der Zugang erfreulich unkompliziert. Den passenden Code bekommt man an der Rezeption, nach der Eingabe ist man recht schnell online und muss sich nicht erst durch digitale Hürden kämpfen, als wolle das Netz seine Gäste persönlich testen. Die Geschwindigkeit bewegt sich allerdings eher im unteren Drittel. Das dürfte auch damit zusammenhängen, dass die Zimmer in kleinen, über das Gelände verteilten Bungalows untergebracht sind und das Signal dadurch nicht überall gleich kraftvoll ankommt. Für einfache Dinge wie Nachrichten, etwas Recherche oder die grobe weitere Reiseplanung war das WLAN absolut brauchbar. Wer allerdings größere Fotomengen sichern oder nebenbei noch halbe Datenzentren bewegen möchte, braucht hier entweder Geduld oder bessere Nerven. Ein etwas flotteres Wireless LAN wäre durchaus wünschenswert, aber für die grundlegenden Reisebedürfnisse reichte es am Ende aus.

Was habe ich zu Berichten
Ein Hotel zwischen Gartenidylle und kleiner Sprachverwirrung
Es gibt Hotels, die empfangen einen mit großer Geste. Und dann gibt es diese eher stillen Orte, bei denen man schon beim Namen kurz rätselt, was man da eigentlich gerade gebucht hat. Wenn die eigene Bezeichnung nicht einmal übersetzt wird, bleibt ein kleines Fragezeichen gleich mit an der Rezeption hängen. Ein bisschen Nachjustierung beim ersten Eindruck wäre also durchaus drin. Trotzdem war der Aufenthalt insgesamt angenehm. Die Anlage liegt schön eingebettet in einem grünen Garten, und genau das macht den Reiz dieses Hotels aus. Über kleine Wege geht es zu den einzelnen Bungalows, in denen die Zimmer untergebracht sind. Das wirkt ruhig, etwas zurückgenommen und angenehm fern vom klassischen Betoncharme, den manche Unterkünfte leider immer noch für Gastfreundschaft halten. Die Rezeption ist offen gestaltet und nicht dauerhaft besetzt. Das wirkt im ersten Moment etwas improvisiert, nach ein paar Minuten merkt man aber: Irgendjemand taucht hier immer auf und hilft weiter. Fast so, als gehöre das entspannte Warten schon ein wenig zum Konzept. Die Zimmer selbst sind schlicht, funktional und erfreulich bequem. Vor allem die Betten waren wirklich gut, was auf Reisen bekanntlich oft mehr wert ist als jede dekorative Kissenparade. Kein Ort zum Verlieben auf den ersten Blick, aber einer, an dem man sich auf Sauberkeit verlassen kann. Und manchmal ist blitzblank eben ehrlicher als geschniegelt.
NEGATIV: In den Zimmern gibt es keine richtigen Sitzgelegenheiten oder Ablagen für Koffer bzw. Reisetaschen, das finde ich nicht so berauschend. Es gab zwar ein Frühstück aber nur ein thailändisches und schon am frühen Morgen scharfe Suppen und das was bei uns als Mittagessen durchgeht, war mir einfach zu viel.

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