Mein Ford Explorer – Tagebuch eines Stromers
Elektroautos sind Hightech auf Rädern – und wie jede neue Technologie bringen sie nicht nur Fahrspaß, sondern auch ihre Eigenheiten mit. In dieser Rubrik sammele ich meine persönlichen Erfahrungen, von kleinen Stolpersteinen bis hin zu echten Abenteuer-Momenten. Keine Meckerecke, sondern ein ehrliches Fahrtenbuch: Was läuft rund, wo gibt’s Überraschungen – und wie lässt sich das Ganze im Alltag meistern.


Ford Explorer BEV
Da steht er nun – mein, vollelektrischer Ford Explorer. Ein würdiger Nachfolger für meinen treuen Hyundai Elektro Kona, der mich die letzten vier Jahre zuverlässig begleitet hat. Jetzt beginnt ein neues Kapitel, und ich bin gespannt, wie sich der Explorer im Alltag schlägt. Wird er genauso zuverlässig und unkompliziert sein wie der Kona? Ich freue mich darauf, es herauszufinden!
Die technischen Daten:
Modell: Explorer BEV
Baujahr: 03/2025
Farbe: Lucid Red Metallic
Leistung: 79 kWh Elektromotor 150 kW (204 PS)
Getriebe: 1-Gang-Automatik-Getriebe
19" Aero-Leichtmetallrädern
Fahrerassistenz-Paket
• Head-Up-Display (Projektion an die Windschutzscheibe)
• Aktiver Park-Assistent (mit 12 Ultraschallsensoren)
• Fahrspurzentrierung mit Spurwechsel-Assistent
• 360-Grad-Parkkamera
• Heckklappe elektrisch, sensorgesteuert (Öffnen per Fußbewegung)
2026 Januar (12453 km)
Der Winter hat uns im Griff
Unterm Strich fühlt sich der Explorer wie ein verlässlicher Reisebegleiter an. Keine Effekthascherei, kein Blender, sondern ein Fahrzeug, das auch im Winter ruhig seinen Job macht. Vielleicht nicht spektakulär, aber genau das macht ihn auf langen Reisen so angenehm. Und manchmal ist genau das, das größte Abenteuer: einfach entspannt ankommen.
Man ist es ja kaum noch gewohnt, dass Winter seinem Namen gerecht wird. Kälte, Schnee, glatte Straßen – all das fühlt sich inzwischen fast exotisch an. Umso spannender, wie sich der Explorer genau unter diesen Bedingungen schlägt. Und ich sage es gleich vorweg: angenehm überraschend.
Was mir besonders positiv aufgefallen ist, ist die Reichweite im Winterbetrieb. Ich gehöre nämlich nicht zur Fraktion der hyperdisziplinierten Kilowattstunden-Streichler, die mit sanftem Gasfuß und innerem Taschenrechner unterwegs sind. Umso ehrlicher mein Eindruck: Ja, die Reichweite sinkt ein wenig – aber mit rund 400 Kilometern pro Akkuladung kann ich auch bei Kälte sehr gut leben. Der Verbrauch zieht nur moderat an, nichts Dramatisches, nichts, was einem die Laune verdirbt. Insgesamt fühlt sich das Ford-Setup stimmig an, fast so, als hätte da jemand mitgedacht. Und das ist im Alltag mehr wert als jedes Hochglanzversprechen.
Richtig spannend wurde es auf der Strecke von Tübingen nach Berlin und zurück. Eine klassische Langstrecke, ideal für einen kleinen Realitätscheck. Dabei habe ich einmal bewusst die interne Routenplanung inklusive Vorkonditionierung genutzt. Ergebnis: solide, aber ohne Aha-Moment. Im Vergleich zu meiner üblichen Kombination aus externer Routenplanung und eigener Erfahrung hat sich kein spürbarer Vorteil ergeben. Auch die vorbereitete Ladephase – technisch sauber umgesetzt – brachte weder messbar mehr Reichweite noch einen nennenswert anderen Verbrauch.
Was bleibt, ist eine nüchterne Erkenntnis mit einem Augenzwinkern: Technik kann viel, aber Wunder geschehen eher selten. Und da mir die integrierte Navigation schlicht nicht liegt, bleibe ich wohl weiterhin bei Apple CarPlay und der Apple Navigation. Vertraut, übersichtlich, stressfrei – gerade auf langen Strecken ein nicht zu unterschätzender Komfort.
Eigentlich fing alles an wie ein Tag aus dem Lehrbuch für Elektroautofahrer: Morgens zur Arbeit, der Explorer durfte währenddessen ein bisschen Strom nuckeln – quasi Kaffee für den Akku. Mit 99 % Ladung und einem stolzen “Ich schaff das locker bis Kroatien!”-Reichweitenwert von 465 km ging’s nach Feierabend nach Hause. Alles unspektakulär. Doch dann, frisch gestärkt mit einem Espresso und dem Gedanken, jetzt noch schnell einkaufen zu fahren, meldet sich das Auto plötzlich mit mehr Drama als ein Shakespeare-Stück:
»Elektrosystem funktioniert nicht richtig. Fahrzeug sicher anhalten!«, gefolgt von »Fehler: Antriebssystem. Bitte Werkstatt aufsuchen.« – In etwa so beruhigend wie ein blinkender Feueralarm in der Sauna.
Ich tat, was jeder technikaffine Mensch in einer Beziehung mit einem Ford tun würde: Ich öffnete die FordPass-App. Der Pannendienst meldete sich freundlich zurück – und riet mir, den Motor zu starten. Ich musste lachen. Wirklich. Herzlich. Und nein, nicht hysterisch. Als Nächstes kam der ADAC vorbei – schnell wie immer, gelb wie immer, hilfsbereit wie immer. Doch auch nach einem professionellen Batterie-Reset und Stirnrunzeln blieb das Explorer-Drama bestehen.
Fazit: Die Hochvolt-Technik war top, und die gute alte 12-Volt-Batterie hatte auch volle Ladung. Offenbar hat das System beschlossen, selbst ein wenig Geschichte zu schreiben – und zwar meine. Immerhin: Ich bin noch im Garantiezeitraum. Und während ich jetzt auf den Abschleppwagen warte, bleibt mir nur zu hoffen, dass der Explorer bald wieder mehr Explorer als Drama Queen ist.
Vielleicht, weil sie es kann. Vielleicht, weil sie einfach Aufmerksamkeit wollte. Oder vielleicht, weil Elektromobilität zwar viel kann – aber eben auch ihre schwachen Momente hat.
Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen auf die nächsten Tage – was da wohl noch alles auf mich und meine zarte, elektrisch knisternde Beziehung mit dem Ford Explorer EV zukommt? Gerade eben hat sich nämlich der Abschleppdienst gemeldet: „In 20 Minuten sind wir da!“ – das ist schneller als der-Kaffee bei Regen warm wird. Und hey, wer sagt denn, dass man einen Neuwagen nicht direkt mal abschleppen lassen sollte? Manche Paare gehen zusammen wandern, wir lassen uns eben gemeinsam vom Hof ziehen. Das schweißt zusammen – oder zumindest die Ladebuchse. Ich nehme das jetzt mal als Auftakt für ein Abenteuer, das hoffentlich nicht mit einem neuen Kapitel im Werkstatttagebuch endet. Aber wer weiß: Vielleicht gehört ein bisschen Drama einfach dazu, wenn man ein modernes Auto fährt, das mehr Softwarezeilen als ein durchschnittlicher Netflix-Account hat.
2025 August (7820 km)
Das 12-Volt System legt das komplette Auto lahm.
So sieht das Drama auf dem Display aus – in Dauerschleife, fast schon hypnotisch:
- »Elektrosystem funktioniert nicht richtig. Fahrzeug sicher anhalten!«
- »Adaptiver Geschwindigkeitsregler mit Spurführung ist zur Zeit nicht verfügbar.«
- »Fehler: Antriebssystem. Bitte Werkstatt aufsuchen.«
- »Bitte Waschwasser auffüllen«
- »Spoiler: Das Wischwasserauffüllen hat nicht geholfen.«
- »Fehler 12 Volt Versorgung: Bitte Werkstatt aufsuchen.«
- »Hinweis 12 Volt Batterie wird entladen: Bitte starten sie ihr Fahrzeug.«
Dazu könnte man fast Popcorn reichen, wenn es nicht das eigene Auto betreffen würde.
Mein Verdacht: Der Explorer wurde möglicherweise von dem bekannten Rückruf-Gremlin heimgesucht. Immerhin wäre das ein Fortschritt – denn wenn es „nur“ der Rückruf ist, hat das Drama zumindest einen Namen. Morgen also Besuch beim Autohaus meines Vertrauens (oder zumindest meiner Garantiebedingungen). Ich bin gespannt, ob sie mir erklären können, warum mein Fahrzeug plötzlich mehr blinkt als die Beleuchtung eines Berliner Technoclubs – aber sich dabei keinen Zentimeter mehr bewegen will.
Die kleine Autogeschichte zwischendurch – vom Frust zur Dankbarkeit
Tag 4
(Freitag)
Eigentlich wollte ich in dieser Woche schon wieder unterwegs sein. Stattdessen stand mein Auto still – und ich ehrlich gesagt ein bisschen auf dem Schlauch. Die ersten Infos waren eher spärlich, die Kommunikation etwas stockend, und so wuchs die Ungeduld. Ich hatte schon befürchtet, dass sich alles noch länger hinziehen würde.
Doch heute kam der überraschende Anruf von Ford Walter: Mein Fahrzeug ist wieder fit und kann abgeholt werden 🚗✨.
Rückblickend macht nun vieles Sinn, was zwischendurch schwer nachvollziehbar wirkte. Das Auto wurde am Dienstag angeliefert – ausgerechnet in einer Phase, in der die Werkstatt schon völlig ausgelastet war. Trotzdem haben sich die Mitarbeiter am Abend noch Zeit genommen, sich um meinen „Neuzugang“ zu kümmern, der einfach nicht mehr laufen wollte. Diese Flexibilität hat bei mir bleibenden Eindruck hinterlassen.
Die Ursache war dann fast schon banal – und gleichzeitig faszinierend: Eine defekte 12-V-Batterie war der Übeltäter. Und das bei einem Fahrzeug, das über einen riesigen Akku verfügt! Schon erstaunlich, wie ein so kleines Bauteil ein komplettes System lahmlegen kann.
Natürlich wäre es schön gewesen, wenn die Kommunikation währenddessen etwas reibungsloser gelaufen wäre. Aber das, was am Ende zählt, hat absolut überzeugt: schnelle Fehlersuche, zuverlässige Behebung und dazu ein Extra-Service, der mich ehrlich begeistert hat.
Ein echtes Highlight war nämlich das Übergabe-Video von Herrn Klett, in dem mir Schritt für Schritt erklärt wurde, was genau am Fahrzeug gemacht wurde. Einen solchen Service hatte ich bisher noch nie – und er hat mir gezeigt, dass hier nicht nur repariert, sondern auch an die Kunden gedacht wird.
Mein Fazit: Aus einer anfänglich frustrierenden Situation wurde am Ende eine rundum positive Erfahrung. Mein Auto läuft wieder, ich habe etwas Neues gelernt (über die Macht kleiner Batterien 😉) und ich bin mit einem guten Gefühl nach Hause gegangen.
Darum an dieser Stelle ein herzliches Danke an das Autohaus Walter in Gomaringen – für die Mühe, die Freundlichkeit und das Extra an Service 🙌.



Tag 3
(Donnerstag)
Zweite Runde in der Werkstatt-Arena: Ford Explorer vs. Ford Köln
Mit dem Explorer läuft’s gerade nicht so rund – und das liegt ausnahmsweise mal nicht an der getönten Heckscheibe. Die Batterie? Die Software? Laut Werkstatt auf dem neuesten Stand, sogar „state of the art“. Was bei Ford anscheinend bedeutet: „Wir haben alles probiert, jetzt rätseln wir auch ein bisschen.“
Und trotzdem bleibt der Fehler – dieses unsichtbare kleine Gremlin, das sich hartnäckig in mein Nervenkostüm eingemietet hat. Immerhin: Jetzt ist die „Technische Abteilung der Fordwerke“ eingeschaltet. Klingt erstmal beruhigend, fast wie der Endgegner unter den Support-Teams. Ich stelle mir ein geheimnisvolles Büro tief unter Köln-Niehl vor, wo Ingenieure mit Kaffeebechern und Stirnrunzeln über Datenströmen brüten.
Das Fazit für mich: Erst einmal bleibt der Explorer leider stehen. Aber im Kopfkino bin ich längst unterwegs – elektrisch, fehlerfrei und mit einer Portion Abenteuerlust durch die Alpen. Mit Software, die einfach tut, was sie soll, Ladeleistung wie aus einem Märchenbuch und einem Navi, das auch Kreisverkehre souverän meistert. Vielleicht. Hoffentlich. Bald auch wieder in echt.

Tag 2
(Mittwoch)
Erste Runde in der Werkstatt-Arena: Ford Explorer vs. Autohaus Walter
Der erste Reparaturversuch meines Ford Explorers führte mich in die Hechinger Straße 19 in Gomaringen – ins Autohaus Walter. Eine klassische Werkstattkulisse: Kaffeeduft in der Luft, die Hebebühne bereit für ihren Einsatz und dieses vertraute Summen aus Werkstattalltag und Technik. Während mein Explorer geduldig in der Halle auf seine Zuwendung wartete, blieb es zu Hause für mich zunächst still. Kein Anruf, keine E-Mail – einfach Funkstille.
Natürlich verstehe ich, dass in einer Werkstatt viel los ist, dass Diagnosen manchmal Zeit brauchen und die Mechaniker am liebsten erst Ergebnisse teilen, wenn sie etwas Handfestes vorliegen haben. Trotzdem hätte ich mir ein kleines Lebenszeichen zwischendurch gewünscht – einfach, um zu wissen, dass mein Explorer nicht vergessen wurde.
Als ich schließlich selbst zum Telefon griff, wurde mir bestätigt: Ja, das Auto ist in Arbeit. Noch keine klare Diagnose, noch kein finales Ergebnis – aber immerhin die Gewissheit, dass es vorangeht. Das beruhigt. Gleichzeitig bleibt bei mir das Gefühl, dass man als Kunde ab und zu selbst ein wenig die Rolle des Koordinators übernehmen muss.
Vielleicht hätte ich beim Abgeben meines Explorers einfach noch ein Whiteboard dalassen sollen – mit kleinen Meilensteinen, Deadlines und Platz für kurze Rückmeldungen. Aber wer weiß – vielleicht reicht beim nächsten Mal auch einfach ein kurzer Anruf, um diese Unsicherheit gar nicht erst entstehen zu lassen.

Tag 1
(Dienstag)
Wenn dein Auto dich ghostet: Eine kleine Odyssee mit dem Elektro-SUV
Es beginnt – wie so viele moderne Tragödien – mit einem Piepen. Dann flackert die erste Warnmeldung auf: „Elektrosystem funktioniert nicht richtig. Fahrzeug sicher anhalten!“ Und wer wäre ich, es besser zu wissen? Vielleicht hat der Bordcomputer ja nur einen schlechten Tag? Spoiler: Nein, hatte er nicht.
In den nächsten Minuten entwickelt sich das Display zur Laufbandhölle eines Technikers im Burnout: „Adaptiver Geschwindigkeitsregler nicht verfügbar“, „Fehler: Antriebssystem“, „12-Volt Batterie wird entladen“, „Bitte starten Sie Ihr Fahrzeug“. Aber was, wenn man das bereits getan hat? Mehrmals? Mit wachsender Verzweiflung? Und wieso meldet sich in all dem Chaos ausgerechnet die Wischwasseranzeige? Will sie mir nur ein Gefühl von Kontrolle zurückgeben?
Ich fülle das Waschwasser artig nach – immerhin etwas, das ich noch kann. Das Auto quittiert das mit: „Spoiler: Das Wischwasserauffüllen hat nicht geholfen.“ Danke auch.
Ein Anruf bei der Hotline, ein hilfloses Schulterzucken in digitaler Form, dann die unvermeidliche Pointe: Das Fahrzeug wird abgeschleppt. Ich verabschiede mich leise von meinem adaptiven Tempomat und der Spurführung, die nie richtig geführt haben. Erkenntnis des Tages: Ein Auto mit Touchscreen kann viele Dinge – aber nicht über Gefühle sprechen. Dabei hätte ich es wirklich gebraucht.
2025 Juli (6100 km)
Laden in Deutschland: ein kleines Abenteuer

Wie seht ihr das?
Muss das wirklich alles so kompliziert sein?
Oder sind wir einfach noch im Ladezeitalter der Steinzeit?

Mehr oder weniger kann ich seit heute all jene verstehen, die sich regelmäßig über das Laden von E-Autos aufregen. Der Auslöser: Meine Garage ist derzeit vom Stromnetz abgeklemmt – danke, unbekanntes Nagetier, für den Kurzschluss durch deinen kleinen, aber offenbar sehr effektiven Biss in die Zuleitung. Jetzt heißt es warten auf den Elektriker, und wie wir alle wissen, misst sich Wartezeit bei Handwerkern in geologischen Epochen.
Also: Statt wie sonst mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit, heute ins Auto gestiegen – bei noch grandiosen 27 % Restreichweite. Und so wurde ein normaler Arbeitstag zum Logistikabenteuer auf Rädern.
Erster Halt: Aldi. Dort gibt’s Strom für sensationelle 0,29 € pro kWh – allerdings mit maximal 1,5 Stunden Standzeit. Also brav den Timer gestellt, Kaffee geholt, innerlich schon auf die nächsten Ladepunkte geschielt. Pünktlich umgeparkt zur nächsten Station: TÜ-Strom. Immerhin 0,46 €/kWh – noch okay, wenn auch ohne Discounterflair.
In der Mittagspause dann der nächste Stresstest für mein Nervenkostüm: Weil die Ladesäule eine 4-Stunden-Regel hat, bin ich 500 m zu meinem Auto gelatscht, um das Kabel einmal kurz raus- und wieder reinzustecken – die technische Entsprechung zum Reset-Knopf für genervte Nutzer.
Ich war übrigens der Einzige an der Ladestation – vier Plätze, ein Auto, null Komfort. Und das Fazit des Tages: Es ist alles andere als entspannt. Es ist fummelig, bürokratisch, zeitraubend – kurz gesagt: ein echter Reichweiten-Thriller in mehreren Akten.
Warum darf man nicht einfach so lange laden, bis der Akku voll ist – plus 30 Minuten Puffer zum Umparken? Und nachts, von 20:00 bis 08:00, sollte diese ganze Blockiergebühr doch bitte einfach ausgesetzt werden. Es sei denn, man möchte Schlafentzug in den Klimaschutz integrieren.
Die ersten Kilometer mit meinem neuen Explorer liegen hinter mir – und es waren gleich mal richtig viele: Von Potsdam bis nach Tübingen. 700 Kilometer Autobahn, also genau die Sorte „Beziehungsprobe“, an der sich zeigt, ob man und das Auto zusammenpassen.
Was mich sofort verblüfft hat: die Reichweite. Mein alter Hyundai Kona (64 kWh Akku) war so ein klassischer „Lade-Pausen-Junkie“ – drei Stopps zwischen Berlin und Schwabenland waren Standard. Der Explorer dagegen? Zwei Stopps, fertig. Und das, obwohl ich immer plane, mit einem Restakku von 30–40 % anzukommen, damit ich zu Hause nicht gleich wieder an die Strippe muss.
Noch überraschender war aber, wie leise das Ganze lief. Ich hatte fest damit gerechnet, dass so eine rollende Schrankwand auf der Autobahn klingt wie eine Orgelpfeife im Sturm. Aber nein: Selbst bei 130 km/h kaum Windgeräusche. Für Langstreckenfahrer wie mich ein echtes Geschenk – ich konnte sogar meine eigene Playlist hören, ohne dass sie gegen einen Orkan ankämpfen musste.
Und dann kam der Showdown: der erste Schnellladestopp. Ich stecke also an, rechne mit dem üblichen Prozedere (Auto nuckelt vor sich hin, ich gehe entspannt aufs Klo, bestelle mir einen Kaffee, warte gemütlich) – und zack! Der Explorer zieht mit 145 kW los. Nach 22 Minuten stand der Akku wieder bei über 80 %. 22 Minuten! Das ist die Zeit, in der der Kaffee gerade mal handwarm wird und man maximal den Deckel vom Brötchen abknibbelt.
Kurz gesagt: Ford hat es geschafft, mir das vertraute Schnelllade-Ritual zu versauen. Statt „Pause mit Menü“ heißt es jetzt „Espresso to go“. Aber ehrlich gesagt: Das ist ein Luxusproblem, mit dem ich sehr gut leben kann.
2025 März (1100 km)
Ladeleistung des Explorer

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Akku-Größe: Der Explorer bringt in der Extended-Range-Version rund 79 kWh netto mit. Damit liegt er in einer Liga mit Premium-SUVs wie Audi Q8 e-tron oder BMW iX.
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Ladeleistung: 145 kW, im Maximum hatte ich auch schon Ladeleistungen von über 180 kW, klingt vielleicht für Tesla-Fahrer unspektakulär, aber in der Praxis ist das sehr ordentlich. Viele Modelle – inklusive VW ID.4 oder Skoda Enyaq – dümpeln real eher bei 110–120 kW herum.
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Ladekurve: Der Knackpunkt ist nicht nur die Peak-Leistung, sondern wie lange sie gehalten wird. Der Explorer scheint seine 145 kW über einen breiten Bereich zu ziehen, was den Stopp so kurz macht.
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Praxis-Faktor: Wenn man bedenkt, dass man in 20–25 Minuten fast 400 Kilometer Reichweite nachlädt, ist das ein echter Gamechanger für Langstrecken.
Kurz gesagt: Ford hat es geschafft, mir das vertraute Schnelllade-Ritual zu versauen. Statt „Pause mit Menü“ heißt es jetzt „Espresso to go“. Aber ehrlich gesagt: Das ist ein Luxusproblem, mit dem ich sehr gut leben kann.



Lohnt sich der Ford Explorer?
Wie sich der neue Ford Explorer über einen längeren Zeitraum im Alltag bewährt, kann ich momentan noch gar nicht genau sagen. Vielleicht ist er einfach rundum gelungen – so sehr, dass es gar nichts wirklich Außergewöhnliches zu berichten gibt. Oder aber er enttäuscht auf ganzer Linie, und der Explorer-Blog wird sich schon bald mit entsprechenden Geschichten füllen.
Ich nehme mir vor, meine Eindrücke so objektiv wie möglich zu schildern – auch wenn ich sicher nicht immer ganz neutral bleiben kann. Schließlich ist das hier mein ganz persönlicher Erfahrungsbericht. Was ich gut oder schlecht finde, muss nicht für jeden gelten. Aber genau das macht es ja spannend. Ich möchte ehrlich erzählen, wie ich den Explorer erlebe – mit allen Höhen und Tiefen, so wie ich bin.
Und wenn du selbst schon Erfahrungen in diese Richtung gemacht hast – ganz gleich, ob mit dem Explorer oder einem anderen Fahrzeug – dann zögere bitte nicht und teile sie mit mir und allen, die diesen Blog lesen. Ich freue mich über jeden Austausch. Denn gemeinsam können wir ein möglichst umfassendes und authentisches Bild zeichnen. Und wer weiß – vielleicht entsteht daraus ja sogar eine richtig gute Community.
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Hier sind zehn interessante Fakten zum vollelektrischen Ford Explorer
Der Ford Explorer EV ist das erste vollelektrische Fahrzeug von Ford, das vollständig in Europa entwickelt und gebaut wird, genauer gesagt im Werk in Köln, Deutschland.
Er basiert auf der MEB-Plattform des Volkswagen-Konzerns, die er sich unter anderem mit dem VW ID.4 teilt.
Der Explorer EV kann in etwa 25 Minuten von 10 % auf 80 % aufgeladen werden, was schnelle Zwischenstopps ermöglicht.
Je nach Modellvariante bietet der Explorer EV eine Reichweite von bis zu 602 Kilometern gemäß WLTP-Standard.
Es stehen verschiedene Antriebsvarianten zur Verfügung, darunter ein Allradantrieb mit einer Gesamtleistung von 340 PS, der eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 5,3 Sekunden ermöglicht.
Das Fahrzeug verfügt über ein 14,6-Zoll-Touchscreen-Display mit dem SYNC Move 2-System, das sich manuell um mehr als 30 Grad neigen lässt, um die Sichtbarkeit zu verbessern und Blendungen zu minimieren.
Der Explorer EV bietet ein Kofferraumvolumen von 450 Litern, das sich bei umgeklappten Rücksitzen auf 1.400 Liter erweitern lässt.
Der Explorer EV absolvierte eine 30.000 Kilometer lange Weltumrundung und demonstrierte dabei seine Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit unter verschiedenen Bedingungen.
Das Fahrzeug erhielt im Euro NCAP-Crashtest die Höchstbewertung von fünf Sternen, was seine hohe Sicherheitsstandards unterstreicht.
Der Explorer EV unterstützt sowohl einphasiges als auch dreiphasiges Wechselstromladen mit bis zu 11 kW sowie Gleichstrom-Schnellladen mit bis zu 185 kW, was vielseitige Lademöglichkeiten bietet.
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